Hauptmenü öffnen

Roswitha Huber

Roswitha Huber
Von Roswitha Huber auf der Kalchkendlalm zubereitetes Holzofenbrot

Roswitha Huber (* 28. Juni 1955 in Wendling, Oberösterreich) ist Lehrerin, lebt in Rauris und ist eine weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Holzofenbrotbäckerin.

Inhaltsverzeichnis

Vorgestellt

Roswitha Huber aus Wendling im oberösterreichischen Hausruckviertel besuchte das Gymnasium in Ried im Innkreis und darauf folgend die Pädagogische Akademie in Salzburg. 1976 bot man ihr eine Stelle als Lehrerin in Rauris an. Was nicht jeder Frau Sache ist, nämlich den Lebensort Stadt gegen einen abgelegenen Gebirgsort einzutauschen, schreckte die geborene Hausruckviertlerin nicht. Im Gegenteil: die wunderschöne Gebirgslandschaft gab für sie den Ausschlag für den Umzug nach Rauris.

Roswitha Huber heiratete einen Rauriser, bekam fünf Kinder, von denen bis auf Nachzüglerin Hanna alle bereits erwachsen sind und unterrichtete bis 1995 als Lehrerin. Roswitha Huber ist mittlerweile geschieden und neben dem Brotbacken liest und verreist sie gerne.

Holzofenbrotfanatikerin

Bekannt wurde Roswitha Huber durch ihre Leidenschaft, das Backen von Holzofenbrot. Sie selbst sagt über sich, „ich bin eine Holzofenbrotfanatikerin“. Wahres Brot kommt für Roswitha Huber auch heute noch aus dem Feuer.

Am Anfang stand ihr Wunsch, den Schülern und Schülerinnen das Wissen über Herkunft und Erzeugung gesunder Lebensmittel zu vermitteln. Zuerst buk sie mit der eigenen Schulklasse Brot, was die Kinder faszinierte. Durch Mundpropaganda kamen immer mehr Klassen, um mit Roswitha Huber auf der familieneigenen, am Rauriser Fröstlberg gelegenen Kalchkendlalm, deren Gebäude von ihrem Mann liebevoll hergerichtet wurden, Holzofenbrot zu backen. 1995 gab sie das Unterrichten auf und macht seither nur mehr Brotkurse und im Winter vermietet sie die Kalchkendlalm. Brot als Lebensmittel hat in den Augen von Roswitha Huber eine herausragende Bedeutung, auch wenn das in den reichen Ländern Europas gegenwärtig vielen Menschen nicht mehr bewusst ist und zu ihrem Bedauern sehr viel Brot weg geworfen wird.

“Die Eigenbrötlerin“

2009 veranstaltete Roswitha Huber auf der Kalchkendlalm ein international besuchtes Brotfest, zu dem Holzofenbäcker aus elf Ländern anreisten, und der Film „Die Eigenbrötlerin“ gedreht wurde. Beim Food Film Festival in New York sorgte dieser Film für Aufsehen. Nun hat sie ein Buch mit dem Titel „Gutes Brot“ veröffentlicht, in dem - wunderbar gestaltet - Geschichten rund um das Brot und Brot-Rezepte zu finden sind. 2011 fand das zweite Brotfest statt.

Publikationen

  • Gutes Brot, 2010, HG Dort & Hagenhausen, München
  • Das Buch vom Brotbacken, 150 Rezepte und Geschichten, A&M, Salzburg, 2005 (vergriffen)

Urbrot

Urbrot, ein Brot, das im Rezeptreigen der unten genannten Brotbücher aus der Reihe tanzt. (Wiedergabe mit ausdrücklicher Genehmigung von Roswitha Huber).

  • Zutaten: 300 g Emmer, sehr fein gemahlen, 200 g Einkorn, sehr fein gemahlen, 200 g Roggenbrotmehl, 1 Würfel Germ, 1 Ei, 300-400 ml Wasser.
  • Zubereitung: „Alle Zutaten zu einem Teig verkneten, 2 Stunden bei Zimmertemperatur aufgehen lassen. Nochmals kurz durchkneten, mit nassen Händen ein rundes Brot formen, oder den Teig in eine Kuchenform (20 cm) füllen, glattstreichen und mit einem Spitzbubenausstecher ein Mühlenrad eindrücken. Im vorgeheizten Rohr bei 220 Grad 15-20 Minuten, dann bei 180-200 Grad 20-25 Minuten backen. Ein feuerfestes Schälchen mit heißem Wasser auf dem Blech in das Rohr stellen.“

Quelle