Karl Biack

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Stolperstein für Karl Biack; in der Prälat-Winkler-Straße Nr. 7

Karl Biack (* 12. September 1900 in Tulln, Niederösterreich; † 7. November 1944 in Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim (ermordet)) war ein Opfer des Nationalsozialismus in Salzburg.

Leben

Biack, der dem katholischen Glauben angehörte, lebt seit 1936 in Salzburg und verdiente sich seinen Lebensunterhalt als Polizeikommissär der Bundespolizeidirektion Salzburg. Er war mit Edeltraud (geborene Siber) verheiratet. Die beiden gemeinsamen Kinder Karl-Heinz (* November 1938) und Eleonore (* Februar 1942) kamen in Salzburg zur Welt. Die Familie lebte in Parsch an der Prälat-Winkler-Straße.

Aufgrund eines Verdachts, der politischen Opposition anzugehören, wurde der Polizeibeamte im Frühjahr 1938 seinem Amt enthoben, in den Ruhestand geschickt und von der Gestapo beobachtet. Nach einigen Semestern Medizinstudiums, arbeitete Biack in der Verwaltung der Stadt Traunstein in Bayern, wo er zum Leiter des Wirtschaftsamtes befördert wurde. Dennoch lebte die Familie weiterhin in Salzburg, wo sie sich mit Freunden traf. Bald wurde gemunkelt, dass anstatt erlaubter Radiosender der sogenannte "Feindsender" gehört wurde.

Im Frühjahr 1944 kam Biack in Untersuchungshaft, wie der Haftbefehl des Ermittlungsrichters am Landesgericht Salzburg beweist. Die Anklage lautete auf: "Rundfunkverbrechen" und "Vorbereitung zum Hochverrat". Am 21. Juli und am 22. Juli des gleichen Jahres fand der Strafprozess in Salzburg, unter der Leitung des Präsidenten Roland Freisler, in Salzburg statt. Das Urteil lautete auf Todesstrafe.

Im Strafgefängnis Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim, in welches Biack am 11. September überstellt worden war, verlor er am 7. November 1944 sein Leben, durch das Fallbeil. Auf einer Gedenktafel der Bundespolizeidirektion Salzburg ist auch Biacks Name zu finden.

Zum Andenken an Karl Biack wurde am 2. Juli 2014 in der Prälat-Winkler-Straße Nr. 7 ein Stolperstein verlegt.

Quelle