Nelböck-Viadukt

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Nelböck-Viadukt neu, Ostansicht
Nelböck-Viadukt Ostseite, alte Ansicht
Nelböck-Viadukt Westseite bei Rainerstraßenkreuzung (alte Ansicht)

Das Nelböck-Viadukt ist eine verkehrswichtiges Viadukt der Bahnstrecke Salzburg-Rosenheim im Bereich des Salzburger Hauptbahnhofes zwischen der Gabelsbergerstraße und der Saint-Julien-Straße in Salzburg.

Name

Es hat den Namen nach einem ehemaligen Hotel, dem Park-Hotel Nelböck, das sich auf der Seite in Richtung Kapuzinerberg befand.

Allgemeines

Das Bauwerk ist 100 Meter lang und 21 Meter breit. Es steht auf Bohrpfählen, die aufgefädelt bis Seekirchen am Wallersee reichen würden. Es wurden 1 000 Lkw-Fuhren Beton und 1 900 Tonnen Stahl verbaut. Die Kosten von 16 Mill. Euro teilten sich das Land Salzburg und die Stadt Salzburg.

An Spitzentagen benützen das Nelböck-Viadukt bis zu 23 000 Fahrzeuge.

Umbau 2011–2012

Im Zuge des Umbaus ab 2010 des Salzburger Hauptbahnhofes wurde auch das Nelböck-Viadukt umgebaut. Die Fahrbahnen wurden verbreitert und die Durchfahrtshöhe wurde angehoben, da immer wieder LKW an dieser Engstelle stecken geblieben waren.

Nachdem Anfang 2011 das Nelböck-Viadukt wegen Abriss und Neubau für den gesamten Straßenverkehr gesperrt worden war, musste ab 14. Juli 2011 der Durchgang auch für Fußgänger beim Nelböck-Viadukt bis 28. Juli 2011 baustellenbedingt gesperrt werden. Für den sicheren Fortgang der Arbeiten wurden insgesamt acht Hilfsbrücken mit einem Gesamtgewicht von rund 450 Tonnen eingebaut. Facharbeiter und Maschinen waren dafür rund um die Uhr im Einsatz. Es musste jeweils ein 35 Meter langer und fünf Meter breiter Gleisabschnitt – der auf dem Viadukt verläuft – abgetragen werden. Als nächster Schritt wurde das darunter befindliche alte Viadukt abgerissen und eine Hilfsbrücke eingezogen. Dann wurden die Gleise darüber wieder verlegt.

Dieser Vorgang wurde insgesamt viermal, Gleis für Gleis wiederholt. Da es sich um viel befahrene Ausfahrtgleise in Richtung Freilassing handelte, musste nach jedem Abtrag sofort die Wiedererrichtung erfolgen, um den Zugsverkehr abwickeln zu können. „Es ist ein abgestimmtes Konzept zwischen Abriss und Wiederaufbau innerhalb von 48 Stunden“, so Thomas Wörndl von den ÖBB. Je nach Baufortschritt wurden die Tätigkeiten auch in der Nacht und an Wochenenden ausgeführt. Seit 29. Juli 2011 steht der Durchgang Nelböck-Viadukt den Fußgängern wieder zur Verfügung.

Zwischen 10. Jänner 2011 und 21. Dezember 2012 war die Unterführung während der Bauarbeiten für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Ausweichrouten konnten aber die tausenden Fahrzeuge nicht aufnehmen; mindestens 40 Prozent des Verkehrs mussten großräumig ausweichen, damit der Verkehr in diesem Teil der Stadt Salzburg nicht zusammenbrach.

Am 21. Dezember 2012 wurde das Viadukt wieder für den Verkehr eröffnet.

Bildergalerie

weitere Bilder

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Weblinks

Quellen

  • Presseseite der ÖBB im Internet