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Otto Kemptner

Stolperstein für Otto Kemptner (* 1890, + 1944); in der Getreidegasse Nr. 11

Otto Kemptner (* 19. August 1890 in Hainfeld, Niederösterreich; † 3. Mai 1944, im Kloster Pulgarn in Steyregg (natürlicher Tod)) war ein Opfer des Nationalsozialismus in Salzburg.

Leben

Kemptner verdiente sich seinen Lebensunterhalt zunächst als Berufsoffizier in der österreich-ungarischen Monarchie, später als Finanzbeamter. Weiters studierte er Rechts- und Politikwissenschaften und promovierte zum Dr. jur. et rer. pol. Kemptner galt als Mitglied der katholischen Hochschulverbindung Franco-Bavaria in Wien, welche dem Cartellverband (CV) angehörte.

Ab November 1934 lebte Kemptner als Präsident der [[Salzburger Finanzlandesdirektion|Finanzlandesdirektion in Salzburg, in der Getreidegasse Nr. 11. Im Jänner 1938 hielt er eine Rede bei einer "Vaterländischen Kundgebung" der Salzburger Polizei. Im März desselben Jahres wurde er aufgrund seiner politischen Aktivitäten verhaftet, zunächst entlassen, jedoch am 24. März wieder verhaftet und ins Polizeigefängnis gebracht.

Von dort aus führte ihn sein Weg am 15. Oktober in das [[KZ Dachau]], anschließend, am 26. September 1939 in das KZ Buchenwald. Aus letzterem wurde er am 12. Oktober des gleichen Jahres wegen Krankheit entlassen. Kemptner ging nach Salzburg, wo er wieder bei seiner Schwester in der Wohnung in der Getreidegasse lebte. Später suchte er Zuflucht im ehemaligen Kloster Pulgarn bei Steyregg, das zum Stift St. Florian gehörte.

Kemptner schloss sich dem Orden an, um Priester zu werden. Dazu kam es nicht. Kemptner starb am 3. Mai 1944 an den Folgen seiner KZ-Haft.

Zum Andenken an Otto Kemptner wurde am 2. Juli 2014 in der Getreidegasse Nr. 11 ein Stolperstein verlegt.

Quelle