Schlosspark Leopoldskron

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Der Schlosspark Leopoldskron im Salzburger Stadtteil Riedenburg steht seit dem Jahr 2014 wegen seiner geschichtlichen, künstlerischen oder sonstigen kulturellen Bedeutung unter Denkmalschutz.[1]

Geschichte

Der nicht öffentlich zugängliche Schlosspark umfasst eine Fläche von etwa sieben Hektar oder rund 70 000 m².

Festspielgründer Max Reinhardt hatte 1918 das Schloss verfallenem Zustand samt dem parkähnlichen Grundstück am Rande des Leopoldskroner Weihers erworben. In den 1920er-Jahren errichtete er eine aufwendige Freiluftbühne, einen neobarocken Park samt Gartentheater und Spiegelteich bauen. Er plante, in diesem Garten seine Vision barocker Theatervorstellungen zu realisieren.

Es entstanden ein weitläufiges Rasenparterre mit Skulpturen, in dem sich reich verzierte Marmorvasen, Teiche, Hecken und kleine Brunnen befanden. Sie umgaben das eigentliche Theater. Dem Theater selbst waren ein Orchestergraben, Balustraden und Spalierwänden vorgelagert. Reinhardt kaufte von anderen Schlössern barocke Skulpturen, um seine Anlage damit zu dekorieren. Eröffnet wurde das Theater 1931 mit einer Aufführung von Shakespeares “Was ihr wollt”. Allerdings musste diese erste und einzige Aufführung wegen eines Gewitters abgebrochen werden.

Die Nationalsozialisten veranlassten Reinhardt ins Exil ging. Der Garten verfiel, geriet in Vergessenheit, Vasen und Skulpturen versanken im Lauf der Jahre im weichen Moorboden, verwitterten und wurden überwuchert.

Im 21. Jahrhundert wurden dann 55 Skulpturen geborgen, restauriert und neu aufgestellt. Auch ein 900 m² großes Teilstück des Rasenparterres samt Wasserkanälen und Wegen wurde rekonstruiert.

Bereiche

Der Schlosspark gliedert sich in drei Teile:

  1. rund um den Meierhof im Nordwesten des Weihers.
  2. rund um das Schloss Leopoldskron im Nordosten des Weihers.
  3. einem weitestgehend naturbelassenen Teil im Osten und Südosten des Weihers.

Bildergalerie

Quellen

Fußnoten