Adolph Johannes Fischer

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Adolph Johannes Fischer mit Pinsel und Palette
Haydnstraße 5: Das von Jakob Ceconi geplante und erbaute Haus, in dem Adolph Johannes Fischer wohnte

Adolph Johannes Fischer (* 7. Juli 1885 in Gmunden, Oberösterreich; † 22. November 1936 in Salzburg) war akademisch ausgebildeter Maler, Schriftsteller, Kunstsammler, Kunsthistoriker und Mittelschullehrer, der seine Wiederentdeckung den künstlerischen Auswirkungen seiner 1928 in Salzburg erfolgten Begegnung mit James Joyce verdankt.

Leben und Werk

Schon früh war Fischer als Maler so angesehen, dass seine Bilder im österreichischen Parlament, im Linzer Museum Franzisko-Carolinum sowie in der Kaiservilla in Bad Ischl hingen. Für sein 1908 als Geschenk des Salzkammerguts zum 60-jährigen Regierungsjubliäum gemaltes Aquarell „Empfang Franz Josephs I. durch Kinder in Ischl“ wurde er vom Jubilar mit der „Allerhöchsten Anerkennung“ ausgezeichnet. [1] Dennoch hat Fischer allem Anschein nach seine bildnerische und schriftstellerische Tätigkeit bald ruhen lassen. Erst in den 1920er Jahren veröffentlicht er in seiner Wahlheimat Salzburg seine Jugendgedicht-Bände („Die versunkene Stadt“, „Satan“) und den Roman „Ich suche Myriam“ (1924). Später folgen die Novelle „Die Dame mit dem Brokatmuff“ (1931) sowie der expressionistische Science Fiction-„Abenteurer-Roman“ „Zwei Männer spielen um die Welt“ (1932), der ihn auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt macht.

Fischers früher Tod, die unterlassene Pflege seines Werkes und Nachlasses, der baldige Verkauf seiner berühmten Gemälde- und Gotik-Sammlung, die dadurch in alle Winde zerstreut wurden, haben wieder bald dazu geführt, dass sein Leben und Werk rasch aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden sind.

Dieses Versäumnis wird anschaulich durch die Tatsache illustriert, dass Fischers sterbliche Überreste, die Ende November 1936 in der Gmundner Familiengruft bestattet wurden, schon 1954 gemeinsam mit denen seiner Ahnen aus dieser letzten Ruhestätte delogiert wurden, als das Grabmal in leerem Zustand an einen Nachmieter verkauft wurde, obwohl allein der Verkauf von Fischers Gotiksammlung dem erbenden Adoptivsohn Ende 1937 an die 33.000.- Schilling eingebracht hat, was im Jahr 2010 einem Vermögen von über 100.000.- Euro entspricht.

Künstlerisches Elternhaus

Adolph Johannes Fischer wurde 1885 in eine angesehene oberösterreichische Künstlerfamilie geboren. Sein Großvater Michael Fischer (* 1826 Aurolzmünster; † 1887 Linz) war akademischer Graveur und Xylograph und unter anderem mit den Schriftstellern Franz Stelzhamer und Adalbert Stifter befreundet.

Der Vater Adolf Fischer war akademischer Maler und Illustrator, der neben zahlreichen Aquarelllandschaften, Handzeichnungen, Ehrenurkunden und landschaftlichen Illustrationen unter anderem auch Illustrationen zu Ferdinand Krackowizers dreibändiger Geschichte der Stadt Gmunden (1898 - 1900) sowie zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm gezeichnet hat.

Künstlerische Ausbildung

Adolph Johannes Fischer studierte an der Universität Wien Kunstgeschichte, klassische Archäologie, Germanistik und Philosophie. Daneben besuchte er die Wiener Kunstgewerbeschule, wo er zwischen 1904 bis 1906 gemeinsam mit Anton Kolig und Oskar Kokoschka Anton von Kenners Abteilung für Lehramtscandidaten des Freihandzeichnens an Mittelschulen besuchte. Anschließend studierte er an der allgemeinen Maler- und Meisterschule der Akademie der bildenden Künste Wien bei den Professoren Christian Griepenkerl und Rudolf Bacher und war Meisterschüler von Kasimir Pochwalski. Im Jahr 1911 dissertierte er zwar bei Max Dvořák und Josef Strzygowski über „Die Wiener Kupferstecher 'Schmuzer' im 18. und 19. Jahrhundert", trat aber nicht zum Rigorosum an, weshalb er nicht promoviert wurde.

Laut den „Annalen des k.k. naturhistorischen Hofmuseums“ hat Fischer dessen „Geologisch-paläontologischer Abteilung“ 1903 „verschiedene Photographien von Kriechspuren aus dem Flysch von Pinsdorf bei Gmunden“ geschenkt; Fotografien archäologisch rätselhafter Funde, die Fischer laut eigenen Angaben in einem Steinbruch in Pinsdorf entdeckt hat und über die sich am 17. Juli 1911 auch Ernst Haeckel schriftlich geäußert hat.[2]

Für Fischers literarisches Jugendwerk, die Reim-Novelle „San Loretto“, die er als Sechzehnjähriger geschrieben hat, fand Peter Rosegger freundliche Worte: „Ich habe mich an der Form und dem Inhalt erbaut und beglückwünsche den Autor.“

Der Schriftsteller Felix Braun beschreibt in seiner 1949 veröffentlichten Autobiografie „Das Licht der Welt“ seinen mit Franz Theodor Csokor befreundeten Studententage-Freund Adolph Johannes Fischer, der ihm bei den Vorlesungen von Franz Wickhoff und Friedrich Jodl als Art „romantischer oder savoyardischer Jüngling“ aufgefallen war. Fischer, der laut Brauns Erinnerung mehrere Musikinstrumente, darunter auch die italienische Streichmandoline, spielte, stellte sich Braun selbstbewusst als Dichter vor: „Fischers Wesen war eines von dunkler Sanftmut. Sein großes Auge hatte einen schmelzenden Glanz, seine Stimme wagte sich langsam und weich vor, seine Sprache suchte den ursprünglichen Dialekt zu überkommen, er sang wohllautend, sein ganzes Gehaben verbarg den gefährlich auffunkelnden Dämon. Zu dritt saßen wir in Fischers niedriger, von alten Möbeln vollgeräumter Stube, tranken Wein, redeten und betrachteten einander. Wir lasen unsere Gedichte vor und lobten jeder des anderen Kunst. Dann hängte sich Fischer seine Laute um, deren bunt besticktes Band mich entzückte, und hob an zu spielen und zu singen. Wie in einer Novelle Eichendorffs war das: ein junger Dichter und Maler, der seine und anderer Lieder zur Laute singt, hier saß er neben mir, aus der deutschen Vergangenheit zu mir herniedergestiegen, und lehrte mich die Wiederkehr alles dessen, was wir je geliebt haben und lieben werden. Nichts kann ganz vergehen, was einmal des Lebens teilhaft gewesen. Die Romantiker hatten nicht gelogen: die Dichter, von denen sie geträumt, waren sie selbst, und einer ihrer Art lächelte mir zu, indes seine bräunliche Hand mit seltsam nach oben verbreiteten Fingern an den Saiten lag und seine sanfte dunkle Stimme, darin die oberösterreichische Mundart nur leicht überdeckt war, halblaut italienische und deutsche Volkslieder dahin sang.“[3]

Lehr- und Künstlertätigkeit

Nach Abschluss des Lehramtsstudiums kehrte Fischer 1909 in seine Heimatstadt Gmunden zurück, wo zuvor, im August 1907, sein Einakter Nitokris aufgeführt worden war. Wie sein 1908 verstorbener Vater, dessen 1887 gegründete, landesbehördlich konzessionierte Zeichen- und Malschule er fortführte, unterrichtete Fischer am Gmundner Gymnasium Zeichnen (sowie Mathematik und Darstellende Geometrie) und malte für diverse Herrscherhäuser und deren Umfeld.

Anlässlich des „50 Jahr"-Jubiläums der „Kurstadt Gmunden“ entwarf und gestaltete Fischer für den großen Kurstadt-Jubiläums-Blumenkorso auf dem Traunsee 1911 das Jubiläumsfestschiff der Stadtgemeinde und der Kurkommission Gmunden.

Während des Ersten Weltkriegs schuf er für die oberösterreichische Stadt Enns das „Eiserne Edelweiß“, einen propagandistischen Wehrschild, der die Bevölkerung zu Spenden für die Witwen und Waisen der im Weltkrieg ums Leben gebrachten Männer anregen sollte.[4]

Anfang 1918 übersiedelte Fischer nach Salzburg, wo er bis 1930 am k.k. Staatsgymnasium Zeichnen, Mathematik, Schreiben und Kunstwissenschaft unterrichtete und 1921 Vorbereitungen für die Adoption des damals 18-jährigen Friedrich Wilhelm Heinrich Christoph Edler von Güllern traf, die 1925 offiziell erfolgte.

Schriftsteller und Kunstsammler

Neben seiner Unterrichtstätigkeit wandte sich Fischer in Salzburg wieder der Literatur zu. Er veröffentlichte zwei Bände mit Jugendgedichten (Die versunkene Stadt, 1923; Satan, 1923) und den Roman Ich suche Mirjam (1924). Gelegentlich schrieb er auch für Zeitungen und Zeitschriften. Zudem wurde er eingeladen, im Rahmen des VI. Internationalen Kongresses für Zeichnen, Kunstunterricht und angewandte Kunst in Prag (29. Juli - 5. August 1928) einen Vortrag über „Neue Wege der Kunsterziehung“ zu halten.

Die Entstehungsgeschichte von Fischers wertvoller Gemälde- und Gotik-Sammlung, die weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt war, ist nicht bekannt - möglicherweise hat er sie von seinem Vater geerbt. Sicher ist, dass seine mit kostbaren gotischen Plastiken, Bildern und wertvollen Kunstgegenständen ausgestattete Wohnung, in dem von Jakob Ceconi geplanten und erbauten Haus Haydnstraße 5, von der Salzburger Festspielprominenz als Sehenswürdigkeit wahrgenommen wurde: „Sein Prunkstück, um dessentwillen Kenner aus aller Welt sich in seinem Atelier, die seine Wohnung auch war, einfanden, ist eine herrliche gotische Madonna, die „Schöne Madonna“ genannt; wenn er die edle Schönheit dieser Statue vollends zeigen wollte, verdunkelte er den Raum und ließ das herrliche Madonnenprofil im sanften Kerzenschein bewundern.“[5]

Begegnung mit James Joyce

Die bekanntesten Besucher der Wohnung, die laut Zeitungsberichten „einem Museum oder einer Galerie“ glich, waren Marlene Dietrich und der im Sommer 1928 in Salzburg urlaubende irische Schriftsteller James Joyce, den Fischer damals kennenlernte und für das „Salzburger Volksblatt“ porträtiert hat.[6][7] Das geschriebene Porträt erfreute Joyce so sehr, dass er „Prof. Fischer“ eigens die aktuelle Ausgabe der Avantgarde-Zeitschrift „Transition“ mit dem jüngsten Kapitel seines „Work in Progress“ zusenden ließ.

Künstlerische Ergebnisse dieser Begegnung sind eine Joyce-Lithographie, die sich im „Salzburg Museum“ befindet, sowie vier Schwarz-Weiß-Fotografien, die Fischer im bayerischen Raitenhaslach von Salzach-Schwemmholz angefertigt hat, die über Joyces Vermittlung mit dem Urheberrechtsvermerk „Photo Fischer Salzburg“ 1929 unter dem Titel „Fluviana“ in der zuvor erwähnten Zeitschrift „Transition“ veröffentlicht wurden, aber seit 1974 dennoch immer wieder Joyce und seinem Werk zugeschrieben und zum Anlass genommen werden, Joyce zum bildenden Künstler zu stilisieren, der er nicht war: Schließlich stammen die Fotos der Schwemmgut-Exponate von Fischer und die fotografierten Schaustücke sowie deren Bezeichnungen vom Raitenhaslacher Gastwirt Johann Baptist Pinzinger, der die kuriosen Strandgut-Exponate in seinem „Karl Valentin“esken „Salzach-Museum“[8] ausstellte, das Joyce im Sommer 1928 gemeinsam mit Fischer besuchte.[9]

Literarischer Schwerpunkt und früher Tod

Ab Ende der 1920er Jahre versuchte sich Fischer verstärkt in mehreren literarischen Gattungen: Er schrieb die unveröffentlichte Komödie „Lu und der Tiger“ (o.J.), die romantische Fortsetzungsnovelle „Die Dame mit dem Brokatmuff“ (1931) und den expressionistischen „Science Fiction"-Abenteuer-Roman „Zwei Männer spielen um die Welt“ (1932), dessen Eigenart Matthias Neiden jüngst sehr zutreffend charakterisiert hat: „Neben der pathetischen Deutschtümelei fällt vor allem eine unerwartete Antikriegsattitüde auf, die explizit vor den Gefahren eines mit modernen Waffensystemen geführten Krieges warnt. Bekanntermaßen stammte jedoch nicht nur der künstlerisch hochbegabte Autor aus Österreich … Die Handlung kann leider nur als trivialer Schund abgetan werden, wenngleich die fast schon pazifistische Grundhaltung sich angenehm von der zeitgenössischen SF-Literatur um 1930 abhebt. Stilistisch wirft Fischer hier Perlen vor die Säue, selbst dieser Roman zeugt jedoch noch von einer beachtlichen Begabung, wie sie in dem phantastischen Kurzroman „Ich suche Myriam“ (1924) wesentlicher besser zur Geltung kam.“[10]

Der Reifezeugnis-Vermerk, dass Fischer vom Turnunterricht befreit war und ihm allem Anschein nach auch die Leistung des Wehr- und späteren Weltkriegsdienstes erspart blieb, deutet eine gesundheitliche Beeinträchtigung an, die möglicherweise als Erklärung für Fischers frühen Tod dienen kann.

Im November 1936 erwähnt der damalige Regierungsvizedirektor HR Dr. Gaston Negrelli in einem Kondolenzschreiben an Fischers Adoptivsohn Fritz Willy Fischer, dass dessen Adoptivvater sein Jugendfreund war, mit dem ihn schönste Jugenderinnerungen verbinden.

Fischers Tod wurde auch durch zahlreiche Nachrufe in regionalen und überregionalen Zeitungen und Zeitschriften beachtet, von denen einer durch den Hinweis auf ein Nachlass-Werk besonders aufhorchen lässt: „In den letzten Jahren hatte er sich mit Erfolg der schriftstellerischen Tätigkeit gewidmet. 1932 erschien sein Roman „Zwei Männer spielen um die Welt“. Es war ein überraschend reifes und mit viel Begabung geschriebenes Erstlingswerk, das in Kürze eine Auflage von 10000 Exemplaren erreichte. Vielleicht lag die stärkste Begabung Fischers auf diesem Gebiete. Er steht mit diesem Werk in der Reihe zeitgenössischer Autoren wie Hans Dominik und andere[n], die sich mit Problemen der Zukunft befassen. Professor Fischer hinterlässt noch einen zweiten fertigen Roman, dem der Ruf großer Genialität vorangeht, und den sein Adoptivsohn Kunstmaler Fritz Fischer in Amerika herausbringen wird.“[11]

Doch Fischers Adoptivsohn veröffentlichte nicht Fischers Roman aus dem Nachlass, sondern bot binnen Jahresfrist die berühmte Kunstsammlung zur Versteigerung an: „Das Dorotheum bringt in seiner 450. Kunstauktion diese Woche Freitag und Samstag die weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannte Skulpturensammlung des verstorbenen Professors Adolf J. Fischer, Salzburg [...] zur Versteigerung. [...] Aus dem Nachlass Professor Fischers, dessen Sammlung zu den oft und gern besuchten Salzburger Sehenswürdigkeiten gehörte, verdient vor allem die Schöne Madonna der Sammlung, als ein Hauptstück österreichisch-deutscher Plastik von Michael Pacher, allergrößte Beachtung.“[12][13] Bei dieser Auktion wurde die Michael Pacher zugeschriebene „Schöne Madonna“ „um 18.500 Schilling [entspricht im Jahr 2010 der Kaufkraft von 57.535.- Euro][14] an einen Wiener Sammler verkauft“. Auch die zahlreichen anderen Kunstgegenstände der „Skulpturenbestände des Prof. Adolf J. Fischer“ gelangten „bei regem Bewerb der Kauflustigen zum Verkauf“.

Zweifelhafte Werkzuschreibungen

Der Verbleib von Fischers Nachlass-Roman ist ungeklärt. Möglicherweise ist es jener 1946 im „Salzburger Festungsverlag“ unter Fritz Willy Fischers Namen veröffentlichte Kriminalroman „Die Maske des Gla“, der stilistisch und thematisch stark an die literarischen Werke von Fischers Adoptiv-Vater erinnert.[15]

Zweifelhaft ist auch die Autorschaft jenes „James Joyce“-Porträts, das sich seit 1950 im Besitz des „Salzburg Museums“ befindet, dem es von dessen früherem Direktor Rigobert Funke geschenkt wurde. Obwohl die Lithografie - wie die gleichfalls im „Salzburg Museum“ befindliche Porträt-Lithografie des Komponisten Karl Goldmark - mit der kalligrafischen Signatur „A.J. Fischer“ versehen wurde, stammt sie allem Anschein nach nicht von diesem, sondern von dessen Adoptivsohn. Schließlich entspricht der kalligrafische Schriftzug keiner von A.J. Fischer sonst verwendeten Signatur. Zudem erwähnt er selbst nirgends die Joyce- bzw. Goldmark-Lithografie, die weder in einem zeitgenössischen Lexikonartikel, Werkverzeichnis, Nachruf noch sonst einem Lebenszeugnis genannt werden.

Für die Autorschaft des Adoptivsohns spricht, dass dieser nachweislich eine Joyce-Lithografie gezeichnet und 1932 Joyce zur Unterschrift zusandte.[16] Auch für Nikolaus Schaffer, in dessen 2004 veröffentlichtem „Allgemeines Künstlerlexikon“-Artikel[17] die Lithografie wegen der Signatur in A.J. Fischers Werkverzeichnis berücksichtigt wird, kommt bei der Joyce- und Goldmark-Porträt-Lithografie inzwischen eher Fritz Willy Fischer als Zeichner in Frage, da der Stil eher der eines um 1900 geborenen Künstlers ist.[18]

Publikationen

Literarische Werke

  • San Loretto (Reim-Novelle, 1901).
  • Nitokris (Drama, 1907, Erstaufführung am 3. August 1907, Gmunden).
  • Die versunkene Stadt. Lieder eines Toten (1923).
  • Satan. Gedichte (1923).
  • Ich suche Myriam (Roman, 1924).
  • Das hohe Lied (Reimübertragung aus der Bibel), (1924).
  • Die Dame mit dem Brokatmuff (Novelle) (1931).
  • Zwei Männer spielen um die Welt (Science Fiction-Abenteuer-Roman, 1932).
  • Das letzte Märchen. Aus der Oper „Tausend und eine Nacht“ (1933/34).
  • Lu und der Tiger (Komödie in drei Akten) (o.J. vermutlich Ende der 1920, Anfang der 1930er Jahre).

Fachliteratur

  • Die Wiener Kupferstecher „Schmuzer“ im 18. und 19. Jahrhundert (Dissertation an der Universität Wien, 1911)
  • Das Kriterium der Kunst (1913).
  • Neue Wege der Kunsterziehung (1928).

Bekannteste bildnerische Werke

  • Empfang Franz Josephs I. durch Kinder in Ischl (Geschenk des Salzkammerguts zum 60jährigen Regierungsjubliäum), Aquarell, 1908.
  • Eisernes Edelweiß, propagandistischer Wehrschild, 1915.
  • Straßenschönheit, Aquarell (unbekannter Verbleib, zuletzt 'Museum Franzisko-Carolinum Linz).
  • Ansicht von Grado, Aquarell (20,2 x 34 cm, Bildersammlung der Kammerhofmuseen Gmunden).
  • Dame mit Schleier, Aquarell (52 x 25,8 cm, Bildersammlung der Kammerhofmuseen Gmunden).
  • Alexander Schönburg-Hartenstein, Porträt (Österreichisches Parlament, Inv.-Nr. 111-025).
  • Karl Goldmark, Porträt, Lithographie (Urheber eher Fritz Willy Fischer).
  • James Joyce, Porträt, Lithographie (Urheber eher Fritz Willy Fischer).
  • Fluviana. In: Eugene Jolas: Transition 16/17. Adolph Johannes Fischer: Fluviana, p.296-297. (1929).

Weblinks

Quellen

  • Archive der Universität Wien, der Wiener Kunstgewerbeschule, der Akademie der bildenden Künste Wien sowie des Akademischen Gymnasiums Salzburg.
  • „Landesarchiv Salzburg“ sowie „Bildersammlung der Kammerhofmuseen Gmunden“ („Gustav Poll-Stiftung“).
  • Jahresberichte des Gmundner Gmynasiums sowie des Akademischen Gymnasiums Salzburg, wo Fischer unterrichtet hat.
  • Reinhold Glaser: Vorwort. In: Adolph Johannes Fischer: Zwei Männer spielen um die Welt (1932). S.3-6.
  • Nikolaus Schaffer: Adolph Johannes Fischer. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Band 40 (2004).
  • Andreas Weigel: James Joyces Aufenthalte in Österreich. Innsbruck (1928), Salzburg (1928) und Feldkirch (1915, 1932). In: Michael Ritter (Hrsg.): praesent 2006. Das österreichische Literaturjahrbuch. Das literarische Geschehen in Österreich von Juli 2004 bis Juni 2005. S.93-105. Wien: präsens 2005.
  • Eva Gilch: Der „Most-Hans“ von Raitenhaslach und James Joyce. In: Oettinger Land. Eine heimatkundliche Schriftenreihe für den gesamten Landkreis Altötting. Herausgegeben vom „Oettinger Heimatland“ e.V.. Altötting. Jahresfolge 2008. Band 28. S.221-226.
  • Andreas Weigel: Bruchstückhafte Biografien. Spurensuche und -sicherung zu Adolph Johannes Fischer und Fritz Willy Fischer-Güllern. In: Michael Ritter (Hrsg.): praesent 2011. Das österreichische Literaturjahrbuch. Wien: präsens 2010. S.21-35.

Einzelnachweis

  1. Fischer, Adolph Johannes. In: „Deutschlands, Österreichs-Ungarns und der Schweiz Gelehrte, Künstler und Schriftsteller in Wort und Bild“. Albert Steinhage, 1911. S.129.
  2. Roman Moser: Das Flyschphänomen des Pinsdorfberges. Eine Anregung zur Bewahrung seltsamer Spuren im Flysch.
  3. Felix Braun: „Das Licht der Welt“ (1949).
  4. Wiener Zeitung: „Wehrschild des Landesschützenregiments Nr. II“. Samstag, 27. November 1915.
  5. Professor i.R. Adolph Fischer gestorben. Salzburger Chronik, 23. November 1936, S.5.
  6. Adolph Johannes Fischer: James Joyce in Salzburg. Salzburger Volksblatt. (25. August 1928)
  7. Andreas Weigel: James Joyce: Spurensuche in Salzburg. Salzburger Nachrichten, Bloomsday, 16. Juni 2007)
  8. Rupert Linsinger: Eine eigenartige Sammlung. In: Fluss und Zelt. 1928. S.110ff. (Detaillierte zeitgenössische Besprechung des „Salzach-Museum“, 1928).
  9. Andreas Weigel: James Joyce: Spurensuche in Salzburg. Salzburger Nachrichten, Bloomsday, 16. Juni 2007)
  10. Matthias Neiden: „Der zweite Weltkrieg findet nicht statt.“ Besprechung von Adolph Johannes Fischers Science-Fiction-Roman „Zwei Männer spielen um die Welt“. In: „Andromeda Nachrichten“. Nr. 219. 39. Jahrgang, März 2008. S.105. (ISSN 0934-3318).
  11. „Begräbnis Professor Adolf Johannes Fischer“. In: „Linzer Volksblatt“. 26. November 1936. Morgenausgabe. Nr. 275. S.4.
  12. Dorotheum: 450. Kunstauktion. Die Skulpturenbestände des „Prof. Adolf J. Fischer †“. Salzburg. Kunstgegenstände aus der „Feste Hohenwerfen“. Anderer Privatbesitz. Schaustellung 16.-18. November 1937. Versteigerung 19. und 20. November.
  13. Wertvolle Plastik unter dem Hammer. Kunstauktion des Dorotheums. Eingeklebter Zeitungsartikel im nachfolgenden, in der „Österreichischen Nationalbibliothek“ befindlichen Auktionskatalog des Dorotheums: 450. Kunstauktion. Die Skulpturenbestände des „Prof. Adolf J. Fischer †“. Salzburg. Kunstgegenstände aus der „Feste Hohenwerfen“. Anderer Privatbesitz. Schaustellung 16.-18. November 1937. Versteigerung 19. und 20. November.
  14. Auskunft der „Statistik Austria“.
  15. Andreas Weigel: Bruchstückhafte Biografien. Spurensuche und -sicherung zu Adolph Johannes Fischer und Fritz Willy Fischer-Güllern. In: Michael Ritter (Hrsg.): praesent 2011. Das österreichische Literaturjahrbuch. präsens, Wien 2010, S. 21–35. S.34
  16. Fritz Willy Fischer: Brief vom 17. Oktober 1932 an James Joyce.
  17. Nikolaus Schaffer: Adolph Johannes Fischer. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Band 40, 2004.
  18. Eine detaillierte Diskussion der einzelnen Argumente, die jeweils für und gegen die Zuschreibung der beiden Lithografien zu A.J. Fischer bzw. F.W. Fischer sprechen, bietet: Andreas Weigel: Bruchstückhafte Biografien. Spurensuche und -sicherung zu Adolph Johannes Fischer und Fritz Willy Fischer-Güllern. In: Michael Ritter (Hrsg.): praesent 2011. Das österreichische Literaturjahrbuch. präsens, Wien 2010, S. 21–35. S.31ff.