Biotopschutzgruppe Pinzgau

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Biotopschutzgruppe Pinzgau bei Böschungsarbeiten beim Zuwegbau zum Schrabachfall oberhalb des Krafthauses am Enzingerboden
Biotopschutzgruppe bei der Ödtalhütte, Juni 2005
Biotopschutzgruppe Pinzgau im Zuge von Arbeiten am Biotop Pirtendorfer Talboden
Geschütztes Biotop Oberzehentner Teich in Uttendorf im Oberpinzgau
Das geschützte Biotop Blaiknertümpel bei Krimml

Die Biotopschutzgruppe Pinzgau ist ein Zusammenschluss naturbewusster Menschen, die ihre Überzeugung seit mehr als zwei Jahrzehnten in konkrete Taten umsetzen.

Geschichte

Am Anfang stand Hans Kapeller, Hauptschullehrer aus dem Oberpinzgau. Er gründete die Biotopschutzgruppe Pinzgau mit der Absicht, die noch bestehenden, aber immer rarer werdenden ökologischen Kostbarkeiten – anfangs im Oberpinzgau, später im gesamten Pinzgau – zu pflegen und durch Pacht, bzw. Kauf zu erhalten. Daueraufträge, bzw. Spenden möglichst vieler Pinzgauer sollten dies ermöglichen. Dieses Konzept ist voll aufgegangen und das Projekt und dessen Umsetzung sind mittlerweile vorbildhaft für Österreich und ganz Europa.

Organisation

Die Organisation der Gruppe, die unter der Schirmherrschaft des Salzburger Naturschutzbundes steht, und alle ihre Aktivitäten erfolgen bis heute ausschließlich ehrenamtlich. Damit ist sichergestellt, dass alle Geldmittel, die durch Daueraufträge oder Einzelspenden herein kommen, für die Umsetzung konkreter Projekte eingesetzt werden können. Werkzeug und ein für Transportzwecke benötigter PKW konnten durch andere Geldmittel finanziert werden.

Prägende Persönlichkeiten der Biotopschutzgruppe Pinzgau sind neben dem Begründer Hans Kapeller Hans Sonderegger, Heinrich Brennsteiner und Ferdinand Robl, die aber allein – ohne die vielen finanziell und/oder durch Arbeitseinsatz unterstützenden Mitglieder und Förderer – wenig ausrichten könnten.

Ziele und Aufgaben

1988 stellte die Gruppe die ersten Amphibienzäune auf. Diese Zaunaktion wurde für die Mitglieder der Gruppe aber bald fragwürdig, da immer mehr sogenannte „nutzlose“ Flächen wie Sumpfgebiete, Tümpel und Teiche aufgeschüttet und damit Laichgründe und Lebensraum der Amphibien vernichtet wurden. Der Schutz noch bestehender Feuchtgebiete und die Anlage neuer Biotope wurden daher bald eigentliches Ziel und Aufgabe der Biotopschutzgruppe.

Konkrete Projekte bis 1991

In den Jahren ihres Bestandes konnte die Gruppe bis zum Jahr 1991 folgende Biotope erfolgreich retten und erhalten:

Besondere Aktivitäten für den Pinzgau

  • 1995 Grundkauf Schlosserteich (Stubachtal)
  • 1998/1999 Verlegung des Schwingrasens in der Wolfram-Deponie Stuhlfelden
  • 1999 Errichtung des Lehrweges „Pirtendorfer Talboden“ in Stuhlfelden
  • 2002 Viehhofner Tennisteich
  • 2002 Unkener Feuerlilienhang
  • 2002 Salzachspitz in Uttendorf
  • 2003 Kinder-Erlebnistag im Kapruner Moor in Kaprun
  • 2004 Wanderweg Schrabach Wasserfall
  • 2004/2005 Thumersbacher Amphibienschutzsystem in Zell am See
  • 2006 Lehrweg „Alpsteig Ödtal“
  • 2007 bis 2010 Bemühungen um die Erhaltung des Ödwinkels im Weißseegebiet, die durch einen Entscheid des Landes leider obsolet wurden
  • 2010 Schaffung eines Ersatzbiotopes anlässlich der Erweiterung der Wolfram-Deponie, Kälberrain, Stuhlfelden
  • 2010 Feier des 20-jährigen Bestehens der Biotopschutzgruppe Pinzgau
  • 2010 Pflege mehrerer Biotope wie Schneggenteich in Niedernsill, Lois Huber Biotop in Piesendorf, Bammerbiotop in Pirtendorf und Auverjüngung Achenfurt.

Auszeichnungen

Spendenkonto

  • Biotopschutzgruppe Pinzgau, Raiba Uttendorf, Kto.-Nr.: 25775, BLZ 35068

Quelle

  • Broschüre 20 Jahre Biotopschutzgruppe Pinzgau, 2011, HG Naturschutzbund Salzburg