Stubachtal

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Uttendorf mit Eingang zum Stubachtal
Karte

Das Stubachtal ist ein südliches Seitental der Salzach im Oberpinzgau

Geografie

Es befindet sich südlich von Uttendorf in den Hohen Tauern. Es reicht von Köhlbichl bis Schneiderau und hat eine Länge von etwa 10 Kilometern.

Es wird als eines der landschaftlich schönsten und vielseitigsten Tauerntäler beschrieben. Bereits 1916 berichtet der Salzburger Rechtsanwalt und Landeshauptmann-Stv. Dr. August Prinzinger, zwar mächtigere Gebirgsformen und Gletscher gesehen zu haben, aber kaum schönere, daher war es für ihn nahe liegend, dass die Errichtung eines Nationalparks von diesem Tal ausgehen sollte.

Auch der bekannte Kunstmaler Rudolf Ferbus aus Zell am See schreibt in seinem Buch „Pinzgauer Spaziergang“, einer malerischen Reise bis in den Nationalpark Hohe Tauern, von einer beinahe gewalttätigen Schönheit rund um den Weißsee.

Der Gletscherlehrweg Ödenwinkelkees befindet sich im Ödenwinkel im Stubachtal.

Fauna

Das Stubachtal ist Brutgebiet des Steinrötels.

Gewässer

Das Stubachtal wird von der Stub-Ache entwässert. Eine kleine Attraktion ist der Schrabachfall, der durch den rechtsufrig in die Stub-Ache einmündenden Schrabach gebildet wird.

Im südlichen, oberen Teil des Tals befinden sich der Speicher Enzingerboden, Stausee Tauernmoossee und der Weißsee. Bei Schneiderau beginnt in südwestlicher Richtung die Dorfer Öd und in südöstliche Richtung das Wurfbachtal.

Geologie

Überall gibt es Hinweise auf eiszeitliche Vergletscherungen. Geologisch finden sich verschiedenste Formationen wie dunkle Phyllite, Dolomit, Kalkglimmerschiefer oder Gneis.

Die Gletscher sind seit dem 19. Jahrhundert auch in diesem Tal stark zurück gegangen und liegen heute über 2 100 m ü. A..

Mineralien

Um 1918 löste sich vom Totenkopf ein riesiger Bergsturz, dessen Material auf dem flachen Gletscherausläufer des Rifflgletschers zu liegen kam. Das Gestein besteht aus peridotreichen Serpentiniten, in denen bisher über 100 Mineralien nachgewiesen werden konnten. Am bekanntesten sind die grünen Olivine, die sonst im gesamten Alpenraum nicht in der hier vorgefundenen Qualität anzutreffen sind. Auch die rhombendodekaedrischen Magnetite, die teils mehr als faustgroß auftreten, und auch die in diesem Fundbereich vorkommenden gelben und oft säuligen Apatite sind gesuchte Mineralien.

Energiegewinnung

Im Stubachtal liegen die ÖBB-Wasserkraftwerke Uttendorf, Schneiderau und Kraftwerk Enzingerboden, die zur Kraftwerksgruppe Stubachtal gehören.

Besiedlung

Durch die Erschließung für die Energiegewinnung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stieg die Bevölkerung von 276 Personen (1923) auf 582 (1951). Der Enzingerboden wurde so zu einer Dauersiedlung, in der sogar eine eigene Schule eingerichtet wurde.

Bilder

 Stubachtal – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen