Hauptmenü öffnen

Salzburgwiki β

Burg Plankenau

Die bewaldete Geländekuppe wo einst die Burg Plankenau stand.

Die Burg Plankenau liegt verfallen und vergessen auf einer Anhöhe Nähe der Liechtensteinklamm in der Pongauer Gemeinde St. Johann im Pongau.

Geschichte

Schon in der Bronzezeit und späten Jungeisenzeit dürfte der Platz der mittelalterlichen Besetzung in der Plankenau besiedelt gewesen sein. Davon zeugen Funde von Tongefäßen und die Anlage von unterirdischen Gängen im Burghügel mit Merkmalen, die auf diese Zeit schließen lassen.

Die Errichtung der Burg fällt vermutlich in das 11. oder 12. Jahrhundert. Die älteste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1155, in der Berthold von Pongau seinen Hof zu gleichen Teilen dem Salzburger Domkapitel und dem Stift Admont schenkte.

Die Burg Plankenau stand unmittelbar am Knie der Salzach und hatte auf Grund dieser günstigen Lage zweifellos den Verkehr im Salzachtal und den Eingang zum Großarltal beherrscht. Sie stand auf einer 3000 m² großen Plateaufläche und war von einer Umfassungsmauer begrenzt.

Die Burg Plankenau soll von Soldaten der Gräfin Margarethe Maultasch, der Herrin von Tirol und Kärnten, die über den Tappenkar in den Pongau eingebrochen waren, im Jahre 1327 zerstört worden sein. Diese immer wieder weitergegebene Geschichte konnte jedoch bisher nicht bestätigt werden und auch die Erwähnung eines Hermann von Plankenau aus dem Jahre 1372 läßt an der Wahrheit dieser Geschichte zweifeln.

Das Geschlecht der Pongauer dürfte nach Aussterben des Mannesstammes durch Heirat in das Geschlecht der Goldegger übergegangen sein. Die Herren von Goldegg waren auch im Besitz der Burg Wagrain und des Schlosses Goldegg.

Laut der Schilderung eines Forschers aus dem Jahre 1939 gab es im Inneren eines Turmes eine Steintreppe, die in die unterirdischen Gänge führte. Sie sollen eine Unmenge von Abzweigungen, Rundgängen und Sackstollen mit einer Gesamtlänge von 170 Metern gehabt haben. Ein wahres Labyrinth, das selbst erfahrene Höhlenforscher nicht ohne Plan und Kompass betraten.

Der salzachseitige Eingang war bereits vor dem Ersten Weltkrieg eingestürzt. Ein weiterer Eingang wurde mit Pfosten gestützt um die unterirdischen Gänge zugänglich zu machen. Nach dem Ersten Weltkrieg stürzte aber auch hier der äußerste Gangteil ein und man konnte nur mehr über den Schutt kriechend hinein gelangen. Im Frühjahr 1931 brach auch dieser letzte Zugang völlig in sich zusammen.

Heute sind diese alten Gänge völlig verlegt und unzugänglich. Mauerreste wurden nach und nach abgetragen und für andere Bauten in der Nähe verwendet

Quellen