Bronzezeit

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Die Epoche der Bronzezeit (2200–1200 v. Chr.) bescherte Salzburg als Zentrum des Kupferbergbaus in den Ostalpen eine erste wirtschaftliche Blüte.

Funde

In Mitterberg bei Mühlbach am Hochkönig und in den benachbarten Bergbaugebieten im Bereich Bischofshofen - Götschenberg wurden bis ca. 700 v. Chr. mehr als 20 000 Tonnen Kupfer gefördert.

Ein 3 600 Jahre altes Grab (also 1600 v.Chr.) mit seltenem Bronzeschmuck wurde im Mai 2014 am Fuß des Untersbergs im Bereich von Großgmain-Marzoll gefunden[1]. Es ist der bisher älteste Grabfund in Salzburg. In Bischofshofen datieren die ältesten um 1300 v. Chr.).

Auf dem Schlossberg von Taxenbach ist ein e Niederlassung dieser Menschen gewesen. Beim Forsthaus wurden zwei bronzene Armreifen, in Högmoos Tongeschirr aus der Bronzezeit gefunden[2].

Im Herbst 2009 machten Archäologen einen Sensationsfund. Bei Grabungen am Mitterberg entdeckte man am Troiboden in 1 700 m ü. A. eine alte Holzkiste. Diese etwa einen mal einen Meter große Kiste ist ein Werkskasten, der auf das 10. bis 15. Jahrhundert vor Christus datiert wird. Der Torfboden konservierte nicht nur das Holz, sondern auch die darin befindliche Mechanik.

Kasten und Wasser bildeten für die Bergleute der Bronzezeit ein Spezialgerät. Damit konnten verschieden schwere Sedimentgesteine gesiebt werden - Erze konnte somit gewonnen werden.

Man nimmt an, dass zur Bronzezeit mehrere Hundert Bergarbeiter am Troiboden werkten. Es war ja das größte Kupfererzbergwerk Mitteleuropas gewesen!

6 000 Jahre alte Siedlung entdeckt

Archäologen des Bundesdenkmalamtes haben im Herbst 2011 in der Stadt Salzburg bei Ausgrabungen auf der Baustelle für die neue S-Bahnhaltestelle Salzburg-Liefering Reste einer 6 000 Jahre alten Siedlung entdeckt. Darüber hinaus konnte erstmals in Salzburg ein „Schwertgrab“ aus der Spätbronzezeit freigelegt werden. Insgesamt wurden rund 150 Einzelfunde freigelegt.

Die Stadtteile Maxglan und Liefering gelten generell als geschichtsträchtiger Boden. Wir wurden in unserer Vermutung bestätigt, dass diese Gegend als landwirtschaftliche Fläche genutzt wurde. Überraschend waren für uns aber Funde aus einer steinzeitlichen Siedlung, wie zum Beispiel verschiedene Keramikfragmente“, erklärte Peter Höglinger, Archäologe des Bundesdenkmalamtes Salzburg, am 24. Oktober 2011 bei der Präsentation der Fundstücke. Anhand der Machart konnten die Fundstücke einer steinzeitlichen Kulturgruppe zugeteilt werden - der Münchshofener Kultur. Diese stellten in diesem Raum die frühesten Kupfergeräte her.

Die Archäologen entdeckten aber auch noch eine zweite, bisher völlig unbekannte Fundstelle. Dabei handelte es sich um einen Friedhof aus der Spätbronzezeit, und zwar aus dem 12. Jahrhundert vor Christus. „Erstmals konnten wir in Salzburg ein sogenanntes Schwertgrab aus dieser Zeit freilegen, das wir auf dem mehr als zwei Kilometer langen Baufeld entdeckt haben. Dabei fanden wir eine Urne mit Spuren menschlicher Überreste. In der Urne befanden sich auch eine Art Trink- und Schöpfgefäß aus Ton sowie ein Schwert aus Bronze. Das Schwert deutet als Statussymbol darauf hin, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen Mann aus der sozialen Oberschicht handelte. Insgesamt konnten wir zwei solcher Gräber freilegen, Brandbestattungen waren in der sogenannten Urnenfelderzeit üblich“, so der Archäologe.

Weiterführend

Für Informationen zu Bronzezeit, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle: ORF online
  2. Quelle Salzburgwiki-Beitrag Taxenbach
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