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Claudia Schmidt

Claudia Schmidt

Mag.a [1] Claudia Schmidt (* 26. April 1963 in Salzburg) ist eine ehemalige Salzburger Politikerin der ÖVP, insbesondere ehemalige EU-Parlamentarierin und Salzburger Stadträtin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Ausbildung und Beruf

Aus einem Lehrerhaushalt kommend, maturierte Schmidt 1981 am Musischen Gymnasium in Salzburg. In der Folge verschlug es sie nach einem Ausflug an die Medizinische Universität Innsbruck nach Salzburg. Wie ihre Eltern schlug sie nun eine pädagogische Universitätsausbildung ein und studierte erst an der hiesigen Universität Pädagogik, dann von 1987 bis 1989 sie an der Universität Wien Pädagogik und Sonder- und Heilpädagogik.

Schmidt arbeitete etliche Jahre für die Lebenshilfe Salzburg. Zuerst war sie als heilpädagogische Leiterin (19891996), danach mit dem Aufbau der Behindertenanwaltschaft (1996–2000) innerhalb der Lebenshilfe und seit 2000 als Leiterin der Abteilung für Organisation und Verwaltung bei der Lebenshilfe beschäftigt.

Politik

Kommunalpolitikerin

Seit 1999 war Schmidt Mandatarin der ÖVP im Salzburger Gemeinderat, ab 2004 Klubobfrau des ÖVP-Gemeinderatsklubs.

Wegen ihres beruflichen Hintergrundes hatte sie auch ursprünglich das Sozialressort für die ÖVP beansprucht. Nach der Gemeinderatswahl 2009 wurde es aber das Bauressort. Während ihrer fünfjährigen Amtszeit verwirklichte die Bauabteilung der Stadt verschiedene Großprojekte − den Neubau des AYA-Bades in der Alpenstraße, den Bau einer neuen Salzachbrücke, die Einführung neuer Technologien bei der städtischen Beleuchtung und Ampelsteuerung und die erfolgreiche Implementierung einer im Vorfeld heiß diskutierten Verkehrsregelung in der Innenstadt.

Im Frühjahr 2014 wurde Schmidt als „Kandidatin des Westens“ (Österreichs) für das Europäischen Parlament nominiert.

Nach der Gemeinderatswahl 2014 zog sie zwar in das Stadtparlament ein, ließ sich aber sogleich beurlauben, um sich ihrer neuen Aufgabe zu widmen.

Europaabgeordnete

Von Juli 2014 bis 2019 war sie Abgeordnete zum Europäischen Parlament. Für die Europawahl 2019 wurde sie von ihrer Partei nicht mehr aufgestellt.[2]

2018: Umstrittenes Posting

Nach Kritik – nicht nur vonseiten der Opposition, sondern auch vonseiten der eigenen Parteiführung, hatte sie ein Mitte August 2018 umstrittenes Facebook-Posting zum Thema Migration und andere Kulturen gelöscht und sich für „Fehler“ entschuldigt. „Es ist und war nicht meine Absicht jemand zu verletzen oder gar rassistisch zu beleidigen“, beteuerte die Salzburgerin in dem sozialen Netzwerk.

In dem Posting hieß es unter anderem mit Blick auf das Thema Migration: „Wenn wir aber unsere Gesellschaft so wie sie ist bewahren wollen, dann können wir keine Einwanderung aus Afrika zulassen. Es ist kindlich naiv zu glauben, dass ausgerechnet diejenigen Menschen, deren Kulturen nichts anderes produzieren als Leid, Verfolgung, Unterdrückung und Perspektivenlosigkeit einen positiven Beitrag für Europa leisten können. Afrikaner wollen nicht wie wir Europäer denken und arbeiten, aber gerne wie wir Europäer leben.“ Der „massenweise Import von Stammeskulturen und Clandenken“ sei „ein sicherer Weg für eine Veränderung zum Schlechteren“ in Europa. Die „Gewaltbereitschaft und das hohe Aggressionspotential dieser Kulturen“ sei bekannt, fügte Schmidt hinzu. „Weder die afrikanische noch die moslemische Kultur sind kompatibel mit unserer Kultur.

Nachher

Nach ihrem Ausscheiden aus dem Europäischen Parlament gönnt sich Schmidt erst einmal einen längeren Urlaub in Griechenland; denn mehr als eine Woche Urlaub am Stück habe sie in den vergangenen zehn Jahren nie geschafft. Über ihre berufliche Zukunft hatte sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht entschieden.[3]

Quellen

  • ehemalige Website von Claudia Schmidt, abgerufen 2009
  • ÖVP Salzburg, abgerufen 2009
  • www.salzburg24.at, umstrittenes Posting, abgefragt am 17. August 2018
  • Wikipedia

Einzelnachweise

  1. Bis 2006 war "Magister" (männlich) bzw. (seit 1993) "Magistra" (weiblich) der übliche akademische Grad für die meisten Studien auf Master-Niveau. "Mag." ist die gesetzliche (§55 Universitätsgesetz 2002) Abkürzung sowohl für "Magister" als auch für "Magistra", wohingegen aber auch (aus gleichstellungspolitischen Motiven) die Abkürzung "Mag.a" für "Magistra" propagiert und verwendet wird.
  2. Quelle Salzburg24.at abgefragt am 20. Jänner 2019
  3. Salzburger Nachrichten, 24. Mai 2019: EU-Wahl: Wer schafft den Sprung nach Brüssel? (Heidi Huber)