Danja Haslacher

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Danja Haslacher

Danja Franziska Haslacher (* 21. Dezember 1970 in Thalgau im Flachgau) arbeitet als bautechnische Zeichnerin und war einige Jahren erfolgreich im Behindertensport um Medaillen mitgefahren.

Biographie

Die braunhaarige und blauäugige Danja Haslacher wird am 21. Dezember 1970 in Salzburg geboren. Sie besuchte die Volks- und die Hauptschule, sowie den Polytechnischen Lehrgang in Thalgau. Danja Haslacher startete eine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau, der Unfall im zweiten Lehrjahr führte dazu, nach Abschluss im Jahr 1989 eine neuerliche Ausbildung zu beginnen. Sie arbeitet als Bautechnische Zeichnerin bei der Wildbach- und Lawinenverbauung, mit Abschluss der Ausbildung 1992, und ist hier noch immer tätig.

Unfall

Bei einem Motorradunfall am 10. Juni 1988 auf dem Weg zur Arbeit verlor Danja Haslacher ihren linken Unterschenkel und war damit Knieexamputiert. Sie verbrachte acht Wochen im Unfallkrankenhaus Salzburg, davon drei auf der Intensivstation. Anschließend fuhr Danja Haslacher zu Rehabilitation nach Bad Häring in Tirol.

Sportliche Karriere

In der Saison 1994/1995 begann die sportliche Karriere von Danja Haslacher als Skirennläuferin. Sie fuhr in der Stehend Klasse Ski, unter der Kategorie LW2 (hängt vom Grad der Behinderung ab) in allen Disziplinen.

Aufgrund der großen Erfolge in Salt Lake City (USA) wurde sie 2002 zur Behindertensportlerin des Jahres gekürt.

Durch mehrerer Skiunfälle war es in den letzten Jahren immer schwieriger geworden, und deshalb musste sie ihre Teilnahme an mehreren Großereignissen absagen. Der erste Unfall ereignete sich auf dem Stubaier Gletscher im November 2009, bei dem sie sich einen einem Schienbeinkopfbruch und dreifachen Schienbeinbruch zuzog. Damit war es ihr nicht mehr möglich, bei den Paralympics 2010 in Vancouver (Kanada) 2010 an den Start zu gehen.

Der zweite Unfall im Oktober 2012, ebenfalls auf dem Stubaier Gletscher, brachte ihr einen Schien- und Wadenbeinbruch bei einem Trainingslauf.

Aufgrund ihrer letzten Verletzung im Dezember 2013, eine Absplitterung des Schienbeinkopfes bei einem Trainingslauf in Innerkrems in Kärnten, war es ihr nicht mehr möglich an den Paralympics 2014 in Sotschi (Russland) teilzunehmen.

Karriereende

Am 3. März 2014 verkündete Haslacher aufgrund der oben erwähnten Verletzung ihren Rücktritt vom Skisport. "Leider habe ich in den letzten vier Jahren ständig ähnliche Verletzungen erlitten. Ich habe mich immer wieder zurückgekämpft. Jetzt habe ich keine Kraft mehr. Es ist extrem schade, nicht nach Sotchi fahren zu können, da ich auf einem guten Weg war und eigentlich auf Sieg fahren wollte."[1]

Erfolge

Größter Erfolg

  • 1. Rennen: Europacup Aosta 1994/1995: RTL: 3. Platz

Wichtigste Erfolge

  • Paralympische Winterspiele Nagano, Japan, 1998: RTL und Super-G: 1. Platz
  • Paralympische Winterspiele Salt Lake City, USA, 2002: Abfahrt, RTL und Slalom: 1. Platz
  • Paralympische Winterspiele Turin, Italien, 2006: Super G: 3.Platz
  • Weltmeisterschaft Lech, Österreich, 1996: Super G und RTL: 3. Platz
  • Weltmeisterschaft Anzere, Schweiz, 2000: Abfahrt; RTL und Slalom: 2. Platz
  • Weltmeisterschaft Wildschönau, Österreich, 2004: Super G: 1. Platz Abfahrt und RTL: 2. Platz
  • Weltmeisterschaft High 1, Korea, 2009: Super G: 2. Platz; Team: 2. Platz

Sonstige gute Ergebnisse

  • 1998/1999 Weltcup Wildschönau: Slalom: 1. Platz
  • 2000/2001 Weltcup Salt Lake City: Abfahrt: 1. Platz
  • 2001/2002 Weltcup Queyras: RTL: zweimal 1. Platz
  • 2001/2002 Weltcup Kimberley: RTL: 1. Platz und Super-G: zweimal 1. Platz
  • 2001/2002 Weltcup-Gesamtsieg, Weltcup-RTL und Weltcup-Super-G-Gesamtsieg
  • 2002/2003 Weltcup Wildschönau: RTL: 1. Platz und Slalom: 1. Platz
  • 2003/2004 Weltcup Kimberley: RTL: zweimal 1. Platz
  • 2003/2004 Weltcup Sestriere: Super G: 1. Platz
  • 2003/2004 Weltcup-Gesamtsieg, Weltcup-RTL Gesamtsieg
  • 2004/2005 Weltcup Steamboat Springs: RTL: 1. Platz
  • 2004/2005 Weltcup Kimberley: Super G: 1. Platz
  • 2004/2005 Weltcup Fendels: Slalom: 1. Platz und Super G: zweimal 1. Platz
  • 2004/2005 Weltcup-Super-G Gesamtsieg
  • 2006/2007 Weltcupgesamt: 3. Platz, Weltcup-Super G: 3. Platz
  • 2008/2009 Weltcup-Super-G: 3. Platz[2]

Hobbies

Wenn Danja Haslacher nicht gerade für ein Rennen trainiert oder an einem teilnimmt, hat sie Zeit für ihre anderen Hobbies: "Mountainbiken, Skifahren natürlich, Schwimmen, Lesen, Tanzen, Musik und Fitness Studio."[3]

Danja Haslacher ist unverheiratet und kinderlos.

Quellen

Einzelnachweisn