Erbhöfe im Tennengau

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Erbhöfe im Tennengau sind bäuerliche Betriebe im politischen Bezirk Hallein (Tennengau), die nach dem Salzburger Erbhofgesetz zum Erbhof ernannt wurden.

Allgemeines

Ein bäuerlicher Betrieb, der mindestens 200 Jahre innerhalb derselben Familie im Mannes- oder Frauenstamm vererbt wurde, kann im Bundesland Salzburg zum Erbhof ernannt werden.

Die Ernennung zum Erbhof erfolgt nach dem Erbhofgesetz. Nach diesem kann auch ein Hof, der von Seitenverwandten mehr als zweiten Grades nicht im Kaufwege erworben, sondern an diese ebenfalls vererbt worden ist, zum Erbhof werden. Eine weitere Voraussetzung ist, dass der bäuerliche Betrieb mit einem Wohnhaus versehen und vom Eigentümer selbst bewirtschaftet wird. Im Salzburger Land gibt es mehr als 1 000 Erbhöfe.

Ältester Erbhof im Land Salzburg

Der derzeit älteste bekannte Erbhof im Bundesland Salzburg ist das Schnitzhofgut in Abtenau. Es befindet sich seit dem Jahr 1331 im Besitz der Familie Schnitzhofer.

Liste der Erbhöfe im Tennengau

Auswahl

  • das Schnitzhofgut in Abtenau, seit 1331 im Besitz der Familie Schnitzhofer
  • das Quehenberggut der Familie Quehenberger in Abtenau (mindestens seit 1398 in Familienbesitz)[1]
  • der Erbhof Wildau in Lungötz, Lammertal, seit ca. 1732 im Besitz der Familie Quehenberger (www.wildau.at)
  • das Oberschweiggut der Familie Krallinger in St. Martin am Tennengebirge (seit 1761), verliehen 2010
  • das Schöngut der Familie Wintersteller-Hofstätter in Oberalm (1788)[2]
  • das Oberpremgut der Familie Brüggler-Schöpp in Krispl (1720)[2]
  • das Auergut der Familie Strubreiter in Scheffau am Tennengebirge (1614)[2]

Siehe auch

Anzahl der Erbhöfe in den Gemeinden

Gemeinde Anzahl der Erbhöfe April 1998[3] Gesamtzahl d. land- und forstw. Betriebe 1990 [4]
Abtenau 13 383
Adnet 5 155
Annaberg 4 133
Golling an der Salzach 6 109
Hallein 1 133
Krispl 13 78
Kuchl 14 262
Oberalm 0 53
Puch bei Hallein 10 83
Rußbach am Paß Gschütt 0 63
St. Koloman 12 130
Scheffau am Tennengebirge 3 107
Bad Vigaun 13 91
gesamt 90 1 780

Quellen

Einzelnachweise

  1. Friederike Zaisberger, Geschichte Salzburgs. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1998, ISBN 3-486-56351-3, und Verlag für Politik und Geschichte, Wien 1998, ISBN 3-7028-0354-8 S. 144.
  2. 2,0 2,1 2,2 Salzburger Landeskorrespondenz vom 26. Jänner 2016
  3. DWORSKY, A. und H. SCHIDER (Hrsg), Die Ehre Erbhof. Analyse einer jungen Tradition. - Schriftenreihe des Landespressebüros, Sonderpublikationen, Bd. Nr. 26. - Landespressebüro. Salzburg, 1980. Ergänzungen: Amt der Salzburger Landesregierung. Präsidialabteilung; Stand 04/98.
  4. ÖSTAT (ISIS), Land- und forstwirtschaftliche Betriebszählung 1990.