Annaberg-Lungötz

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Karte
Karte 5524.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Hallein (HA)
Fläche: 61,01 km²
Geografische Koordinaten: 47° 31' N, 13° 25' O
Höhe: 777 m ü. A.
Einwohner: 2 203 (1. Jänner 2018)
Postleitzahl(en): 5524 Annaberg,
5523 Lungötz
Vorwahl: 0 64 63
Gemeindekennziffer: 5 02 03
Gliederung Gemeindegebiet: drei Katastralgemeinden
Gemeindeamt: Gemeindeamt Annaberg-Lungötz
5524 Annaberg-Lungötz
Offizielle Website: www.annaberg-lungoetz.at
Geografische Karte der Gemeinde:
Politik
Bürgermeister: Martin Promok (SPÖ)
Gemeindevertretung (2019): 17 Mitglieder: 7 ÖVP,
6 SPÖ, 4 FPÖ
Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 1 060
1880 1 081
1890 1 112
1900 1 096
1910 1 199
1923 1 210
1934 1 362
1939 1 379
1951 1 635
1961 1 785
1971 1 982
1981 2 052
1991 2 176
2001 2 296
2011 2 270
2018 2 203
Volksschule
Hauptschule Annaberg
Postwirt in Annaberg
Pfarrkirche St. Anna
Friedhof
Kriegerdenkmal bei der Pfarrkirche
Abtenau und Annaberg

Annaberg-Lungötz ist die südöstlichste Gemeinde im Tennengau.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde befindet sich zwischen dem Tennengebirgeim Westen und dem Gosaukamm im Osten im oberen Lammertal. Markant im gesamten Gemeindegebiet zu sehen ist die Bischofsmütze. Mehrere Almen sind im Sommer beliebte Ausflugsziele. Als Urlaubsort gehört er zur Skiregion Dachstein West mit Winterfremdenverkehr.

Gemeindegliederung

Annaberg-Lungötz besteht aus den Katastralgemeinden Annaberg, Neubach und Gappen. Neubach und Gappen bilden das Ortsgebiet Lungötz.

Die Gemeinde Annaberg-Lungötz gliedert sich in die folgenden Ortschaften:

Anmerkung: In kursiver Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften zum 1. Jänner 2018 angegeben.[1]

Eingemeindungen

Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt im Norden an Abtenau, im Westen an Werfenweng, im Südwesten an Hüttau, im Südosten an die Filzmoos und im Osten an die oberösterreichische Gemeinde Gosau.

Religionen

Pfarrkirche St. Anna

Hauptartikel: Pfarrkirche St. Anna

Kirche Lungötz

Hauptartikel: Kirche Lungötz

Mit der Errichtung einer Schule sowie Gründung einer eigenen Feuerwehr und einer Musikkapelle entwickelte sich der Ortsteil Lungötz immer mehr zum Mittelpunkt. 1961 begann man mit dem Bau einer eigenen Kirche nach Plänen des Architekten Robert Posch aus Abtenau.

Geschichte

Der Ort hieß ursprünglich St. Anna im Berg oder St. Anna in der Zimmerau, dem alten Namen für das hintere Lammertal. Daraus entstand der Gemeindename Annaberg, der im Jahr 1951 zu Annaberg im Lammertal erweitert wurde.[2] Mit 3. Dezember 1991 wurde der Gemeindename durch Beschluss der Salzburger Landesregierung von "Annaberg im Lammertal" in "Annaberg-Lungötz" geändert.

Erstmals genannt wurde das Lammertal in der Schenkungsurkunde von 1124, mit der Erzbischof Konrad I. das linke Lammerufer an das Kloster St. Peter übertrug. Im Zuge der Vertreibung der Salzburger Protestanten mussten um 1732 auch rund 250 Einwohner der Ortschaften Annaberg] und Lungötz ihre Heimat verlassen. Von 1750 bis 1752 wurde auf dem Grund des Gutes Zimmerau die Vikariatskirche St. Anna am Berg errichtet. Nach ihrer Fertigstellung wurde diese dem Stift St. Peter inkorporiert, womit die Gründung der eigenen Pfarre Annaberg, verbunden mit der Abtrennung von der bisherigen Mutterpfarre Abtenau, abgeschlossen war. Aus dem Kirchennamen entwickelte sich bald der Name "Annaberg", der den bisherigen Namen "Zimmerau" verdrängte. Als politische Gemeinde entstand Annaberg, noch ohne die Ortschaft Lungötz, am 4. Juni 1849.

Annaberg gehörte über Jahrhunderte hinweg zum Pongau und wurde erst nach Gründung der Bezirkshauptmannschaft Hallein im Jahr 1896 dem dadurch neu entstandenen Tennengau angegliedert.

1926 erwarb Matthias Kaindl gemeinsam mit seiner Frau Maria die bereits 1602 in einem Urbar des Erzstifts St. Peter genannte "Lungötzsäge". Daraus entwickelte sich das Kaindlwerk (Erzeugung von Spanplatten), das heute in Lungötz rund 340 Mitarbeiter beschäftigt und damit einer der größten Arbeitgeber der gesamten Region. Der Ortsteil Lungötz konnte sich überhaupt erst mit der Gründung des Werkes zu einer eigenen Ortschaft entwickeln.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Musik

Vereine

Sportvereine

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die einzige Straße durch das Gemeindegebiet ist die Pass Gschütt Straße (B 166), die in Nord-Südrichtung verläuft.

Ansässige Unternehmen

Hotel Lämmerhof, Gasthof Postwirt ...

Öffentliche Einrichtungen

Rettungsorganisationen

Bildung

Der erste Schulunterricht wurde von Vikar Romuald Schallhammer im Jahre 1753 aufgenommen. Bis 1814 wurde das von den Vikaren der Seelsorgestelle beibehalten. Unterrichtsfächer waren Religion, Lesen und Schreiben. Von 1814 bis 1839 wurde der Schulunterricht vom jeweiligen Mesner im Mesnerhaus abgehalten. 1838 wurde unter Mithilfe des Erzstifts St. Peter mit dem Bau eines Schulgebäudes begonnen.

Bereits ein Jahr später konnte das neue Schulhaus von Schulprovisor Peter Liebacher bezogen werden. Die Schülerzahl betrug 80 Werktagsschüler und 30 Feiertagsschüler.

Die Einführung der achtjährigen Schulpflicht im Jahre 1869 brachte Probleme mit sich. Einerseits war die Gemeinde nicht imstande die finanziellen Mittel für den Bau einer Schule aufzubringen, in der alle Kinder Platz fänden, andererseits traf die Schulpflicht auf Ablehnung in der bäuerlichen Bevölkerung.

Erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde zu einem regelmäßigen Schulunterricht übergegangen. 1949 wurde die Schule dreiklassig geführt und drei Jahre später bereits vierklassig. 1966 wurde im bisherigen Schulgebäude eine Hauptschule eingerichtet und mit dem Bau einer neuen Volksschule begonnen, welche am 29. September 1969 eingeweiht wurde.[3]

Politik

Obwohl die Gemeinde Annaberg schon am 4. Juni 1849 gegründet wurde, scheint bis 1873 kein Bürgermeister oder Gemeindevorstand auf.

Bürgermeister

Hauptartikel: Bürgermeister der Gemeinde Annaberg-Lungötz

Wappen

Am 11. Februar 1972 erhielt Annaberg im Lammertal von der Salzburger Landesregierung in einem Festakt das folgende Gemeindewappen verliehen:

In rotem Schild zwei aufwärts gekreuzte goldene Schlüssel über einem aufragenden silbernen Gebirgsmassiv, welches unten mit einer goldbegrifften blauen Säge belegt ist.

Die Schlüssel im Wappen verweisen auf die kirchliche Unterstellung gegenüber dem Stift St. Peter. Die Säge stellt einen Bezug zu den holzverarbeitenden Betrieben des Ortes dar, während das Gebirgsmassiv den Gosaukamm mit der Bischofsmütze zeigt.

Auszeichnungen der Gemeinde

Ehrenbürger

Hauptartikel: Ehrenbürger der Gemeinde Annaberg-Lungötz

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne der Gemeinde

Hauptartikel: Töchter und Söhne der Gemeinde Annaberg-Lungötz
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Bilder

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Weblinks

Quellen

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria
  2. LGBl. Nr. 24/1951.
  3. Ortschronik der Gemeinde Annaberg, Ausgabe 1989
Städte und Gemeinden im Tennengau
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Über dieses Bild

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