Faulbaum

Aus Salzburgwiki
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Der Faulbaum (Frangula Alnus Mill.) zählt zu den Kreuzdorngewächsen (Rhamnaceae), wird auch Amselbaum, Pulverholz und Zapfenholz genannt und zählt zu den Giftpflanzen, die im Bundesland Salzburg vorkommen.

Beschreibung

Er entwickelt sich je nach Standort als Strauch oder Baum mit besenförmiger Krone, der bis zu vier Meter groß wachsen kann. Seine wechselständigen Blätter sind eiförmig und ganzrandig. Die kleinen grünlichweißen Blüten erscheinen in blattachsenständigen Trugdolden. Er blüht vom Mai bis September. Die beerenähnlichen Steinfrüchte sind anfangs grün gefärbt, färben sich anschließend rot und zuletzt schwarz. Sie sind 3-kernig und kaum erbsengroß und reifen im Juli. Die Rinde junger Bäume erscheint grün überlaufen, im Alter weist sie auffällig helle Korkwarzen auf und wird graubraun. Das Holz weist einen schmalen gelben Splint mit leuchtend rotem Kern auf.

Standort

Der Faulbaum wächst an feuchten und an trockenen Standorten in Wäldern, an Waldrändern, in Heckenlandschaften, in Parks und ist ein in Mooren wie dem Naturschutzgebiet Zeller See häufig vorkommender Strauch, bzw. Baum. Er erträgt sowohl Frost als auch starke Verschattung.

Giftige Pflanzenteile und Vergiftungserscheinungen

Die ganze Pflanze ist giftig, wobei vor allem die Rinde, die Blätter und die Beeren zu erwähnen sind. Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit, Erbrechen, Koliken, blutige Durchfälle und schließlich der Kollaps.

Quellen

  • Gottfried Amann: Bäume und Sträucher des Waldes, Neumann Verlag, Melsungen, 13. Auflage, 1980
  • Giftpflanzen. Ein Begleiter für Eltern und Interessierte. HG Salzburger Bildungswerk, Salzburg, 2011