Fischtreppe

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Fischtreppe beim Kleinkraftwerk an der Fuschler Ache in Thalgau-Oberdorf
Fischtreppe des Sohlstufenkraftwerkes in Lehen, Einmündung der Fischtreppe in die Glan

Fischtreppen sollen heimischen Fischen wieder das Laichen in höher gelegenen Teilen von Flüssen oder Bächen ermöglichen, die durch Kraftwerksanlagen zur Stromerzeugung verbaut wurden.

An der Salzach

Beim Kraftwerk Urstein an der Grenze Flachgau-Tennengau an der Einmündung der Königsseeache wurde 2004 um 2,8 Millionen Euro eine Fischtreppe erbaut. Doch bis zum Herbst 2010 blieb sie unbenutzt, konkret: ohne Wasser. Man konnte sich nicht einigen, wer die 400 Sekundenliter Wasser bezahlt, um ihn zu dotieren. Die Errichtung der Fischtreppe wurde den Betreibern des Gewerbeparks Urstein als Ausgleichsmaßnahme vorgeschrieben.

Laut EU-Wasserrahmenrichtlinie hätte die Salzburg AG als Betreiber des Kraftwerks bis 2015 ohnehin eine Fischtreppe errichten müssen. Diese weigert sich nun aber, für die Kosten des Wassers aufzukommen. Was Landesumweltanwalt Wolfgang Wiener ärgert, da er ...von Anfang an es als indiskutabel empfunden hatte, dass man eine Fischtreppe baut und sie nicht betreibt, weil derjenige, der sie eigentlich betreiben müsste [Anmerkung: die Salzburg AG], Geld dafür verlangt, statt zu sagen, danke, dass ihr mir die Fischtreppe gebaut habt....

Martin Jager von der Salzburg AG argumentiert damit, dass die Salzburg AG bei allen Salzachkraftwerken bis 2015 diese vorgeschriebenen Fischaufstiege baue. Nur jene beim Kraftwerk Urstein eben aber den Betreibern des Gewerbeparks Urstein gehöre. Er meinte weiters, nach der behördlichen Abnahme würde die Salzburg AG auch diese Fischtreppe übernehmen. Auf die Frage, weshalb dies so lange dauert, meinte Jager ... wenn es keinen zeitlichen Druck gibt, sucht sich jedes Unternehmen den betriebswirtschaftlichen günstigsten Moment aus.... Dies ist die nun letzte gesetzte Frist des Gewässerschutzes, nämlich der 31. Dezember 2010.

Schon bei der Genehmigung des Kraftwerks Gamp, dessen Eröffnung 2007 war, wurde per Bescheid festgelegt, dass die Salzburg AG das Wasser für die Fischtreppe beim Kraftwerk Urstein kostenlos zur Verfügung zu stellen hat. Die jährlichen Betriebskosten für die Fischtreppe Urstein beziffert die Salzburg AG mit 11.000 Euro.

Für diese Treppen müssen auch elektronische Steuergeräte eingebaut werden, die nach Angaben der Salzburg AG beim Kraftwerk Urstein allerdings schon nicht mehr funktionsfähig sein sollen. Insgesamt rechnet die Salzburg AG mit drei Millionen Kosten für, wie sie, meint .. ein Millionen teures Projekt, das uns aufs Auge gedrückt wurde. Die Fischpässe allein kosten die Salzburg AG 800.000 Euro.

Weitere Fischtreppen

Quellen