Franz Freundlinger

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ökonomierat Franz Freundlinger

Ökonomierat Franz Freundlinger (* 21. März 1888 in Hallwang; † 31. Jänner 1973) war Landtagsabgeordneter, Klubobmann des ÖVP-Landtagsklubs (1945-1954) und Landesjägermeister von Salzburg, Obmann des Milchhofes Salzburg, Vizepräsident der Salzburger Landwirtschaftskammer, Aufsichtsratvorsitzender des Raiffeisenverbandes Salzburg, Bürgermeister der Gemeinde Hallwang und Bauer zu Vordermatzing am Heuberg.

Leben und Wirken

Franz Freundlinger wurde als Sohn der Eheleute Johann und Viktoria Freundlinger in Hallwang geboren. Seine Eltern bewirtschafteten das Gut Vordermatzing am Heuberg.

Im Jahre 1910 heiratete Franz Freundlinger seine Ehefrau Elisabeth und übernahm im selben Jahr auch den elterlichen Hof zu Matzing bei Esch in Hallwang, der im Volksmund auch "Reichertbauer" genannt wird. Franz Freundlinger setzte sich sehr intensiv für das Land Salzburg und für die Salzburger Bauernschaft ein. Er war unter anderem Obmann des Milchhofes Salzburg, Vizepräsident der Salzburger Landwirtschaftskammer und 18 Jahre lang Abgeordneter zum Salzburger Landtag. Weiters übte Franz Freundlinger das Amt des Landesjägermeisters von Salzburg aus und war Aufsichtsratvorsitzender des Raiffeisenverbandes Salzburg.

Auch in seiner Heimatgemeinde Hallwang war Franz Freundlinger im gesellschaftlichen und politischen Leben sehr aktiv. Er war unter anderem Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Hallwang, der Jagdgesellschaft Hallwang und Vorstand und Gründungsmitglied der Raiffeisenkasse Hallwang, die im Jahre 1924 gegründet wurde. Zu dieser Zeit hatte Franz Freundlinger auch das Bürgermeisteramt von Hallwang inne, welches er in den Jahren von 1922 bis 1925 ausübte.

Besonders verdienstvoll wirkte Franz Freundlinger bei der Regulierung und Verlegung des Söllheimerbaches in Hallwang. Die "Vereinigung der Söllheimer Wasserverbauung" nahm im Jahre 1925 bei der frisch gegründeten Raiffeisenkasse Hallwang ein Darlehen für die angestrebte Regulierung des Söllheimerbaches auf. Dieses Projekt war in einer Zeit arger Wirtschaftsnot ein bedeutsames Vorhaben und gleichzeitig eine Maßnahme gegen die Arbeitslosigkeit. Nach fünf Jahren Bauzeit konnte das Projekt im Jahre 1934 vollendet werden. Etwa 200 Hektar ehemaliges Sumpf- und Ödland konnten nach der Projektsvollendung der Bewirtschaftung zugeführt werden. Wegen seines verdienstvollen Wirkens in der Gemeinde Hallwang, auch wegen diesem Projekt, wurde Franz Freundlinger die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Hallwang verliehen.

Im Jahre 1965 übergab Franz Freundlinger nach 55-jähriger Selbstbewirtschaftung seinen Bauernhof in Matzing seinem Adoptivsohn und Neffen Johann Freundlinger, der die Landwirtschaft weiterführte.

Ökonomierat Franz Freundlinger bekam insgesamt sechs goldene Ehrenzeichen verliehen. Er verstarb am 31. Jänner 1973 und wurde am Friedhof der Pfarrkirche Hallwang St. Martin beigesetzt.

Quellen