Stockhaus (Fronfeste)

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Vorgängerbau der Justizanstalt – die Fronfeste, z. T. am Standort des heutigen Landesgerichts im Jahr 1907

Das Stockhaus, auch Fronfeste oder Criminalhaus genannt, stand im Süden des heutigen Kajetanerplatzes im Kaiviertel in der Altstadt von Salzburg, umfasste aber auch Teile des heutigen Justizgebäudes. Dieses Gefängnis für Schwerverbrecher musste 1907 dem Bau des Justizgebäudes weichen.

Geschichte

Der Bau wurde 1562 von Fürsterzbischof Johann Jakob Kuen von Belasy begonnen. 1590 unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau und nochmals 1648 unter Fürsterzbischof Paris Graf Lodron erweitert, diente es seit 1562 auch unter dem Namen Kriminalhaus am Theatinerplatz im Wesentlichen als Gefängnis.

An der Hauptfassade, die in Richtung Kaigasse ausgerichtet war, befand sich das Lodron'sche Wappen und später eine Tafel, die von König Maximilian I. Joseph von Bayern 1812 angebracht wurde. Damals wurde es immer noch als Gefängnis benutzt. Das Gebäude wurde 1906/1907 für den Bau des Salzburger Landesgerichtsgebäudes und für die Erweiterung des Kajetanerplatzes abgerissen.

Frühere Nutzung des Hauses vor 1562

Das Stockhaus wurde bis 1562 als Salzburger Hofbräuhaus genutzt, das auch als Kalten Brauhaus am Kai bekannt war. In späterer Zeit wurde räunmlich getrennt das Wirtshaus in Teilen des Gebäudes weitergeführt. In der Gebäudechronik von 1885 Zillner (Geschichte der Stadt Salzburg , 1. Band, S. 289) wird dieses Haus als "Kajetanerplatz 2" bezeichnet.

Schon unter Hans Elsenheimer, der Stadtrichter und Bürgermeister von Salzburg, Abgeordneter zum Landtag und Begründer des Hofbräus Kaltenhausen war, muss es an dieser Stelle ein Gebäude gegeben haben. Denn 1496 verkaufte Hans Elsenheimer III. 1498 das Haus um 1 500 Gulden an Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach, der darin das Kalte Brauhaus am Kai einrichtete.

Gerhard Ammerer und Harald Waitzbauer schreiben in ihrem Buch Wege zum Bier - 600 Jahre Braukultur, dass das Kalte Brauhaus am Kai neben dem bestehenden Kaltenhausener Lager (oder auch Ausschank) des Fürsterzbischofs eingerichtet wurde. Die zweite Quelle[1] erwähnt eine solche Trennung nicht. Später wurde aus dem Haus die Bräuhauskaserne.

Bildlinks

Quellen

Fußnoten

  1. 525 Jahre Hofbräu Kaltenhausen 1475 - 2000, Herwig Steinkellner, Alexander Prenninger, Herausgeber Hofbräu Kaltenhausen