Ignaz Blaschke Ritter von Reigersheim

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Hofrat Ignaz Blaschke Ritter von Reigersheim (* 15. August 1795 in Reigersdorf, Nordmähren [heute Rejchartice, Tschechische Republik]; † 28. Oktober 1871 in Saalfelden) war ein österreichischer Beamter sowie Wohltäter und Ehrenbürger der Stadt Salzburg.

Leben

Ignaz Blaschke war der Sohn eines Landwirts im nordmährischen Reigersdorf. Er besuchte die Volksschule seines Heimatortes und studierte in Wien und Graz. Nach Beendigung seiner Studien trat er in den Staatsdienst ein und erlangte durch eisernen Fleiß, Tüchtigkeit und treue Pflichterfüllung nach und nach hohe Ämter und Würden.

Von 1838 bis 1844 war er, nachdem er zuvor als Kreiskommissär[1]) beim Kreisamt des Innviertels in Ried gedient hatte, in gleicher Funktion beim Kreisamt für das Herzogthum Salzburg (in Salzburg) tätig. Von 1848 an war er Statthaltereirat in Salzburg. Nahezu zehn Jahre lang war er der Stellvertreter des Landeschefs (Statthalters oder Landespräsidenten) von Salzburg.

In Würdigung seiner Verdienste wurde er am 15. November 1852 zum Ehrenbürger der Stadt Salzburg ernannt und am 22. November 1853 von Kaiser Franz Joseph I. in den Adelsstand mit dem Prädikat „Ritter von Reigersheim“ erhoben.

Er blieb unverheiratet und lebte ganz für seinen Beruf. Auch im Ruhestand konnte er sich kaum von seinem Büro trennen.

Im Alter von 77 Jahren starb er in Saalfelden. Hier fand er auch seine letzte Ruhestätte.

Wohltätig schon zu Lebzeiten, hatte er in seinem Testament dem Schullehrer-Seminar, dem Witwen- und Waisenfonds, den Studenten Salzburgs, dem Dommusik-Fonds und anderen wohltätigen Vereinigungen namhafte Beträge vermacht. Bereits im Jahr 1866 hatte er er für die Mittelschule seines Geburtsortes eine Stiftung errichtet, die der besseren Bezahlung eines Lehrers und der Vergabe von Preisen an herausragende Schüler zu dienen bestimmt war; dies aus der Erwägung, „daß die Lage der Schullehrer auf dem Lande sehr nothdürftig und daß die Betheiligung der ausgezeichneten Schulkinder mit Preisen für die Anregung ihres Ehrgefühls und für ihre Aufmunterung zu einem guten sittlichen Betragen, zum Fleiße und zum guten Fortgange sehr dienlich und zweckmäßig ist“.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Es gab bei einem Kreisamt gewöhnlich vier Kreiskommissäre.