Johann Prodinger (Bürgermeister)

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Johann Prodinger (* 21. März 1912 in Bruck im Pinzgau; † 3. Februar 2000 in Mariapfarr) war Landwirt, Bürgermeister der Lungauer Gemeinde Mariapfarr und Abgeordneter (ÖVP) zum Salzburger Landtag.

Leben

Prodinger wuchs als Ziehkind am Mitterlinggut in Mariapfarr auf, welchen Hof er auch im Jahr 1935 übernahm.

Von 1941 bis 1944 leistete er Kriegsdienst in der deutschen Wehrmacht, von 1944 bis 1946 war er in Kriegsgefangenschaft.

Neben seiner Erwerbstätigkeit als Bauer nahm er während seines aktiven Erwerbslebens in zahlreichen Funktionen am öffentlichen Leben teil.

Von 1949 bis 1972 bekleidete er das Amt des Bürgermeisters von Mariapfarr. In dieser Funktion betrieb er wesentlich die Kanalisierung sowie die Errichtung des Schwimmbades und der Wasserleitung; er war auch an der Rekonstruktion der Musik und der Freiwilligen Feuerwehr beteiligt. Sein Einsatz war immer auch durch Bereitschaft zur persönlichen Risikoübernahme in für Gemeindefinanzen schwierigen Zeiten geprägt.

Er gehörte dem Salzburger Landtag vom 9. Dezember 1949 bis zum 19. Juni 1964 an. Hier war er etwa Mitglied des Finanz-, des Verfassungs-, des Landwirtschafts- und des Finanzüberwachungsausschusses.

Von 1951 bis 1963 war er Bezirksobmann-Stellvertreter des Salzburger Bauernbundes für den Lungau.

Prodinger erwarb sich Verdienste um das Raiffeisenkassenwesen und um die wechselseitige Versicherung Mariapfarr, war auch in der damaligen Anstalt für die bäuerlichen Zuschussrenten und in verschiedenen Organisationen tätig, die sich mit Streitschlichtungen und mit Verhandlungen im bäuerlichen Bereich befassten. Einen besonderen Namen machte er sich als Obmann der Taurachregulierung.

Ehrungen

Quellen

Zeitfolge