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Josef Wartinger

Stolperstein für Josef Wartinger in der Muhrgasse Nr. 11

Josef Wartinger (* 6. Februar 1897 in Kirchberg-Thening bei Linz (Oberösterreich); † 30. Juli 1943 in Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim (ermordet)) war ein Opfer des Nationalsozialismus in Salzburg.

Leben

Wartinger verdiente sich seinen Lebensunterhalt als Maurerpolier. Gemeinsam mit seiner Gattin lebte er im Salzburger Stadtteil Itzling, in der Muhrgasse Nr. 11. Politisch war er sehr aktiv. Zunächst leitete Wartinger den Republikanischen Schutzbund von Itzling und war Funktionär der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Ebenso gehörte er der Freien Gewerkschaft Sektion Bauarbeiter bis zu deren Verbot im Winter 1934 an. Später wechselte Wartinger zu den illegalen Revolutionären Sozialisten Österreichs (RSÖ), anschließend zu der kommunistischen Widerstandsbewegung, die unter der Leitung von Franz Ofner und Anton Reindl stand. Wartinger leitete die illegale Ortsgruppe Itzling.

1942 erfolgte die, nicht ganz freiwillige Auflösung, der Widerstandsbewegung durch einen Spitzel. Am 10. Februar desselben Jahres wurde Wartinger verhaftet und am 3. März 1943, gemeinsam mit Rudolf Hartl, Leopold Hock und Josef Thalhammer aufgrund der "Vorbereitung zum Hochverrat" zum Tode verurteilt. Am 30. Juli kam es zur Vollstreckung des Urteils in Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt Wartinger, ab dem 1. November 1950, seine letzte Ruhestätte auf dem Kommunalfriedhof.

Am 13. Mai 2013 wurde zum Andenken an Josef Wartinger in der Muhrgasse Nr. 11 ein Stolperstein verlegt. Am 8. Mai 2015 erhielt er ein Ehrengrab auf dem Salzburger Kommunalfriedhof [1]

Quellen

Referenzen