Kerstin Kern

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Kerstin Kern

Kerstin Kern (* 10. März 1982 in Oberndorf, Flachgau) ist Genetik- und Molekularbiologin, von Beruf aber Polizeibeamtin.

Kerstin Kern maturierte 2000 am Christian-Doppler-Gymnasium in Salzburg, spondierte 2005 als Magistra an der Universität Salzburg und schloss am 27. August 2007 die Polizeischule ab.

Vorgestellt

Sie betreibt Schießen als Ausgleichssport. Sie geht gern ins Fitness-Center und hat das Buch "Mordmethoden. Ermittlungen der bekanntesten Kriminalbiologen der Welt" auf dem Nachttisch liegen. Inspektor Kerstin Kern trat am 1. September 2007 ihren ersten (Nacht-)Dienst in der Polizeiinspektion Rathaus an.

Die Polizeiwache ist mit 50 Beamten die größte in der Landeshauptstadt – sie liegt zwischen der Lokalmeile Rudolfskai und den zentralen Altstadtplätzen gleichsam im Auge des Orkans.

"Ich weiß schon, was auf mich zukommt. Ich habe in der Polizeiinspektion Rathaus meine zweimonatige Praxisphase absolviert. Mir gefällt es dort, es ist eine klasse Dienststelle", sagt Kern. Man sei viel zu Fuß unterwegs und es sei ständig etwas los. "Ich weiß am Abend gern, dass ich was gearbeitet habe."

Kerstin Kern aus Wals-Siezenheim hat erst am 27. August 2007 zusammen mit 22 Kollegen die 21 Monate dauernde Polizeischule in Großgmain abgeschlossen.

Zuvor hat die Polizistin Genetik und Molekularbiologie an der Universität Salzburg studiert und diese Ausbildung mit einer Diplomarbeit über Birkenpollenallergien abgeschlossen. Wie kommt man da zur Polizei? "Das Interesse für die Polizei ist immer da gewesen. Als ich die Ausschreibung in der Zeitung gelesen habe, dachte ich mir, das wär’ doch was", erzählt Kerstin Kern.

Außerdem sei der Arbeitsmarkt für Forscher in Salzburg nicht sehr groß. "Ein Jahr wegzugehen, wäre kein Problem für mich. Ich war auch während meines Studiums vier Monate in Cardiff. Aber für einen Job in der Forschung hätte ich mich für längere Zeit verändern müssen. Salzburg ist einfach meine Heimatstadt."

Im Vergleich zur freien Zeiteinteilung an der Uni sei der Stoff in der Polizeischule – Straf-, Verwaltungs-, Verkehrs- und Dienstrecht – ziemlich straff vermittelt worden. "Beim Verkehrsrecht habe ich mich leicht getan, das hat einen starken Bezug zum täglichen Leben. Kurz zuvor habe ich außerdem den Motorradführerschein gemacht", erzählt die Inspektorin, die seither öfters mit ihrer Suzuki unterwegs ist.

Interessant sei auch das Fach Kriminalistik gewesen. "Mich hat schon während des Studiums eine Übung über DNA-Fingerprinting begeistert. Die Arbeit bei der Kriminalpolizei wäre ein Bereich, den ich mir später durchaus vorstellen könnte", sagt Kern.

Zunächst heißt es jedoch erst einmal auf Streife gehen. Vorbild für Kerstin Kern sind seit ihrer Zeit in Cardiff die britischen Polizeibeamten, die nichts aus der Ruhe bringen kann und die immer höflich sind – in turbulenten Nächten am Kai durchaus eine Herausforderung. Am Rudolfskai selbst unterwegs gewesen ist Kerstin Kern nicht. "In den Lokalen dort", sagt sie, "war es mir immer zu laut."

O-Ton

Gelassenheit und Selbstironie sind bei jedem Beruf von Vorteil. Es darf nicht nur bierernst zugehen, man muss auch über sich lachen können.

Die Politiker betonen immer wieder, dass Österreich mehr Forscher braucht. Wenn dann ein junger Absolvent forschen will, gibt es kein Geld und keine Jobs.

Meine Vorstellung von Polizeiarbeit: Es gibt genug Leute, die Hilfe brauchen. Auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

Quelle