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Rudolfskai

Bild
Rudolfskai.jpg
Rudolfskai
Länge: ca. 800 m
Startpunkt: Staatsbrücke
Endpunkt: Karolinenbrücke
Karte: Googlemaps
Rudolfskai Panorama Altstadthäuser
Rudolfskai vom Mozartsteg nach Osten
Rudolfskai Promenade nach Westen
alte Stadtmauer am Rudolfskai
Rudolfskai Panorama Ahornreihe
Rudolfskai Haus Nr 38 nach Osten.jpg
Rudolfskai Panorama Lokale
Rudolfskai Lokale Nacht
Rudolfskai Panorama S-Kurve Haus Nr 48 bis 54
Blick auf Rudolfskai und Kaiviertel

Der Rudolfskai ist ein in der Altstadt der Stadt Salzburg an der Salzach am linksseitigen Ufer gelegener Promenaden-Kai für Fußgänger und Radfahrer, sowie eine wichtige Verkehrsstraße für Kraftfahrzeuge, die als Einbahn von der Staatsbrücke zum Rudolfsplatz führt.

Inhaltsverzeichnis

Namensgebung

Der Rudolfskai ist nach Kronprinz Rudolf von Österreich-Ungarn (* 1858; † 1889) benannt. Der Beschluss im Gemeinderat wurde am 17. Februar 1873 gefasst.[1]

Verlauf

Der Rudolfskai führt von der Staatsbrücke im Stadtzentrum am Ufer der Salzach flussaufwärts an der linken Altstadt und dem Kaiviertel entlang bis zum Rudolfsplatz in Nonntal.[2].

Geschichte

Hochwasserschutz

Entstanden ist der Rudolfskai als Schutzbau gegen Hochwasser zwischen 1863 und 1872 durch die Regulierung der Salzach. Die Arbeiten zur Salzachregulierung begannen im Gebiet beim ehemaligen Gries (Griesgasse - Ferdinand-Hanusch-Platz) und von dort flussaufwärts bis vor das Kajetaner Tor (später Rudolfsplatz).

Das hundertjährige Salzach-Hochwasser am 12. August 2002 führte dazu, dass im Jahr 2003/2004 am Rudolfskai eine weitere Erhöhung des Hochwasserschutzes durch Errichtung einer zusätzlichen Hochwasserschutzmauer vorgenommen wurde.

Die Rudolfskai-Promenade wurde 2012 für Fußgänger und Radfahrer mit einem breiteren Geh- und Radweg samt Fahrbahnteiler verkehrstechnisch umgestaltet. Zwischen Rudolfskai-Promenade und Rudolfskai-Straße wurde eine Hochwasserschutzmauer mit der erforderlichen neuen Höhe von HW 100 + 50 cm errichtet.[3]

Gebäude

Am Rudolfskai befinden sich - jeweils mit Front auf die Altstadt am rechten Salzachufer - im Verlauf von West nach Ost:

Bebauungsgrundlagen

1896 wurde für die Verbauung am Rudolfskai durch den Salzburger Gemeinderat in der Sitzung am 30. November die Bebauungsgrundlagen für die heutigen Häuser Nr. 38 bis Nr. 48 wie folgt festgelegt:[4][5][6]

1. Der Baublock I hinter den Solarihäuser (Domherrenhäusern) ist in drei Parzellen aufzuteilen und sind die Wohnhäuser (ohne Vorgärten) in geschlossener Bauweise bestehend aus Hochparterre und zwei Stockwerken oder bestehend aus Parterre und drei Stockwerken mit einer maximalen Höhe von 16 Meter bis zum Hauptgesimse zu errichten.
2. Am Baublock II wird der unregelmäßigen Ausbildung der Hauptfront der Staatsgewerbeschule - wie vom Baurat empfohlen vorbehaltlich der Genehmigung der neuen Detailpläne - zugestimmt.
3. Der Baublock III ist in vier Parzellen aufzuteilen und sind die Wohnhäuser daselbst (ohne Vorgärten) in geschlossener Bauweise bestehend aus Parterre oder Hochparterre mit einer maximalen Höhe von 12 Meter bis zum Hauptgesimse zu errichten.
Auf Empfehlung der Zentralkommission für die Erhaltung von Bau- und Kulturdenkmäler wird als Baustil die italienische Renaissance (= Historismus), welche sich bei der Domkirche so prächtig offenbart, empfohlen. Die Herstellung von breiten massigen Bauten soll vermieden und nur reich gegliederte Bauten, mit kräftigen Risaliten versehene Bauwerke, welche sich in die Umgebung harmonisch einfügen, errichtet werden. Die Versetzung der Alleebäume hat an der Straßenflucht zu geschehen.

Die Privatbauten sind sämtliche im Stil der Renaissance mit Erker, Logien und Giebel und gruppierte Dachflächen zu bestimmen.

4. Der Baublock neben der Karolinenbrücke ist in drei Parzellen abzuteilen und daselbst villenartige Häuser mit Vorgärten, bestehend aus Hochparterre und einem Stock, ohne Mansarddach mit Höhe von höchstens 10 Meter bis zum Hauptgesimse zu errichten.

Natur

Charakteristisch für die Rudolfskai-Promenade ist die Ahornbaum-Reihe, die auf Höhe des Mozartsteg beginnt und an der Karolinenbrücke endet.

Freizeit

In den letzten Jahren entwickelte sich der Rudolfskai durch seine zahlreichen Lokale zu einem In-Treffpunkt für Salzburger wie Touristen. Infolge übermäßigem Alkoholkonsums kommt es am Rudolfskai oft auch zu Ausschreitungen und Schlägereien. Eine Videoüberwachung brachte zwar kurzfristig Besserung, wurde aus Kostengründen jedoch wieder eingestellt.

Lokale

Auf nur wenigen Metern reihen sich am Rudolfskai Lokal an Lokal.

Bilder

weitere Bilder

  Rudolfskai – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise