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Kurhaus Salzburg

Kurhaus Salzburg an der Schwarzstraße

Das Kurhaus Salzburg befindet sich in der Salzburger Neustadt an der Kreuzung Schwarzstraße und Auerspergstraße.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Paracelsusbad und Kurhaus Salzburg
Paracelsusbad und Kurhaus Salzburg
Paracelsusbad und Kurhaus Salzburg

Seit 1820 werden die Moorvorkommen in Leopoldskroner Moos für Heilbehandlungen, insbesondere bei Gelenkschmerzen, genutzt. Die Stadt Salzburg ist damit das älteste Moorheilbad in Österreich.

Nach der Schleifung der Befestigungsanlagen regte 1865 der Präsident der Handels- und Gewerbekammer Franz Zeller die Bildung eines Komitees zur Gründung einer Aktiengesellschaft an. Diese sollte "ein der Neuzeit entsprechendes Badehaus, das nicht nur den Einheimischen, sondern auch den Fremden zum Nutzen und zur Annehmlichkeit dienen soll" stand im Bericht des Bürgermeisters Rudolf Biebl im April 1883 (Zitat: Quelle Salzburger Volksblatt, Ausgabe 1930). Die konstituierende Generalversammlung fand dann am 18. November 1865 statt. Nach einer Ausschreibung errichteten die beiden Wiener Architekten Baer und Thienemann zunächst den Badetrakt aus. Der Saalbau (Kursalon) wurde noch zurückgestellt. Baubeginn war der 1. Juli 1866. Die geplanten Baukosten betrugen 40.000 Kronen. 1867 konnte der Badetrakt in Betrieb genommen werden.

Nachdem Karl Baron Schwarz die Summe von 80.000 Kronen zur Verfügung stellte, konnte 1871 auch mit dem Bau des Kursalons begonnen werden. Da das Kapital aber nicht ausreichte, wurde eine weiter Aktiengesellschaft gegründet. Diese bot dann den Komplex unter Rücklassung von 75 Prozent des Aktienkapitals der Stadtgemeinde an. Schwarz verzichtete dabei auf 40.000 Kronen. Am 29. Mai 1872 konnte dann das Kurhaus in den Besitz der Stadtgemeinde Salzburg übergeben werden. Der Kaufpreis betrug 120 000 Gulden. Im selben Jahr wurde das Denkmal Karl Schwarz im Kurgarten errichtet.

Das erste Kurhaus mit Badeanstalt, Restaurant, Saallokalitäten, Gastwirtschaft und Fremdenzimmern. Es wurde am 3. Mai 1868 als „Actien-Badehaus“ eröffnet. 1873 wurde der große Kursaal eröffnet, in dem später auch alle großen Salzburger Bälle der Monarchie stattfanden.

Das erste Kurhaus hatte 18 Badezimmer, ein Dampfbad und ein kleines Freibad für den Sommerbetrieb. Die Front des Gebäudes zur heutigen Rainerstraße gliederte sich in den in der Mitte befindlichen Treppenaufgang in ein Kuppelgebäude, dem drei Rundbögen am Eingang vorgesetzt waren. Links und rechts dieser Treppenanlage standen zwei Gebäudeteil in 90°-Winkel zur Straße nach vor. Auf der Schmalseite dieser Gebäude zur Straße hin befanden sich jeweils ein Brunnen und über diesem eine Figur[1].

Doch brachte es zunächst weder die erwarteten Einnahmen noch reichte später das Platzangebot. So kam so zu Projekten des Umbaus.

Am 17. November 1944 wurde die nicht mehr den modernen Bedürfnissen entsprechende Anlage bei einem Bombenangriff zerstört.

Am 28. September 1953 erklärt Stadtrat Alfred Bäck (SPÖ) bei der Spatenstichfeier für Kurhaus und Hallenbad, dass nunmehr auch die Finanzierung des Stadtsaales (Kongresshaus) an der Ecke Rainerstraße/Auerspergstraße gesichert sei.[2] Den künstlerischen Wettbewerb für die Ausgestaltung des Kurhauses gewannen am 5. Oktober 1955 Toni Schneider-Manzell sowie Josef und Rosita Magnus.

Betreibergesellschaft

Ab 1955 wurde es von den Kurhausbetrieben der Stadt Salzburg, ab 1966 von den Kur-, Kongress- und Tourismusbetrieben betrieben und ist seit einigen Jahren der Tourismus Salzburg GmbH angegliedert.

Bauteile

Zu dem baulichen Komplex gehörten das Parkhotel Mirabell, das dem Hotel Sheraton Salzburg weichen musste, das alte Salzburger Kongresshaus, das Paracelsusbad und das Kurmittelhaus an sich mit der Paracelsus-Sauna.

Weblinks

Quellen

Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974

Fußnoten

  1. Quelle der Beschreibung ist ein historische Bild der Anlage in: Brettenthaler, Josef: Salzburgs Synchronik, Verlag Alfred Winter, 2002, ISBN 3-85380-055-6, Seite 185
  2. Anmerkung: Finanziert haben den Neubau die Bürger durch eine kommunale Sonderabgabe zwischen 1955 und 1975