Lambert Pichler

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Lambert Pichler OSB (* ? in Heiligenstatt, Kärnten; † 9. April 1637 in Michaelbeuern) war Abt der Benediktinerabtei Michaelbeuern.

Leben

Pichler legte am 21. September 1618 in Michaelbeuern seine Ordensgelübde ab. Danach wurde er Prior in der Benediktinerabtei Michaelbeuern. Anfang des Jahre 1625 bis November 1626 weilte er im Benediktinerkloster Niederalteich, wo er Subprior, Novizenmeister und Kellermeister des Klosters war. Am 13. Jänner 1627 wurde Pichler zum Abt der Benediktinerabtei Michaelbeuern gewählt. Am 20. Februar 1627 wurde er vom Bischof von Chiemsee, Johann Christoph von Liechtenstein-Kastelkorn, geweiht.

Während seiner Amtszeit kam der spätere Professor an der Benediktineruniversität Salzburg und Abt der Abtei Michael Trometer nach Michaelbeuern. Die bisherige Hoftaverne in einem Teil des Klosters wurde zurückgebaut und auf dem Vorplatz des Klosters neu errichtet, wo sie sich noch heute befindet. Ebenso ließ er die Kirche in Lauterbach, die baufällig war, neu errichten. Am 4. Mai 1631 wurde sie vom Bischof von Chiemsee neu geweiht.

Im Zuge der Gegenreformation im 17. Jahrhundert erteilte er seinen evangelischen Untertanen in Wien-Währing am 14. März 1628 den Befehl, entweder den katholischen Glauben anzunehmen oder den Grund von Michaelbeuern (gemeint ist der Benediktinerabtei) zu verlassen. Da sich einer der Betroffenen als Untertan eines anderen Fürsten ausgab, kam es zu Prozessen. 1635 reiste Pichler selbst nach Wien, auf der Rückreise in Aspach wurde er vom Schlag getroffen, er konnte jedoch nach Michaelbeuern zurückkehren. Er lebte noch bis 1637, wo er dann aber an den Folgen verstarb.

Quelle

  • Filz, Michael: Geschichte der Aebte dieses Stiftes, von Werigand dem Ersten chronologisch bestimmten, bis auf den Gegenwärtigen, Nicolaus III. (Geschichte des Salzburgischen Benedictinerstiftes Michaelbeuern Band 2). Salzburg, 1833
Zeitfolge