Marc Mayer

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Marc Mayer mit seinem Vater und Trainer Walter Mayer

Marc Mayer (* 18. Juli 1978 in Radstadt im Pongau) ist ein ehemaliger Salzburger Skilangläufer.

Leben

Der Sohn von Trainerlegende Walter Mayer wurde bereits im Juniorenalter mehrmals österreichischer Meister und bestritt am 8. Jänner 1998 in Ramsau sein erstes Weltcuprennen, das er als 74. beendete. Ende 1998 sorgte er mit drei Top10 Platzierungen an drei Tagen für Aufsehen, wobei er am 29. Dezember 1998 in Kitzbühel im Sprint mit Platz 4 sein bestes Weltcupresultat erreichte.

Vor der Saison 2001 spekulierte Mayer mit Einsätzen im Biathlon und unterzog sich eines Schusstrainings.

Nach zwei unspektakulären Saisonen erreichte er zu Beginn des Olympiawinters 2002 wieder vier Top10 Platzierungen und qualifizierte sich für die Spiele in Salt Lake City. Dort scheiterte er als 21. jedoch an der Finalqualifikation im Sprint-Bewerb. Kurz danach geriet er gemeinsam mit seinem Vater in den Verdacht des Blutdopings. Marc Mayer durfte zwar die Saison 2003 bestreiten, nahm auch an der WM teil, doch im Mai 2003 wurde er vom FIS-Vorstand rückwirkend vom 8. Februar 2002 bis zum 20. März 2005 suspendiert. Der Grund: Die von Walter Mayer praktizierte Entnahme, nachfolgende Ozonbehandlung und Wiederzuführung des Blutes habe zu einer Leistungssteigerung geführt. Sämtliche Resultate seit Salt Lake City wurden ihm aberkannt. Vor dem internationalen Sportgerichtshof in Lausanne erhielt Mayer dann aber am 2. September 2003 Recht und durfte mit Oktober 2003 wieder in den Weltcup zurückkehren.

Die privaten Probleme rund um seinen Vater und ihn hatten aber auch gesundheitliche Auswirkungen auf Marc Mayer: Er litt unter Burn-Out und konnte 2004 nicht mehr an früher gezeigte Leistungen anknüpfen. Zwar wurde er für die WM 2005 in Oberstdorf nominiert, kam dort aber nicht zum Einsatz. Danach trat er vom Leistungssport zurück.

Erfolge

  • 8x Top10 im Weltcup
  • WM-Teilnahme 2001 und 2003
  • Olympia-Teilnahme 2002
  • 3x Österreichischer Meister
  • 2x Österreichischer Vizemeister

Quelle

  • Salzburger Nachrichten