Rudolf Erich Müller

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Stolperstein für Rudolf Erich Müller am Mirabellplatz 6

Dipl. Ing. Rudolf Erich Müller (* 10. Juli 1873 in Poschegg, kroatisch Požega, Kroatien; † 3. März 1943 im KZ Theresienstadt [ermordet]) war ein Opfer des nationalsozialistischen Regimes in Salzburg.

Leben

Müller war katholisch; ursprünglich gehörte er dem jüdischen Glauben an, konvertierte jedoch später zum katholischen Glauben; verheiratet und seit 1912 Inhaber einer Handelsagentur in Salzburg. Er lebte mit seiner Gattin im Haus am Mirabellplatz Nr. 6, in der zweiten Etage. Er war Eigentümer der Liegenschaft Schwarzstraße 17/Elisabethkai 16, die jedoch 1938 zwangsweise verkauft werden musste.

Im gleichen Jahr, im November, wurde das Ehepaar Müller aus der Wohnung am Mirabellplatz vertrieben, verhaftet und nach Wien gebracht. Von dort aus ging die Deportation nach Theresienstadt weiter, wo Müller am 10. Juli 1942 ankam und am 3. März 1943 ermordet wurde.

Seine Witwe lebte zurückgezogen in Salzburg und wurde erst im Mai 1944 über den Tod ihres Mannes von der Gestapo informiert. 1948 erhielt die Witwe eine Leibrente für das 1938 zwangsverkaufte Haus, zugesprochen. Sie starb 1964 in Salzburg.

Am 22. Juni 2009 wurde ein Stolperstein für Rudolf Erich Müller am Mirabellplatz 6 verlegt.

Im Parterre dieses Hauses existierten bis zum Jahr 1938 zwei jüdische Geschäfte, die einen Bezug zu Rudolf Müller hatten:

Auch Adolf Aron Weiss, der als Filialleiter arbeitete und, mit seiner katholischen Frau, in der Vierthalerstraße 5 wohnte, starb in diesem Haus am 6. November 1944.

Quelle