Salzburg Biennale

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Die Salzburg Biennale ist ein Festival für Neue Musik, das ab 2009 alle zwei Jahre im März in der Stadt Salzburg stattfinden soll.

Allgemeines

Nach der sehr erfolgreichen Premiere im Jahr 2009 findet die Salzburg Biennale im März 2011 zum zweiten Mal statt. Ziel des Festivals ist es, aktuelle Entwicklungen in der Neuen Musik im musikhistorischen Kontext zu spiegeln und dabei sowohl österreichische als auch internationale Komponisten einzubeziehen.

Die Salzburg Biennale präsentiert bedeutende Persönlichkeiten der Neuen Musik, konfrontiert Neues mit Werken der Tradition, stellt unterschiedliche Genres und verschiedene ästhetische Positionen nebeneinander und möchte nicht zuletzt durch die Verknüpfung mit anderen Kunstformen ein breites Publikum ansprechen und einladen, die faszinierende Musik unserer Zeit zu entdecken.

Während der Salzburg Biennale wird auch der Musikpreis Salzburg, ein internationaler Kompositionspreis des Landes Salzburg, überreicht.

Programm der zweiten Salzburg Biennale (2011)

Das Festival 2011 ist geprägt von vier Programmlinien: Zoom, Focus, Lichtspielmusik und Szenenwechsel:

Unter dem Titel Zoom werden vier Komponisten von internationalem Rang vorgestellt: Friedrich Cerha, Michael Gielen, Thomas Kessler und Dieter Schnebel. Im Focus steht das Streichquartett. International renommierte Ensembles wie zum Beispiel das Arditti String Quartet, Cuarteto Casals, das Pellegrini Quartett oder das stadler quartett spannen einen Werkekanon von der Zweiten Wiener Schule bis zur Gegenwart. An die Cineasten richtet sich der Schwerpunkt Lichtspielmusik. Die Salzburg Biennale zeigt zahlreiche Ikonen der Filmgeschichte mit Live-Musik, darunter die rekon-struierte Fassung des expressionistischen Stummfilms Metropolis mit einer Uraufführung der Musik des argentinischen Komponisten Martin Matalón. Unter dem Motto Szenenwechsel werden Musiktheater und Produktionen präsentiert, die jenseits der klassischen Konzertsituation angesiedelt sind, sowie auch das Eröffnungskonzert:

Für vier Wochenendblöcke – jeweils von Donnerstag bis Sonntag – hat Heike Hoffmann, künstlerische Leiterin der Biennale 2011, ein Programm aus mehr als 30 Veranstaltungen zusammengestellt: vom Sinfoniekonzert über Ensemblekonzerte und Kammermusik bis hin zu Filmprojekten mit Live-Musik, Musiktheaterproduktionen, Konzertinstallationen sowie Vermittlungsprojekten.

Programm der ersten Salzburg Biennale (2009)

Das Programm der ersten Biennale stand unter der Künstlerische Leitung von Hans Landesmann.

An vier Wochenenden im März 2009 fand die Salzburg Biennale erstmals statt. Auf fünf Bühnen von Stiftung und Universität Mozarteum sowie im republic standen vier Komponisten - Beat Furrer, Steve Reich, Toshio Hosokawa und Klaus Huber - im Zentrum. Deren Musik wurde in 27 Konzerten mit dentraditionellen Klängen der Länder Spanien, Bali, Japan und Arabien konfrontiert.

Der Startschuss für das biennale Festival fiel am 5. März. Das erste Werk im ersten Konzert stammte von Maurizio Sotelo, "Musica para Luigi Nono" hieß die davor noch nie aufgeführte Komposition für Chor, Orchester und Flamencogesang. Es folgten Konzerte mit einem traditionellen Flamenco-Ensemble, viel Beat Furrer sowie Musik von Kurtag und Nono.

Das zweite Wochenende vom 12. bis 15. März war der Gegenüberstellung von Werken Steve Reichs mit traditioneller Musik aus Bali gewidmet. Vom 19. bis 22. März war Japan an der Reihe. Die Musik Toshio Hosokawas traf auf traditionelle japanische Musik, und vom 26. bis 29. März stand die Musik des Schweizers Klaus Huber im Mittelpunkt: Seine Kompositionen wurden mit Werken von Amr Okba oder Hossam Mahmoud sowie traditioneller, klassisch-arabischer Musik verknüpft.

Das musikalische Programm stand im Mittelpunkt, die bildende Kunst war in der Biennale etwas an den Rand gedrängt. Biennale-Partner und Galerist Thaddäus Ropac eröffnete bereits am 7. März seine Ausstellung "Fuentes", in der er Werke "seiner" Künstler Anselm Kiefer, Georg Baselitz und Alex Katz einer Reihe von außereuropäischen Kunstwerken aus Afrika (Skulpturen), Japan (Holzschnitte) sowie Indien (Objekte) gegenüberstellte.

Das Salzburger Filmkulturzentrum Das Kino zeigte als Rahmenprogramm eine Filmreihe mit Beiträgen aus den betroffenen Kulturräumen, so zum Beispiel eine Filmoper aus Indonesien, Anime-Filme aus Japan, ein Wüstenepos aus dem arabischen Raum sowie Pedro Almodóvar als Vertreter des neuen spanischen Kinos.

Leitung

Quellen

  • Salzburger Nachrichten
  • Homepage des Festivals

Weblinks