Salzburger Landes-Energiepreis

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Der (Salzburger) Landes-Energiepreis war eine vom Land Salzburg vergebene Auszeichnung zur Honorierung besonderer Leistungen, die im Bundesland Salzburg im Zusammenhang mit energiebewusstem Bauen erbracht wurden.[1]

Allgemeines

Der Salzburger Landes-Energiepreis wurde als Teil der 1997 ins Leben gerufenen Bewusstseinsbildungskampagne „Energie Aktiv” geschaffen.[2]

Er wurde als Teil der Aktion des Land Salzburg „Energie Aktiv” im Jahr 2001 erstmals vergeben und sollte fortan jährlich erneut vergeben werden. Sein österreichweites Pendant war der Energiesparpreis „Energy Globe Austria 2001”.[1]

Die Einreichungen wurden ursprünglich nach folgenden Kriterien bewertet:[1]

  • Originalität, Innovativität und Attraktivität des Projekts; die Originalität konnte in der Idee, der Technologie, der Umsetzung u.a. liegen;
  • Die dadurch erzielbare Energieeinsparung oder ‑erzeugung aus erneuerbaren Energieträgern und die Auswirkungen auf Umwelt- und Klimaschutz sowie die Marktchancen der eingesetzten Technologie;
  • die positiven Auswirkungen auf die Lebensqualität der Menschen;
  • Präsentation und Attraktivität für eine Medienpräsentation.

Preise

2001

Für den Preis wurden 25 Projekte eingereicht. Die Palette reichte von Einfamilienhäusern bis zu Passivhäuser-Wohnanlagen, von Sporthallen bis zu Schulen sowie Kinder- und Jugendhorten. Die Bewertungskriterien waren die oben angeführten.[1]

Die Preisträger waren:

  1. Preis: Projekt Sport- und Sozialzentrum Neubau Ökohauptschule Straßwalchen bei Salzburg.
    Einreicher: Architekturbüro archsolar, Salzburg, Architekt DI Wolfgang Schwarzenbacher, Projektleiter DI Simon Speigner
  2. Preis: Projekt Kinder- und Jugendhort Salzburg-Taxham
    Einreicher: Projektsteuerung Magistrat Salzburg – Abteilung Hochbau; Projektpartner: Flöckner Schnöll Architekten, DI Maria Flöckner, Mag.arch. Hermann Schnöll
  3. Preis ex aequo:

2002

Für den Preis wurden 25 Projekte eingereicht. Die Palette reichte von Einfamilienhäusern bis zu Passivhäuser-Wohnanlagen, von Sporthallen bis zu Schulen sowie Kinder- und Jugendhorten. Die Bewertungskriterien waren die oben angeführten.[3]

Siegerprojekte:

2003

In diesem Jahr wurden so viele bemerkenswerte Projekte wie noch nie zu eingereicht.
Die Jurierung der Projekte erfolgte durch Mag. arch. Horst Lechner, DI Erich Peter Six, Mag. arch. Hermann Schnöll, Ing. Inge Straßl, DI (FH) Hermann Grießner und DDI Franz Mair. Die Bewertungskriterien waren im Wesentlichen unverändert geblieben: Originalität der Architektur, Energie – Klima – Umweltschutz, Marktchancen der eingesetzten Technologien sowie Präsentation und Auswirkungen auf die Lebensqualität der Menschen, für die Häuser und Wohnungen gebaut werden.
In den Kategorien „Öffentliche Gebäude“ und „Wohnbau Einzel- und Doppelhäuser“ wurden je drei, in der Kategorie „Wohnbau Bauträger“ zwei Preise vergeben.[4]

2004

Eine Jury bestehend aus Ing. Inge Strassl Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen (SIR), DI Georg Thor (Energieberatung), DI Helmut Schörghofer (Abteilung 10, Land Salzburg), DDI Franz Mair (Abteilung 15, Land Salzburg), DI Hermann Griessner (Salzburg AG) und Arch. DI Gerhard Mitterberger aus Graz bewertete die eingereichten Projekte aus den Bereichen „Wohnbau Einfamilienhaus“, „Wohnbau Mehrfamilienhaus“, „Kommunale Gebäude“ und „Sanierungen“ nach den Kriterien „Architektur” und „effizienter Einsatz von Energie”. In der Sonderkategorie „Fotovoltaik” wurden „Integration der Anlage in das Gebäude” sowie „Energieeffizienz” bewertet.
In den verschiedenen Kategorien wurden insgesamt elf Siegerprojekte gekürt; auf eine Reihung wurde aufgrund der durchgehend hohen Qualität der eingereichten Projekte verzichtet.[2]

2005

Im Jahr 2005 war der Preis war in vier Kategorien unterteilt:

  1. „Wohngebäude“, dazu gehören Einfamilienhäuser und der mehrgeschossige Wohnbau
  2. „Nicht-Wohngebäude“, und zwar gewerbliche Bauten, öffentliche Bauten und alle Gebäude, die nicht dem Wohnen im engeren Sinne dienen;
  3. „Sanierung“ (Sonderkategorie);
  4. Sonderprojekte außerhalb der zuvor genannten Kategorien.

Weiters wurde erstmals ein Sonderpreis an eine Person vergeben, die sich durch ihre Arbeiten um das Thema Energie-Effizienz verdient gemacht habe, nämlich an Helmut Meisl, Leiter der Haustechnik bei der GSWB.

Die Projekte wurden auf ihre Energie-Effizienz und architektonische Besonderheit geprüft und bewertet.

Die Preisträger wurden nicht gereiht, d.h. es gab keinen ersten oder zweiten Platz, sondern nur ausgezeichnete und nicht ausgezeichnete Projekte. Ausgezeichnet wurden:

  1. in der Kategorie „Wohnbau“: Passivhaus Groß, Wohnanlage Berchtesgadener Straße
  2. in der Kategorie „Nicht-Wohngebäude“: EZA Fairer Handel GmbH, Spiluttini Betriebsgebäude, Samsunn Wellnesszentrum Mariapfarr, Campus Urstein
  3. in der Kategorie „Sanierung“: Personalwohnhaus der Christian-Doppler-Klinik, Brennstoffzelle des Lagermax-Wohngebäudes

Der Jury gehörten an: Die beiden Architekten DI Arch. Erich Six und Arch. Mag. Thomas Wizany, DI Hermann Griessner (Salzburg AG), Ing. Inge Strassl (SIR), DI Dr. Gerhard Löffler (Land Salzburg, Land- und Forstwirtschaft), DI Helmut Schörghofer (Land Salzburg, Wohnbauförderung), DDI Franz Mair (Land Salzburg, Energieberatung), DI Georg Thor (Energieberatung Salzburg) und Mag. Rudolf Krugluger (Land Salzburg, Energiewirtschaft).[5]

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Huber, Sebastian (Hg.): Landes-Energiepreis 2001. Die Auszeichnung für energiebewusstes Bauen. Salzburg (Land Salzburg) 2001.
  2. 2,0 2,1 Huber, Sebastian (Hg.): Landes-Energiepreis 2004. Die Auszeichnung für energiebewusstes Bauen. Salzburg (Land Salzburg) 2004.
  3. Huber, Sebastian (Hg.): Landes-Energiepreis 2002. Die Auszeichnung für energiebewusstes Bauen. Salzburg (Land Salzburg) 2002.
  4. Huber, Sebastian (Hg.): Landes-Energiepreis 2003. Die Auszeichnung für energiebewusstes Bauen. Salzburg (Land Salzburg) 2003.
  5. Huber, Sebastian (Hg.): Landes-Energiepreis 2005. Die Auszeichnung für energiebewusstes Bauen. Salzburg (Land Salzburg) 2005.