Österreicher entdecken die Welt

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Titelfoto Buch Österreicher entdecken die Welt

Buchtipp Österreicher entdecken die Welt, Forscher, Abenteurer, Pioniere

Autor: Hanne Egghardt
Verlag: Styria Premium in der Verlagsgruppe Styria Wien Graz Klagenfurt
Erscheinungsjahr:2011
ISBN 978-3-222-133299

Rezension 1

Man lernt 51 Österreicher und ihre Pionierleistungen, gut lesbar, kennen

Wenn über Pioniere in der Welt gesprochen wird, fallen immer dieselben Dutzend Namen. Aber es ist kaum ein österreichischer darunter, vielleicht noch Julius Payer und Carl Weyprecht als Entdecker des Franz-Josefs-Land in der Arktis. Doch wer kennt schon Johann Baptist Natterer aus Laxemburg (*1787; † 1843), der 18 Jahre lang als Naturforscher in Brasilien war? Oder Johannes Grueber aus Linz (* 1623; † 1680), der als erster Europäer Tibet durchquerte und China bereiste? Wer kennt den „Vater der modernen indischen Geografie“, Joseph Tiefenthaler aus Salurn, Südtirol (* 1710; † 1785)? Oder den Forscher, Weltbürger und Diplomaten Karl von Scherzer aus Wien (* 1821; † 1903), der Mittelamerika erforschte? Johann Carl Hocheder aus Zell am Ziller, Josef von Russegger aus Salzburg, Ida Pfeiffer aus Wien und weitere 42 Österreicher werden in diesem Buch vorgestellt.

Je nach Wissenslage umfasst ein Kapitel eine bis mehrere Seiten, bietet Portraits der Personen oder zeitgenössische Zeichnungen, Karten oder Bilder. Immer wieder auch berührende Berichte, wie im Beitrag von Rudolf Pöch (* 1870; † 1921), der sich als Pestarzt und Pionier in die Isolierbaracke des Kaiser-Franz-Joseph-Spitals zu an Pest erkrankten Mitarbeitern einsperren ließ, um sie zu pflegen. Seine Mitarbeiter starben, er überlebte und es war der Auftakt zu einem der Forschung geweihten Leben. Im Kapitel über den aus Ober-St.-Veit bei Wien stammenden Slatin Pascha (* 1857; † 1932) findet sich ein Bild, auf dem dem in Khartum, Sudan, inhaftierten Slatin der abgehackte Kopf eines Europäers von seinen Peinigern gezeigt wird. Auch solche Erlebnisse werden geschildert.

Durch die vielfältigen Abbildungen werden die Schilderungen noch anschaulicher, noch erlebbarer für den Leser. Sie bieten darüber hinaus Einblick in den jeweiligen Wissensstand der damaligen Zeit. Es ist kein Buch der trockenen Fakten, sondern angereichert mit Originaltexten aus Tagebüchern oder anderen Publikationen der beschriebenen Personen. Und immer wieder fallen einem Pionierleistungen auf: Eusebius Franciscus Kühn aus Nonsberg in Südtirol erkannte um 1690, dass Niederkalifornien eine Halbinsel ist und seine 1710 von dieser Region angefertigte Karte blieb jahrhundertelang unübertroffen.

Ein umfangreiches Literaturverzeichnis mit zusätzlich ausgewählter Literatur zu den einzelnen vorgestellten Personen und ein Bild- und Quellennachweis gibt es ebenfalls im Buch.

Rezension 2

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