Eduard Federer

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Edi Federer (li.) und Heinz Prüller

Eduard "Edi" Federer (* 20. Februar 1955 in Mühlbach am Hochkönig, Pongau; † 30. Mai 2012 in Pfarrwerfen, Pongau) war ein Salzburger Skispringer und Sportmanager.

Karriere

Edi Federers Skisprungkarriere in der Wunderriege der ÖSV-Adler rund um Baldur Preiml verlief in den 1970er-Jahren eher bescheiden. 1971 tauchte er erstmals in der nationalen Gruppe beim Vierschanzenspringen in Innsbruck auf, beendete das Springen auf dem 73. und vorletzten Platz. Bei der Vierschanzentournee 1974/1975 überraschte Federer mit vier Top-Ten-Plätzen, darunter einem zweiten Tagesrang am 3. Jänner 1975 in Innsbruck, der einzigen Weltcup-Podiumsplatzierung seiner aktiven Karriere. In der Gesamtwertung musste er sich nur seinem Landsmann Willi Pürstl geschlagen geben, komplettierte aber gemeinsam mit dem Drittplatzierten Karl Schnabl den ersten Dreifacherfolg für Österreich in der Geschichte dieses Wettbewerbs. 1979 beendete Federer seine Skisprungkarriere.

Sportmanager

Nach seiner aktiven Karriere gründete Edi Federer unter anderem die Firmen Federer Verpackungen (1992) und Edi Federer Sportmanagement. Er machte sich als Manager von Hias aus dem Musikantenstadl, Veranstalter von Promi-Skispringen am Pfarrwerfener Einberg, aber vor allem als Ziehvater und väterlicher Freund von Skispringer Andreas Goldberger einen Namen. Für diesen focht er so manchen Strauß mit dem ÖSV aus, unter anderem nach dem Drogenskandal 1997, als Goldberger Kokainkonsum eingestand und für sechs Monate gesperrt wurde. Federer drohte damit, seinen Schützling für Jugoslawien starten zu lassen, Goldberger kehrte nach seiner Sperre aber doch wieder zum ÖSV zurück. Federer setzte sich entgegen den damaligen ÖSV-Prinzipien auch für einen eigenen Trainer und einen eigenen Kopfsponsor für seinen Schützling ein.

Weitere von Federer betreute Aushängeschilder waren Adam Malysz und das polnische Nationalteam, der Japaner Daiki Ito oder die beiden Österreicher Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer. Durch seine langjährige persönliche Freundschaft zu Red-Bull-Eigentümer Dietrich Mateschitz waren die meisten seiner Athleten auch gleichzeitig von Red Bull gesponsort.

2010 erkrankte Edi Federer an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Seither wurde der Ex-Skispringer im eigenen Haus von seiner Frau und seinen beiden Töchtern gepflegt. Im Mai 2012 verstarb er in seinem Haus in Pfarrwerfen.

Quellen