Vierschanzentournee

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Bischofshofen Skispringen 2016
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Die Vierschanzentournee ist eine jährlich wiederkehrende Sportveranstaltung zum Jahreswechsel. Von den je zwei Bewerben in Deutschland und Österreich findet einer, das Abschlussspringen, in Bischofshofen auf der Paul-Ausserleitner-Schanze statt.

Geschichte

1949 entstand die Idee von Mitgliedern der Skiclubs Partenkirchen (Bayern) und Innsbruck (Tirol). Die erste Tournee startete am 1. Jänner 1953 als einzige, die nur im Jänner ausgetragen wurde. Am 6. Jänner, dem Dreikönigsspringen in Innsbruck, siegte Sepp Bradl, das letzte Springen der ersten Tournee war dann am 11. Jänner in Bischofshofen.

Ab 1954 war dann das erste Springen in Oberstdorf (Bayern) in den letzten Tagen des Dezembers, es folgte das Springen in Garmisch-Partenkirchen als Neujahrsspringen, das Springen auf der Bergiselschanze in Innsbruck und das Dreikönigsspringen am 6. Jänner auf der Paul-Ausserleitner-Schanze in Bischofshofen.

Am 8. Jänner 1956 fand ein einziges Mal ein Bewerb der Vierschanzentournee auf der Zinkenschanze Hallein-Bad Dürrnberg statt, den Juri Skworzow (Sowjetunion) mit Schanzenrekord von 66 Metern gewann.

2011

Die 59. Vierschanzentournee 2011 endete auf der Bischofshofener Schanze vor mehr als 25.000 Zuschauern. Thomas Morgenstern reichte ein zweiter Tagesplatz, um als Gesamtsieger der Vierschanzentournee gefeiert zu werden. Es war dies der dritte Gesamtsieg Österreichs in Folge. 2009 gewann Loitzl, 2010 Kofler.

2021

2021 fand diese Veranstaltung aufgrund der Vorschriften zur Eindämmung der Infektionskrankheit Covid-19 ohne Zuschauer statt. Dem Skiclub Bischofshofen entgingen so 150.000 Euro, einen Betrag, den der Club normalerweise pro Jahr in die Infrastruktur seiner Anlage und in den Nachwuchs beim SC Bischofshofen investiert. Die Vierschanzentournee selbst sei finanziell freilich nie auf der Kippe gestanden, erklärt Johann Pichler, Präsident des Skiclubs Bischofshofen, der auch Tourneepräsident ist. "Die Haupteinnahmen lukriert die Vermarkterfirma Infront über die TV-Rechte. Wir als Ausrichter sind von den Zuschauereinnahmen abhängig." Zwar erspare man sich als SC Bischofshofen den Aufbau kostspieliger Tribünen und Absperrungen und es seien auch weitaus weniger Einsatzkräfte und Securitymitarbeiter notwendig, doch "unter dem Strich lassen wir ganz schön Federn".[1]

Österreichs Siege in Bischofshofen

Jahr Sieger Jahr Sieger Jahr Sieger
1954 Sepp Bradl 1981 Armin Kogler 2000 Andreas Widhölzl
1959 Walter Habersatter senior 1982 Hubert Neuper 2005 Martin Höllwarth
1960 Albin Plank 1986 Ernst Vettori 2008 Gregor Schlierenzauer
1962 Willi Egger 1991 Andreas Felder 2009 Wolfgang Loitzl
1964 Baldur Preiml 1993 Andreas Goldberger 2010 Thomas Morgenstern
1975 Karl Schnabl 1995 Andreas Goldberger 2012 Gregor Schlierenzauer
1976 Toni Innauer 1999 Andreas Widhölzl 2013 Thomas Diethart
2014 Michael Hayböck

Österreichs Tournee-Sieger

Jahr Sieger Jahr Sieger Jahr Sieger
1953 Sepp Bradl 1986/87 Ernst Vettori 2009/10 Andreas Kofler
1974/75 Willi Pürstl 1992/93 Andreas Goldberger 2010/11 Thomas Morgenstern
1979/80 Hubert Neuper 1994/95 Andreas Goldberger 2011/12 Gregor Schlierenzauer
1980/81 Hubert Neuper 1999/2000 Andreas Widhölzl 2012/13 Gregor Schlierenzauer
1985/86 Ernst Vettori 2008/09 Wolfgang Loitzl 2013/14 Thomas Diethart
2014/15 Stefan Kraft

Siege auf den Schanzen

ohne Ergebnisse Tournee 2010/11:

Oberstdorf Garmisch-Partenkirchen Innsbruck Bischofshofen
11
14
11
20
Vierschanzentournee, Skispringen in Bischofshofen Jänner 1974, 03:21 min. Video
ZDF 06.01.1983 Vierschanzen Tournee Bischofshofen 2 Durchgang, 50:19 min. Video

Bilder

 Vierschanzentournee – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Weiterführend

Für Informationen zu Vierschanzentournee, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Weblink

Quellen

Einzelnachweis

  1. www.sn.at, Ausgabe vom 4. Jänner 2021