Erwin Rutzinger

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Prof. Erwin Rutzinger

Professor Erwin Rutzinger (* 12. April 1924 in Salzburg; † 2. Oktober 2013 ebenda) ist als Salzburger Mundartdichter im Dialekt der Stadt Salzburg und des Flachgaues bekannt.

Lebenslauf

Erwin Rutzinger wurde am 12. April 1924 als Sohn des Telegraphen-Inspektors Hermann Rutzinger und seiner Gattin Genoveva in Salzburg geboren. Nach dem Besuch der Volksschule St. Andrä sowie der Hauptschule Plainstraße in Salzburg erfolgte im Jahr 1938 der Eintritt in die Lehrerbildungsanstalt Salzburg. 1942 wurde er zur zum Wehrdienst (Kavallerie) einberufen und wurde mehrfach verwundet. Nach schwerer Erkrankung übte er von 1945 bis 1951 verschiedene Tätigkeiten in der Wirtschaft aus und kam 1951 an das Finanzamt Salzburg.

Seit 1957 wirkte als Sachbearbeiter und Berufsfürsorger in der Sozialversicherungsanstalt der Bauern in Salzburg und war bald auch als Pressereferent medial tätig (zahlreiche Beiträge und Interviews im ORF sowie in der landwirtschaftlichen Fachpresse). Am 16. November 2004 wurde ihm der Berufstitel Professor für die Verdienste um die Dokumentation und die Pflege der Salzburger Mundart verliehen. Seit 1984 ist er in Pension.

Erwin Rutzinger ist verheiratet und wohnt in der Stadt Salzburg. Er verstarb am 2. Oktober 2013 in Salzburg.

Wirken

Seine schriftstellerische Tätigkeit begann er 1956, vorwiegend dialektal. Schon sehr früh war er bestrebt, die Vielseitigkeit der Reimmöglichkeiten aufzuzeigen. 1957 folgten erste Lesungen im Rundfunk, 1970 schrieb er den ersten Mundartband „Tannazapfen“, der sowohl in der Mundart der Stadt Salzburg wie auch im Flachgauer Dialekt verfasst war.

1972 gründete er zusammen mit Max Faistauer und August Rettenbacher den Arbeitskreis "Regionale Sprache und Literatur" im Salzburger Bildungswerk und ist seither ständiges Ausschussmitglied des Arbeitskreises.

Zahlreiche Lesungen im ORF (Radio und Fernsehen in den Studios Salzburg, Wien, Oberösterreich), bei der Henndorfer Einkehr, beim Salzburger Mundarttag im Freilichtmuseum Großgmain, in vielen Orten Salzburgs und in anderen Bundesländern wie auch in Bayern und Südtirol.

Mitgliedschaften

Stelzhamerbund Linz
Erstes österreichisches Mitglied der „Gesellschaft für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche“
Mitglied im „Stadtverein Salzburg“
Mitglied der „Salzburg-Litauischen Gesellschaft“
Mitbegründer der „Henndorfer Einkehr“
Mitglied des Arbeitskreises "Regionale Sprache und Literatur"

Auszeichnungen

1986 Silbernes Verdienstzeichen des Landes Salzburg
1992 Bürger der Stadt Salzburg
1998 Erster Preisträger des Walter Kraus Mundartpreises
2004 Verleihung des Berufstitels Professor[1]
2007 Salzburger Volkskulturpreis für den Arbeitskreis „Regionale Sprache und Literatur“

Veröffentlichungen

  • ,,Tannazapfn", Band 52 aus der Reihe,,Lebendiges Wort",'1 970, Verlag Welsermühl, Hrsg. Johannes Hauer.
  • ,,Salzburger Gwurzsträuß1", Salzburger Druckerei, 1982
  • "Salzachkiesel" 1, Salzburger Druckerei, 1988
  • ,,Salzburger Einkehr", Texte in Mundart und Hochsprache, Verlag Colorama, Salzburg, 1998
  • ,,Salzburg. Poetischer Gang durch ein Weltkulturerbe ", Verlag Colorama, Salzburg,1999
  • Beiträge in,,Sprache der Heimat", Schriftenreihe des Salzburger Bildungswerkes.
  • Beiträge in Anthologie,,Bemalte Bauerntruhe" , Band ll - Salzburg, 1966, Verlag und Herausgeber Bertl Petrei, Klagenfurt.
  • Beiträge in Anthologie ,,Zum Lesen, zan Vilesn und Losn", Band ll, Schreiben Außer Gebirg, 1996, Verlag Rauter, St. Johann im Pongau; Herausgeber: Erika Pfeifenberger-Scherer
  • Beiträge im Salzburger Bauernkalender und in Salzburger Lesebüchern, div. Zeitschriften und Zeitungen.
  • CD und Tonband „,In Salzburg dahoam“, Mundartgedichte und Musik, Pan Sound DDD Audio, Berndorf, 1998.
  • Verschiedene Reiseberichte u.a. in den Salzburger Nachrichten

Quellen

Salzburger Bildungswerk (Hrsg.): Salzburger Dialektmosaik. Mundartdichtung aus Land und Stadt. Redaktion. Max Faistauer u.a., Rupertus Verlag, Schwarzach im Pongau, 2002
Artikel aus o.a. Werken sowie persönliche Mitteilungen des Mundartdichters
Tätigkeitsbericht 2007 des Salzburger Bildungswerkes, Seite 62
Erwin Rutzinger: Erläuterungen zu den Dialektbeiträgen (Manuskript)

Weblinks

  • Salzburger Landeskorrespondenz vom 17.11.2004
  • Abgerufen von „http://www.sn.at/wiki/index.php?title=Erwin_Rutzinger&oldid=616872