Georg Hinterhuber

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Prof. Georg Hinterhuber (* 26. Mai 1769 in Stein bei Krems, Niederösterreich; † 21. November 1850 in der Stadt Salzburg)[1] war ein Salzburger Apotheker und Botaniker.

Leben

Johann Georg Hinterhuber war der Sohn des Mesners Leopold Hinterhuber und seiner Frau Maria Anna aus Stein bei Krems in Niederösterreich.[2]

1805 gründete er die Apotheke „zum weißen Engel“ in der Linzer Gasse Nr. 7, die damit die vierte Apotheke der Stadt Salzburg und die erste in der rechtsufrigen Altstadt.

Mit dieser gewann er bald Ansehen und Wohlstand. Er brachte es im Laufe der Zeit zu einem großen Herbarium und einer reichhaltigen Fachbücherei. Zeitweise wirkte er nebenberuflich als Lehrer der Naturgeschichte am Lyzeum und als Professor für Chemie und Botanik an der damals in Salzburg bestehenden medizinisch-chirurgischen Lehranstalt. Einige Pflanzengattungen wurden nach ihm benannt[3].

Eine sein Porträt zeigende Fotografie war oder ist im Besitz des Salzburger Hauses der Natur.[4]

Er war verheiratet mit Barbara, geborene Lechner (* 1772; † 28. Mai 1842 ebenda)[5], der Tochter von Franz Lechner und seiner Frau Kordula, geborene Zezi (* 24. Juni 1747 in Salzburg[6]; † 20. Mai 1785).[7] Die Apotheker Johann Bernard Zezi (* 1742; † 1813) und Christian Ignaz Zezi (* 1742; † 1819) waren Onkel seiner Frau. Auch seine Söhne Rudolph (* 1802; † 1892) und Julius (* 1810; † 1880) wurden Apotheker und namhafte Botaniker.

Georg Hinterhuber wurde während der bayerischen Zeit Salzburgs Mitglied des Salzburger Munizipalrates und gehörte auch nach 1816 als Bürgerlicher Rat noch einige Jahre der Stadtverwaltung an.

Quelle

Einzelnachweise

  1. Sterbebuch der Pfarre Salzburg-St. Andrä, Band VI, S. 192.
  2. Taufbuch der Pfarre Stein an der Donau, Band III, S. 188.
  3. Zu dieser (nicht näher belegten) Mitteilung Ganzingers ist darauf hinzuweisen, dass nach glaubhafter Information eine Pflanzengattung nach Georgs Sohn Rudolph den Namen Hinterhubera trägt (siehe den Artikel „Rudolph Hinterhuber“); dass (weitere) Pflanzengattungen nach Georg Hinterhuber benannt wurden, wäre noch zu belegen.
  4. Haus der Natur: Tätigkeitsbericht für 1952.
  5. Sterbebuch der Pfarre Salzburg-St. Andrä, Band VI, S. 29.
  6. Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band IX/1, S. 360.
  7. Sterbebuch der Pfarre Salzburg-St. Andrä, Band VI, S. 29.