Gipfelkreuz

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Gipfelkreuz auf dem Wildkogel

Ein Gipfelkreuz markiert den höchsten Punkt einer geologischen Erhebung, eines Berges.

Geschichte

Der Tiroler Dichter und Volkskundler Hans Haid sagt, es sei eine jahrhundertealte Tradition, auf den höchsten Erhebungen Zeichen zu errichten. In heidnischer Zeit seien dies etwa Steinmänner und -male gewesen, die zum Teil kultischen Charakter hatten. Später seien diese dann von Kreuzen abgelöst worden, als "Demonstrationsobjekt" speziell des Katholizismus.

In größerem Umfang seien erst mit Beginn des Alpinismus zur Mitte des 19. Jahrhunderts Kreuze in den Bergen aufgestellt worden. Zunächst als Bann- und Wetterkreuze in der Nähe von Gletschern oder gefährlichen Bächen. Von Bergsteigern seien die Kreuze dann auf die Gipfel gebracht worden. Eine große Welle von Kreuzerrichtungen habe es nach dem Ersten Weltkrieg gegeben. So lösten Kriegsheimkehrer Gelübde ein.

In Salzburg

19. Jahrhundert

Leopold Brandauer II. ließ das Gipfelkreuz am Untersberg aufstellen.

20. Jahrhundert

21. Jahrhundert

Die Sektion Salzburg des Oesterreichen Alpenvereines berichtete 2009, dass ein zunehmend nicht mehr zu bewältigendes Problem aber gerichtlich festgestellte Haftungen des ÖAV darstellen, und führt dazu folgendes Beispiel an: Da turnt beispielsweise ein Kind auf einem Gipfelkreuz herum, fällt mit diesem um und verletzt sich. Ein Drittel Schuld wird der Republik Österreich zugewiesen, weil die Lehrkraft ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen war, ein Drittel trägt der ÖAV als „Erhalter“ des Gipfelkreuzes und ein Drittel der Gipfelkreuzerrichter, weil er es nicht „stabil“ genug errichtet hatte.

Am 10. Oktober 2010 erhielt der Werfener Hochthron ein neues Gipfelkreuz aus Nirostamaterial und Eschenholz. Das Gipfelkreuz, das Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h standhalten muss, wurde in einem gemauerten Fundament verankert.

Im August 2011 wurde das neue Gipfelkreuz am Schareck (Lungau) eingeweiht. Das alte Kreuz wurde 1965 von der damaligen Landjugend Lintsching aufgestellt. Es wurde vom Gipfel abmontiert und bei der Holzerhütte der Familie Rottensteiner in St. Andrä im Lungau. Das neue Kreuz besteht aus Edelstahl und wurde von Dechant Christian Schreilechner geweiht.

Aufgrund der Erwärmung im Gebirge aperte im Sommer 2012 das Gipfelkreuz des Großvenedigers so gefährlich aus, dass es von Mitgliedern der Bergrettung umgelegt und neu verankert werden musste.

Quellen

  • Salzburgwiki-Beiträge