Heimo Diller

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Heimo Diller 2005

Heimo Diller (* 9. August 1932 in Klagenfurt, Kärnten) ist ein Salzburger Basketball-Urgestein.

Leben

Heimo Diller kam 1949 mit seiner Familie nach Salzburg. Sein sportliches Engagement in der Leichtathletik brachte ihn zum Basketball. Davor war er zu Beginn der 1950er Jahre mit seinen Mannschaften bereits Landesmeister im Handball und Faustball geworden. 1952 war er Gründungsmitglied des UBBC Salzburg. Mit dem UBBC stieg Diller in die A-Liga auf. Insgesamt wurde er 15 Mal mit dem UBBC Landesmeister und stand auch sieben Mal zwischen 1954 und 1960 in der Nationalmannschaft. 1960 war er bei den Ausscheidungsspielen für Olympia mit dabei.

1972 wurde Heimo Diller Sektionsleiter des UBBC, ein Amt das er bis 1981 bekleidete.

Beruflich war Heimo Diller bis zur Pensionierung im Raiffeisenverband tätig.

Vorgestellt

Vorgestellt ist eine Beitragsreihe in den Salzburger Nachrichten. Das Salzburgwiki hat hier den Originaltext übernommen. Dieser kann wiederholende Teile zu obigem Lebenslauf enthalten, sollte aber im Sinne eines Zeitdokuments nicht korrigiert werden.


"Den Lärm konnte man bis zum Neutor hören, die Stimmung war wie heute bei einem Bundesliga-Spiel", erzählt Heimo Diller aus der Zeit Ende der 1940er-Jahre, als die amerikanischen Heeresmannschaften in der Sporthalle der Riedenburg-Kaserne ihren Europameister im Basketball ermittelten. "Zwischen 400 und 500 Amerikaner waren bei den Spielen dabei, es gab laute Musik, Cheerleader allerdings noch nicht. Dass wir Salzburger dabei waren, war die absolute Ausnahme."

Dass es dennoch möglich wurde, den Amerikanern bei ihren Basketballspielen über die Schulter zu schauen, verdankt Diller seinem Kollegen Willi Schalk, der damals gemeinsam mit ihm Leichtathletik trainierte. "Er ist einfach hingegangen und hat gesagt, dass er sich für das Spiel interessiert, also haben sie uns reingelassen." Die Lektionen in Sachen Basketball fielen auf fruchtbaren Boden. "1952, als die Union-Sporthalle im Nonntal fertig gestellt wurde, haben wir den Union Basketball Club gegründet", erzählt Diller. Auch der Salzburger Basketball-Verband wurde im selben Jahr aus der Taufe gehoben. Dass es damals bereits sechs Vereine in der Stadt gab, zeigt, welchen rasanten Aufstieg die Sportart in der Mozartstadt feierte. Selbst eine sehr erfolgreiche Damenmannschaft warf bereits zu Beginn der 1950er-Jahre ihre Körbe.

"Als die Amerikaner gemerkt haben, dass wir uns für das Spiel interessieren, haben sie angefangen, uns zu fördern", so Diller. "Wir haben ja furchtbar schlecht gespielt damals, aber dann haben die Soldaten begonnen, gegen uns anzutreten. Dadurch konnten wir in kürzester Zeit unser Niveau stark steigern". Zwei Mal pro Monat wurden die Körbe gegen die US-Soldaten geworfen. Um die Salzburger Basketballer auch finanziell zu fördern, wurde in Camp Roider, der heutigen Schwarzenbergkaserne, ein Box-Kampf veranstaltet. "Der Erlös kam dem neuen Basketball-Verband zugute, wir erhielten neue Schuhe, Bälle und Hosen für die Vereine", so Diller.

Es folgten zahlreiche Freundschaftsspiele gegen die Amerikaner in Augsburg, in Oberbayern oder in München-Schwabing. Bei den Auswärtsspielen "wurden wir von den Gastgebern eingeladen und komplett verpflegt". Mit der neuen Sportart kamen auch ihre Stars nach Salzburg. "Bob Cousy von den Boston Celtics war damals einer der besten Basketballer überhaupt. Auch Lemon von den Harlem Globe Trotters hat in der Union-Halle im Nonntal gespielt", erinnert sich der Sportler. "Die,1 AAA Mannschaft von Camp Roider zählte jahrelang zu den besten in Europa."

Etwa bis 1954 spielten die Salzburger regelmäßig gegen die amerikanischen Soldaten. "Für die Soldaten war der Sport eine willkommene Abwechslung, auch für uns war Basketball sehr wichtig, es gab ja sonst nicht besonders viel."

Quellen