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UBBC Salzburg

Der UBBC Salzburg ist ein ehemaliger Basketballverein aus der Stadt Salzburg, der 2005 in der BBU Salzburg aufging.

Geschichte

Der Union-Basketball-Club Salzburg (UBBC) wurde 1952 durch Wilhelm Schalk gegründet und fand seine erste Heimat in der Union Halle in Nonntal.

Ein früher Höhepunkt in der Geschichte des UBBC war ein Gastspiel von Bob Cousy im Basketball-Städtekampf Salzburg gegen Wien. Der Star der Boston Celtics galt zu dieser Zeit als bester Basketballspieler der Welt. Das Spiel, das am 22. Mai 1957 in der Riedenburghalle vor der Rekordkulisse von 800 Zuschauern stattfand, endete 72:65 (22:30) für den UBBC.

Mitte Mai 1960 gab es im noch sehr jungen Salzburger Basketballsport ein weiteres Ereignis, das viele Fans lange nicht vergessen haben: Die Herren des UBBC belegten in der erstmals durchgeführten Staatsliga den vierten Platz, zum Podest fehlte nur ein Punkt. Dieser vierte Rang glich einer Sensation. Zwar hatte der UBBC schon 1955 und 1958 in der in Turnierform ausgetragenen österreichischen Meisterschaft den zweiten Platz belegt, aber in der neuen Liga mit den stärksten österreichischen Clubs und zwei weiteren Vereinen aus der "Provinz" so mitzumischen, damit hatte keiner gerechnet. Nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten wurden die Salzburger immer stärker und setzten in der letzten Herbstrunde mit einem Sieg in Wien gegen SK Handelsministerium ein kräftiges Ausrufezeichen. Das wirkte ins Frühjahr 1960 hinein, da lieferten die Salzburger eine Überraschung nach der anderen. Die üblicherweise übermächtigen Wiener Clubs mit all ihren Nationalspielern mussten zur Kenntnis nehmen, dass das Spiel des UBBC reifer und systemvoller geworden war. Meister EKE Wien wurde in der Wiener Sporthalle Herrengasse ebenso in die Knie gezwungen wie in der letzten Runde in der Riedenburghalle SK Handelsministerium. Dieses 80:69, der sechste Sieg im Frühjahr, war wohl das bis dahin beste Match einer Salzburger Basketballmannschaft. Überragend war Heimo Diller, der mit 38 Punkten fast die Hälfte aller UBBC-Punkte scorte und von 23 Freiwürfen 18 versenkte. Mit 36 Punkten landete das Team an vierter Stelle hinter Meister EKE (42), Union Babenberg (42) und SK Handelsministerium (37).

Heimo Diller war damals in aller Munde und stahl den Wiener Teamspielern die Schau: Mit 459 Punkten wurde er bester Werfer, obwohl er 164 Mal gefoult wurde, und dominierte auch die Statistik als Erster bei den Freiwürfen: 59 Prozent hatte er in allen 16 Spielen verwandelt. Nächstbeste Salzburger Scorer waren Stark (142), Baumgartner (103) und Porenta (101).

Bis 1964 hielt sich der UBBC im Mittelfeld der Staatsliga, musste absteigen, schaffte 1965 noch einmal den Aufstieg, verabschiedete sich 1966 aus finanziellen Gründen aus dem Oberhaus. Es folgen Jahre mit Auf- und Abstiegen zwischen 2. Bundesliga und Landesliga. 1971 belegt das Team noch einmal Platz 3 in der Bundesliga B.

Wilhelm Schalk übergibt 1972 nach 20 Jahren als Sektionsleiter des UBBC das Amt an Heimo Diller. 1978 steigt das Team erneut aus der Bundesliga B ab. Ebenfalls in den 1970er Jahren wird das Damen-Team 1974 Staatsligazweiter und hält sich bis 1980 in der obersten Spielklasse.

1981 folgt Gunther Abel als Sektionsleiter Heimo Diller nach. Im selben Jahr ist der UBBC erstmals nach 10 Jahren nicht der beste Basketballverein im Bundesland, holt sich diese Vorherrschaft aber 1982 prompt wieder zurück und steigt 1985 für ein Jahr wieder in die Bundesliga B auf.

Von 1992 bis 1996 spielt der UBBC Salzburg letztmalig mit mäßigem Erfolg in der Bundesliga B. 2005 fusioniert der Verein mit der ULG Tennengau zur BBU Salzburg.

Quellen

  • Salzburger Nachrichten
  • BBU Archiv
  • Joachim Glaser: Die große Schau der UBBC-Basketballer, SN 18. Mai 2015