Hochzeitskreuz

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Hochzeitskreuz am Wolfgangsee
Hochzeitskreuz fern und nah, Aufnahmen vom See aus, Collage

Das Hochzeitskreuz am östlichen Ufer des Wolfgangsees am Fuße des Falkensteins geht auf eine Sage zurück.

Die Sage

Der junge Stollhammer aus St. Gilgen soll um die Hand des schönen Käthchens angehalten haben. Aber deren Mutter war als "böse Marthe" bekannt. Er ließ sich aber nicht abschrecken und bald sollte Hochzeit sein. Als aber am Vorabend der Hochzeit das Haus der "bösen Marthe" abbrannte, schimpfte diese gotteslästerlich und meinte, da nun der Ort der Hochzeitsfeier abgebrannt sei, werde diese Feierlichkeit auf dem Eis des Sees stattfinden.

Alle Bemühungen sie von diesem Vorhaben abzubringen schlugen fehl. Die Hochzeitsfeier fand also auf dem Eis statt und es wurde auch recht heftig getanzt. Stollhammer und seine Braut ahnten aber Böses, weil Käthchen am Vorabend während des Fluches ihrer Mutter eine dunkle Gestalt vom Seegrund aufsteigen sah. Im Moment als sie ihrem Mann davon erzählte, krachte das Eis und der See verschlang Gäste und die alte Marthe.

Käthchen verfiel in eine lange Krankheit, aber nach ihrer Gesundung heiratete sie dann endlich in der Kirche von St. Gilgen. Als beide vor dem wunderschönen Traualtar saßen, entschloß sich Junker Stollhammer, auf einem Felsblock, der unweit der Unglücksstelle aus dem Wolfgangsee ragt, ein Kreuz zum Dank für seine und die Rettung seiner Frau, zu errichten. Noch heute steht das so genannte Hochzeitskreuz auf diesem kleinen Felsen.

Inschrift

Longinus Walther zu Walters
will, Haubtman der Zeit Hochfr.
Salzbrg: Hof: und Khriegs Rath, 
dan Frau Barbara Juliana
von Haunsperg, seine Eeliche 
Hausfrau, haben im Jar 1609
diese Figur stellen lassen

Quelle