Kaivilla

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Die Villen am Giselakai in Salzburg, mit Mozartsteg, Kapuzinerkloster, Kapuzinerberg samt Befestigungsanlage und Gaisberg; Panoramaansicht vom Rudolfskai aus
Die Kaivillen von der Karolinenbrücke aus gesehen
ehemalige Villen am Elisabethkai, rechts das Hotel Sacher
Villen am Elisabethkai, rechts die Christuskirche

Als Kaivillen werden villenähnliche Bauten in der in der Stadt Salzburg am rechten Salzachufer zwischen der Karolinen- und Eisenbahnbrücke bezeichnet.

Entstehung

Die natürlichen Ufer der Salzach mit ihren zahlreichen Sand- und Schotterbänken, die für einen Fluss in den Alpen typisch sind, wurde durch die Salzachregulierung, die von Karl Freiherr von Schwarz im Jahr 1852 begonnenen wurde, leider zerstört. Durch Begradigung und Befestigung der Ufer entstand mitten in der Stadt attraktives Bauland, das Freiherr von Schwarz gewinnbringend verkaufte. In der Gründerzeit entsprach es dem Zeitgeist, dass das kapitalkräftige Großbürgertum sich im Weichbild der Altstadt repräsentative Herrenhäuser errichtete. Der lateinische Begriff "Villa" bedeutete übrigens ursprünglich "einfaches Landhaus" und übertrug sich dadurch auf diesen neuen Gebäudetypus.

Geschichte

Die Villen befinden sich entlang des Gisela- und des Elisabethkais. Einige Villen und Gebäude haben durch Umbau oder Kriegsschäden (das ehemalige Café Corso als Beispiel) ihren ursprünglichen Charakter eingebüßt. Auch der anschließend an das Hotel Sacher zu findende Gebäudekomplex am Elisabethkai, in dem heute der Raiffeisenverband Salzburg untergebracht ist, wurde durch den Umbau zum Raiffeisenzentrum stark verändert.

Villen

  • Giselakai 23, 25, 27, 29, 31, 33, 35, 37, 39, 41, 43 und 45 sind noch echte Kaivillen (es gibt noch einige Villenbauten, die an der Imbergstraße stehen und keinen direkten Blick auf die Salzach haben. Diese Villen werden überwiegend von Ärzten und Rechtsanwälten für Praxen und Kanzleien verwendet.
  • Elisabethkai 8: Die Karajan-Villa: Ernst von Karajan, Vater Herbert von Karajans, wohnte mit seiner Familie in der Villa, die heute dem Raiffeisenverband Salzburg gehört.
  • Elisabethkai 16 und 15 sind ebenfalls noch echte Villen
  • Elisabethkai 24 (Eingang Schwarzstraße 25): Hier befindet sich das Pfarramt der Evangelische Pfarrgemeinde A.u.H.B. Salzburg Christuskirche.
  • Elisabethkai 32: In dieser Villa führte Dr. Rosa Kerschbaumer-Putjata, Österreichs erste praktizierende Ärztin und in der Stadt Salzburg als Augenärztin tätig, zusammen mit ihrem Mann eine Augenklinik.

Sonstige Bauten

  • Hotel Sacher, das nicht als Villa, sondern als Hotelbau errichtet wurde.
  • Bazargebäude: Es wurde als Geschäftsgebäude errichtet.
  • Raiffeisengebäude: Es ging aus aus den Villen Elisabethkai 8, 10, 12 und 14 hervor.

Quellen