Maria Gaertner

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Maria Gaertner, geborene Maria Reichsedle von Gimmi (* 18. März 1851 in Ansbach, Bayern; † 14. November 1926 in Thalgau), heiratete am 22. Juni 1875 den Thalgauer Unternehmer Nicolaus Gaertner.

Über Maria Gaertner

... was ist es, das den Menschen mit so unwiderstehlicher Gewalt antreibt, für die Überwindung von Felsstücken unter Gefahren seinen verhältnismäßig kargen Lohn auf den Höhen majestätisch thronender Schneegipfel zu gewinnen? Welcher Drang ist in mir, nach den letzten überwundenen Falten und Klüften im Überblick der mir zu Füßen liegenden Welt das Bewusstsein zu verspüren, die Schöpfung der Natur zu erleben und in die Tat umgesetzt zu haben?“ – Mit diesen Worten beginnt die Thalgauer Fabrikantengattin, Gebirgssreisende und Naturpoetin Maria Gaertner am 29. Oktober 1887 ihre schriftlichen Schilderungen über eine kurz vorher am 26. August durchgeführte Großglocknerbesteigung. Als Mitglied der „Sektion Semmering“ des Alpenvereins hatte sie mit dem berühmten Bergführer Peter Groder aus Kals eine Tour auf den Großglockner unternommen und dokumentierte wohl als erste Frau dieses Ereignis mit Bildern, Schilderungen und persönlichen Empfindungen. Im September 1891 stand sie als erste Frau auf dem Großvenediger.

Zur 130-jährigen Wiederkehr dieses Ereignisses präsentieren der MuseumsvereinHundsmarktmühle“ und das Bildungswerk Thalgau die Ausstellung „Die Eiskönigin“. Im Museum „Hundsmarktmühle“ wurde damit zugleich am Sonntag, 5. März 2017 die 26. Bildungswoche eröffnet.

Maria Gaertner, als Reichsedle von Gimmi 1851 in Bayern geboren und 1926 in Thalgau verstorben, wurde durch ihre umfangreiche fotografische Tätigkeit und fast dichterischen Beschreibungen zu einer einzigartigen Zeitzeugin des beginnenden Alpintourismus um die Jahrhundertwende.

Nach ihrer Heirat 1875 mit dem Thalgauer Zinnoxidfabrikanten Nicolaus Gaertner war es vor allem die Bergleidenschaft ihres Mannes, die auch Maria Gaertner, jedoch stets mit geteilten Gefühlen, in den Bann zog. „... ich habe die Berge nie geliebt, weil sie mir immer alle Kräfte abverlangt haben, jedoch fühlte ich stets Bewunderung für diese Welt aus Stein und Fels!“, schrieb Maria Gaertner.

Quelle