Maria Leopold Graf Plaz

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Dr. Maria Leopold Hieronymus Graf Plaz (*8. Dezember 1810 in Salzburg; † 1. März 1876 auf Gut Freudenau in Abstall, Untersteiermark) war ein österreichischer Jurist und Salzburger Politiker.

Familie

Maria Leopold Graf Plaz stammte aus altem Salzburger Adel. Seine Eltern waren Hieronymus Graf Plaz, Präsident des Landesgerichts in Salzburg, und Therese Gräfin Bentzel-Sternau.

Seit 9. Februar 1848 war er verheiratet mit Maria Kunigunde von Orsini und Rosenberg (* 28. November 1826; † 12. August 1883), die ihm fünf Kinder schenkte, darunter Maria Hieronymus und Maria Joseph.[1]

Leben

Maria Leopold Graf Plaz verbrachte seine Jugend in Salzburg, Fiume (heute: Rijeka, Kroatien) und Klagenfurt.

Er studierte die Rechte in Wien und Innsbruck und erwarb den juridischen Doktorgrad.

Von 1834 an war er beim k. k. Stadt- und Landrecht(= -gericht) in Salzburg tätig.

Später wurde er nach Graz, 1840 nach Wien berufen, diente im Staatsrat, wurde 1844 k. k. Landrat, dann zum Landesgerichtsrat in Graz befördert, verließ aber 1854, als er nach Ungarn versetzt werden sollte, den Staatsdienst und widmete sich fortan seiner Familie und der Bewirtschaftung seiner Güter.

Auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Hof bei Salzburg hatte Graf Plaz vor 1848 die Grundherrschaft über die Güter Bäckerhaus, Kasparnbauer und Schwaighof. 1870 wurde er in den Salzburger Landtag, 1872 in den Reichsrat gewählt.

Graf Plaz war ein Mann von festem Charakter, dabei offen, bieder, religiös, ein Vater der Armen, der eine schlichte häusliche Lebensweise bevorzugte.

Quelle

Einzelnachweis

  1. Dr. Martin, Franz: Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte. 84. Plaz. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde Nr. 82/83 (1943)