Hauptmenü öffnen

Oriental Visions in Concert

Oriental Visions 9 min Video

Oriental Visions in Concert ist eine Konzertreihe, die palästinensisch-arabisch, sefardische und jiddische Musik vorstellt.

Inhaltsverzeichnis

Die Künstler

Die Salzburger Sängerin Simone Klebel-Pergmann, der Musiker Marwan Abado, Sohn einer christlich-palästinensischen Familie in einem Flüchtlingslager in Beirut, Libanon, und der Musiker Bernie Rothauer, begnadeter Perkussionist[1], haben diese Konzertserie vor einigen Jahren ins Leben gerufen.

Marwan Abado spielt dabei auf einer Oud[2] und Bernie Rothauer neben Gitarre, diversen Trommeln, auch auf einer Udu[3].

Der Gedanke

"Wir können die Völker nicht befrieden, aber wir können Lieder schreiben für die Menschen auf beiden Seiten" meint Marwan Abado zu Oriental Visions in Concert und sieht darin seinen Beitrag zum Frieden in Nahost.

Die Lieder

Obwohl jedes Mal die Lieder variieren, gibt es doch einige Stücke, die immer wieder vorgetragen werden, weil sie einfach typisch für das Thema orientalische Visionen sind:

  • shpalt sich himml: ein jiddisches Frühlingslied, das in einem der Ghettos entstanden ist und in der Melodie ruhig ist
  • a yidische Mame[4] ist ein Liebeslied an die Mutter, die allen das Leben auf der Welt versüßt; dass es eines der Lieblingslieder von Simone Klebel-Pergmann ist, drückt sich in auch ihrer einzigartigen Interpretation aus;
  • mat'r - rain is coming: ein arabisches Lied, dass die Hoffnung, die Freude auf Regen ausdrückt; in der Dürre der Wüste bedeutet für die Araber Regen - Leben, Fruchtbarkeit der Felder, Über-Leben;
  • fattouch ist die arabische Bezeichnung für einen Frühlingssalat aus Tomaten, Gurken, Frühlingszwiebeln, auch Vogerlsalat und Olivenöl; das sich in der Intensität steigernde Lied spiegelt das Waschen, Anrichten und Essen dieses Salats wider und stellt eine Herausforderung an den Oud-Künstler und seine Finger dar;
  • hazza, das Beben, das Erd-Beben, hier das Hüft-Beben: orientalisch-kraftvoller musikalischer Ausdruck des Hüftbebens ist eine schwungvolle Melodie, die durch die starke Stimme von Simone Klebel-Pergmann unterstützt wird;
  • adio kerida stammt aus dem sefardischen[5] Liedgut und drückt, ähnlich dem portugiesischen Fado[6], (Welt)Schmerz aus; in diesem Lied geht es um eine unglückliche Liebe und entsprechend traurig die Melodie;
  • los caminos, ebenfalls ein sefardisches Liebeslied, zeigt, dass die sefardische Ausdrucksweise - auch in Liebesliedern - durchaus deftig bis herb sein kann: nicht einmal als Stöpsel in der Badewanne (frei übersetzt) möchte sie ihn haben, der sie als Auserwählte heiraten möchte und schon alles mit seinem Schwiegervater geregelt hatte; es wird also nichts aus der geplanten Hochzeit;

Veranstaltungen

Eine stets aktuelle Veranstaltungsübersicht in dieser Reihe sowie anderen Konzerten orientalischer und jiddischer Musikrichtung findet Sie beim Salzburgwiki-Artikel Simone Klebel-Pergmann.

Kurz beleuchtet

Peter schildert seine Eindrücke vom Konzert am 30. März 2010 im Urban-Keller, dem ersten Tag des Pessach-Festes[7] 2010 im Salzburgwiki-Artikel Oriental Visions in Concert (Kritiken).

Weblinks

Quellen

  • Programm Oriental Visions in Concert im Urbankeller am 30. März 2010
  • Interviews von Peter mit den Künstlern am 30. März 2010

Einzelnachweise

  1. siehe Wikipedia. Perkussion
  2. eine Kurzhalslaute aus dem Mittelmeerraum beziehungsweise dem Nahen Osten
  3. das ist ein Idiophon (Selbsttöner, Selbstklinger) aus gebranntem Ton siehe auch Wikipedia. Udu und about Udu drum (englischsprachige Seite) sowie Hörbeispiele
  4. Orignaltext siehe www.klesmer-musik.de
  5. als Sepharden werden jene Juden bezeichnet, die bis zu ihrer Vertreibung um 1500 in Portugal und Spanien lebten; die Sprache ist demnach auch eine Mischung aus Jiddisch, Portugiesisch und Spanisch
  6. siehe Wikipedia. Fado
  7. das in Israel sieben bis acht Tage dauert und dessen Beginn sich nach dem Mond richtet, siehe auch Wikipedia. Pessach, www.payer.de Judentum, Pessach oder Universität Wien