Schwarzenberg (Lungau)

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Die Bärenlacke

Der Schwarzenberg im Lungau ist ein Hochplateau inmitten des weitläufigen Lungauer Beckens, dessen höchste Erhebung, Hochkopf, eine Höhe von 1 779 m ü. A. aufweist.

Geografie

Er ist zur Gänze bewaldet und durch ein ausgedehntes von Mooren geprägtes Gipfelplateau gekennzeichnet. Er gehört zu den Gemeindegebieten von Tamsweg, Unternberg, St. Margarethen, Thomatal und Ramingstein. Grundeigentümer sind die Österreichischen Bundesforste sowie Private.

An seiner höchsten Stelle (Hochkopf) stand über viele Jahre ein zu Vermessungszwecken errichteter Holzturm, ein Trigonometrischer Punkt, von den Einheimischen auch Pyramide bezeichnet. Heute steht an dieser Stelle ein von Schülern der Volksschule Ramingstein im Zuge eines Wandertages errichteter Holzpflock mit dem Hinweis auf die hier angrenzenden Gemeinden Ramingstein, Tamsweg und Unternberg.

Namensdeutung

Analog zur Herleitung des Namens "Schwarzwald" vom römischen "Silva nigra", was dunkle, unzugängliche, von wilden Tieren bewohnte Wälder im Mittelgebirge meint, kann das auch für derartige Berge gelten.

Schutzgebiet

2004 wurden die Moore am Bergplateau zum Ramsar Schutzgebiet erklärt.

Das Ramsar-Gebiet umfasst Flächen in den Gemeinden Tamsweg, Unternberg und Ramingstein. Es beinhaltet 14 Moore, darunter ein Regenmoor, ein Latschenhochmoor sowie einen großen Quellmoorkomplex.   Zu den Mooren zählen u.a.: Saumoos, Sattelmoos, Moor bei der Bayernhütte, drei Kohlstattmöser, Seemoos und fünf Moore am Obernock.   Das Plateau des Schwarzenbergs bietet ideale klimatische Bedingungen zur Entwicklung eines natürlichen Moorkomplexes, der die typischen Ausprägungen der alpinen Moorlandschaften aufweist.    An typischen Arten findet man hier die Zwergbirke, den Rundblättrigen Sonnentau, die Armblütige Segge, den Fieberklee sowie mehrere Torfmoosarten.   Das Schutzgebiet hat eine Fläche von 267 ha und erstreckt sich zwischen 1 80 und 1 730 m ü. A.

Geschichte

1584 wurden drei Baue auf Gold hinter der Leonhardskirche erwähnt, welche heute noch erkennbar sind. Zeugnis gibt auch das bekannte Ochsenloch vor der Kirche aus der Zeit am Anfang des 14. Jahrhunderts. Die Namen Goldbründl oder Goldbrunnock weisen ebenfalls auf die Bergbautätigkeit zurück.

Sagen

Mehrere Sagen haben das Goldvorkommen auf dem Schwarzenberg zum Inhalt. Dem Volksmund nach soll im Berg so viel Gold enthalten sein, dass man damit rund um ihn einen Zaun errichten könne.

Quellen

Weblinks