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Ramingstein

Karte
Karte 5591.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Lungau (TA)
Fläche: 94,13 km²
Geografische Koordinaten: 47° 5' N, 13° 50' O
Höhe: 970 m ü. A.
Einwohner: 1 167 (1. Jänner 2018)[1]
Postleitzahl(en): 5591
Vorwahl: 0 64 75
Gemeindekennziffer: 50 506
Gliederung Gemeindegebiet: 2 Katastralgemeinden
Gemeindeamt: 5591 Ramingstein
Gemeindeplatz 223
Offizielle Website: www.ramingstein.at
Politik
Bürgermeister: Peter Rotschopf (ÖVP)
Gemeinderat (2014): 13 Mitglieder: 6 ÖVP,
5 SPÖ,
2 FPÖ
Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 1 252
1880 1 154
1890 1 152
1900 1 240
1910 1 643
1923 1 761
1934 1 664
1939 1 493
1951 1 679
1961 1 714
1971 1 721
1981 1 623
1991 1 510
2001 1 388
2011 1 198
2017 1 086
Ramingstein, überragt von der Burg Finstergrün mit den großen Gebäuden v.r.n.l. Schloss Wintergrün, Gasthof Jost (Durigon), Schule und Kirche. Im Hintergrund ist schon die Steiermark zu sehen
Pfarrkirche
Hans-Lechner-Sprungschanze
Blick vom Bergwerksausgang ins Tal nach Ramingstein
Blick von der Burg Finstergrün

Ramingstein ist eine Gemeinde im Südösten des Lungaus. Oberhalb des Ortes erhebt sich die Burg Finstergrün, das Wahrzeichen des Ortes.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Ramingstein ist die einzige Gemeinde des Lungaus, die unter 1 000 m ü. A. liegt. Im Norden fließt die Mur durch das Zentrum der Gemeinde. Südlich der Mur erstreckt sich die Gemeinde ins Lungauer Nockgebiet und nördlich des Flusses ins Gebiet der Murberge.

Ortsgliederung

Das Gemeindegebiet umfasst die drei Katastralgemeinden Mignitz (193 Ew.), Mitterberg (512 Ew.) und Ramingstein (683 Ew.). Das Siedlungszentrum bilden die Ortsteile Madling, Ramingstein, Kendlbruck und Karneralm.

Anmerkung: In kursiver Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften nach dem Stand der Volkszählung aus dem Jahr 2001 angegeben.

Nachbargemeinden

Im Norden grenzt die Gemeinde an die Bezirkshauptstadt und Marktgemeinde Tamsweg, im Nordwesten an Unternberg und im Westen an die Gemeinde Thomatal. IUm Osten grenzt Raminingstein an die steirische Gemeinde Stadl-Predlitz und im Südosten an die Gemeinde Reichenau in Kärnten.

Geschichte

1139 wurde erstmals die Burg Ramingstein (Finstergrün) urkundlich erwähnt. Bis zum 18. Jahrhundert wurde im umliegenden Ort der Bergbau (Marmor, Blei, Silber) betrieben. Erzbischof Sigmund I. von Volkersdorf erließ 1459 die Ramingsteiner Bergordnung. Im Mittelalter zählte der Ort zu den größten Bergbaugebieten in den Alpenländern.

1841 kam es zu einem riesigen Waldbrand im Lungau: von Ramingstein ausgehend, brannten die Wälder vier bis fünf Wegstunden bis nach St. Margarethen im Lungau; Ramingstein wurde dabei völlig vernichtet, ebenso die Burg Finstergrün, nur die Kirche blieb unversehrt; 1 300 Joch Gemeindehochwald fielen dabei den Flammen zum Opfer.

Religionen

 Bilder der Pfarrkirche zum hl. Achatius – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Die neugotische Pfarrkirche zum hl. Achatius wurde nach einem Brand in den Jahren 1890 bis 1894 nach Plänen von Jakob Ceconi neu erbaut. Sehenswerte plastische Ausstattung der Altäre (1892) durch Johann Piger.

Weitere kirchliche Bauten sind die Bergkapelle, die von Friedrich Kurrent stammt sowie die Wallfahrtskirche Maria Hollenstein im Ortsteil Kendlbruck.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Silberbergwerk Ramingstein

Hauptartikel: Silberbergwerk Ramingstein

Das Schaubergwerk gibt Einblick in die Bergbaugeschichte;

Bauwerke

Burg Finstergrün

Hauptartikel: Burg Finstergrün

Jagglerhof

Der 400 Jahre alte Hof verfügt über eine 500 Personen fassende Naturarena und drei Bühnen und hat sich zu einen überregionalen Kunst- und Kulturzentrum entwickelt.

Schloss Wintergrün

Von dem im Ortszentrum gelegenen im Kern gotischen Bau blieb nur der vom Rokoko geprägte Nordtrakt, das sogenannte "Verweserhaus", erhalten.

Ausflugsziele

Karneralm

Eingebettet zwischen Kleinem Königstuhl, Klölingscharte, Klölingnock und Mühlhauserhöhe liegt in den Lungauer Nockbergen auf 1 893 m ü. A. das beliebte Wandergebiet um die Karneralm.

Sport

Eishockeyplatz

Ramingstein hat Lungaus einzigen Eishockeyplatz, das Ramingersteiner Eisstadion.

Hans-Lerchner-Schanze

Hauptartikel Hans-Lerchner-Schanze

Die früheren Sabitzerschanzen wurden im Jahre 2000 vom SC Ramingstein saniert und nach Hans Lerchner benannt. Der Schanzenrekord liegt bei 53,5 m.

Vereine

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Ramingstein ist durch die Murtalbahn und die Turracher Straße (B 95) mit Tamsweg und der Steiermark verbunden. Die L 225, die Thomataler Landesstraße führt von Ramingstein über Thomatal nach St. Margarethen im Lungau. In die bis zu 13 Kilometer weit nach Süden reichenden Täler der Nockberge führen Gemeindestraßen und Forstwege.

Ansässige Unternehmen

Von der ehemaligen Papierfabrik Ramingstein stehen noch einige Gebäude.

Öffentliche Einrichtungen

Die Interessen des Fremdenverkehrs der Gemeinde werden vom 2017 gebildeten Tourismusverband Tourismus Lungau mit Sitz in Tamsweg wahrgenommen.

Rettungsorganisationen

Bildung

Politik

Bürgermeister

Hauptartikel: Bürgermeister der Gemeinde Ramingstein

Auszeichnungen der Gemeinde

Ehrenbürger

Hauptartikel: Ehrenbürger der Gemeinde Ramingstein

Ehrenring der Gemeinde Ramingstein

Hauptartikel: Ehrenringträger der Gemeinde Ramingstein

Wappen

Am 18. Juli 1946 wurde der Gemeinde Ramingstein durch die Salzburger Landesregierung das folgende Wappen verliehen:

Im weiß-rot geteilten Schild ein auf weißem Fels stehender schwarzer Rabe.

Für die Verleihung war maßgebend, das die Burg Ramingstein (heute Burg Finstergrün) bereits im 12. Jahrhundert urkundlich Erwähnung fand. Das Wappen wurde in dieser Form gewählt, um an das Geschlecht der Rabenstein (Ramungsteiner) zu erinnern, die einst vermutlich im Besitz der Burg waren. Der dargestellte weiße Stein zeigt den vorkommenden Marmor, der früher hier abgebaut wurde.

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne der Gemeinde

Hauptartikel: Töchter und Söhne der Gemeinde Ramingstein

Bilder

 Ramingstein – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Weblinks

Quellen