Hauptmenü öffnen

Siegfried Mauser

Prof. Dr. phil. Siegfried Mauser (* 3. November 1954 in Straubing, Niederbayern) ist Pianist und Musikwissenschafter sowie Rektor der Universität Mozarteum.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Akademische Laufbahn

Mauser studierte an der Hochschule für Musik und Theater München Schulmusik und Klavier, weiters an der Universität München und der Universität Salzburg Philosophie und Kunstgeschichte. 1981 erwarb er an der Universität Salzburg sein Doktorat im Fach Musikwissenschaft.

Von 1983 bis 1987 war er an der Hochschule für Musik Würzburg als Professor für Klavier und Kammermusik tätig. 1987 folgte er einem Ruf auf die Professur für Musikwissenschaft des Mozarteums; hier rief er im Jahr 1989 das Forschungsinstitut für musikalische Hermeneutik ins Leben. 2002 wurde er als Professor für Musikwissenschaft an die Hochschule für Musik und Theater München berufen. Hier leitete er eine Klasse für Liedgestaltung und das Institut für Musikwissenschaft. Von 2003 bis 2014 fungierte er als Rektor (2007 in „Präsident“ umbenannt) der Hochschule. 2002 wurde er überdies Direktor der Musikabteilung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Seit 2015 ist er Künstlerischer Leiter der Salzburg Biennale.

Von Oktober 2014 bis Juni 2016 war Mauser Rektor der Universität Mozarteum. Er schied aus dieser Funktion und verließ das Mozarteum, nachdem er erstinstanzlich wegen sexueller Nötigung verurteilt worden war.

Künstlerisches Schaffen

Mauser gilt als bedeutender Interpret von Klavierwerken des 20. Jahrhunderts, insbesondere jener von Paul Hindemith, Wilhelm Killmayer und Wolfgang Rihm.

Auf CD spielte er u. a. sämtliche Klavierwerke Hindemiths, Alexander Zemlinskys und Karl Amadeus Hartmanns, alle Klaviersonaten W.A. Mozarts, Klaviermusik von Claude Debussy sowie Lieder (z. B. von Gustav Mahler mit Siegfried Jerusalem) ein.

Werke

  • Das expressionistische Musiktheater der Wiener Schule. Stilistische und entwicklungsgeschichtliche Untersuchungen zu Arnold Schönbergs „Erwartung“, „Die glückliche Hand“ und Alban Bergs „Wozzeck“. Regensburg (Bosse) 1982. (Dissertation, Salzburg 1981.) ISBN 3-7649-2264-8
  • Beethovens Klaviersonaten: ein musikalischer Werkführer. München (Beck) 2001. ISBN 3-406-41873-2
  • als (Mit-)Herausgeber: Handbuch der musikalischen Gattungen (17 Bände). Laaber (Laaber) 1987 ff.

Quellen

Zeitfolge