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Sigmund Triendl

Sigmund Triendl (*5. September 1769 in Salzburg; † 5. Juli 1809) war ein Salzburger Handelsherr.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Sigmund Triendl war der Sohn des Salzburger Handelsherrn Anton (I.) Triendl (* 1721 Schwaz in Tirol; † 1796) und der Maria Anna Hafner (* 1730; † 1. März 1775), Tochter des Siegmund Hafner und der Maria geb. Kaltenhauser.

1787 wurde der junge Sigmund Triendl Universalerbe seines Onkels, des großen Wohltäters Sigmund Haffner von Innbachhausen.

Nach dem Tod seines Vaters übernahm er die Leitung des Siegmund Hafner-Triendl'schen Handelshauses in Salzburg.

Triendl erwies sich in schweren Zeiten als umsichtig und wohltätig:

  • Er machte sich hochverdient bei der Leistung der anlässlich der ersten französischen Invasion von General Moreau geforderten Kontribution.
  • Er kaufte 1805 bei der zweiten französischen Invasion, die mit einer großen Teuerung einherging, größere Mengen Getreide, das billig an die Bevölkerung bzw. kostenlos an die Armen abgegeben wurde.
  • Er kümmerte sich auch um die Industrieschule für Mädchen, unterstützte den Stadtarmenfonds und leistete darüberhinaus vielfältige Hilfe.

Für seine besonderen Verdienste wurde Triendl 1808 der Titel „Retter in der Not“ verliehen.

Am 30. Dezember 1808 wurde Triendl auf Vorschlag des damaligen provisorischen Regierungspräsidenten von Salzburg, Christian Graf von Aicholt, mit der Goldenen Zivilehrenmedaille ausgezeichnet.

Ein halbes Jahr später erlag Triendl seiner schweren Erkrankung und wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in der Haffner'schen Familiengruft (Nr. XXXIX) auf dem Friedhof von St. Peter beigesetzt.

Familie

Sigmund Triendl war zweimal verheiratet:

  • (15. Oktober 1792 Salzburg, Lorettokirche) mit Therese Neuhauser (* 1770; † 11. Dezember 1805), Tochter des Josef Neuhauser, Bierbräuers in Salzburg, und der Monika Sterzl, und
  • (7. Mai 1806) mit Therese Hartmann, Witwe nach Andreas Mühlsteiger, Holzwarenhändler in Salzburg.

Er hatte die Kinder[1]

Seinen beiden jüngeren, an „Stickfraisen“ gestorbenen Kindern widmete er folgenden Grabspruch:

„Hier dieser kühle Marmorstein
Schließt Sigmund und Luise ein,
Zwey Kinder edel sanft, und mild,
Der reinsten Unschuld Ebenbild.
Früh winkte ihnen Gottes Hand
Hinüber in ein bessers Land.
Nun schmüken sie im Jugend-Flor
Auf Sions Burg der Engel Thor.
Gottes Friede sey mit ihnen.“

Straßenbenennung

Nach Sigmund Triendl ist die Triendlstraße im Salzburger Stadtteil Gneis benannt.

Literatur

Quellen

Fußnoten

  1. Von diesen Kindern ordnet Robert Landauer (aaO) nur Anna Marie der ersten Ehe zu, was aber nach den von ihm angegebenen Lebens- und Eheschließungsdaten nicht zutreffen kann.