Stadtwerkeareal Lehen

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Das Stadtwerkeareal Lehen war ein Gebiet im Salzburger Stadtteil Lehen, auf dem sich früher die Unternehmenszentrale der Salzburger Stadtwerke und das Gaswerk Salzburg befanden. Nach jahrelangen Planungen entstand auf dem Gelände ein Wohnviertel inklusive Competence Park, das Stadtwerk Lehen.

Geschichte

Durch die Fusion der Salzburger Stadtwerke mit der SAFE zur Salzburg AG und der darauf folgenden Verlegung der Unternehmenszentrale in die Bayerhamerstraße 16 in Salzburg-Gnigl wurde eine neue Verwendung für das Gelände zwischen Gaswerkgasse und Roseggerstraße gesucht. In Arbeitskreisen erarbeiteten Stadtplaner, Architekten, lokale Wirtschaftstreibende und Anrainer gemeinsam mit der Salzburg AG mögliche Nachnutzungsstudien für das Gelände des ehemaligen Gaswerks. Das ca. 42 000 m² große Areal bietet für den Stadtteil Lehen die Chance für den größten städtebaulichen Aufschwung links der Salzach.

Lebensqualität ist oberstes Ziel

Planungsstadtrat Johann Padutsch: „Bei den Arbeitssitzungen der Planungsgruppen stand die Steigerung der Lebensqualität im Stadtteil Lehen an oberster Stelle. Neben einer Symbiose aus Wohnungen und Geschäftsflächen sollen soziale Einrichtungen, Lokale und große Grünflächen entstehen.“ ... „Das Areal soll das neue Zentrum für Lehen werden. Davor muss jedoch der Boden saniert werden. Die Salzburg AG ist nun durch Gesetz und Bescheid verpflichtet, diese Altlasten zu entsorgen“, so Dr. Arno Gasteiger, Vorstandssprecher der Salzburg AG.

Zur Umsetzung dieser Vision sind einige Bauvorhaben notwendig. Die Salzburg AG bereitet das Gelände für die Nachnutzung auf. Die Kosten dieser Sanierung finanziert zu 80 % die Kommunalkredit Public Consulting GmbH aus Mitteln des Altlasten-Sanierungsfonds, den Rest bringt die Salzburg AG auf.

Teilweise kontaminierter Boden

Dazu ist vor allem die Sanierung des kontaminierten Bodens nötig, in dem sich Rückstände aus der Zeit der Gasproduktion befinden. Ab 1859 ist in Lehen zuerst aus Torf, dann aus Kohle Gas erzeugt worden, wobei vor allem Teer als Nebenprodukt angefallen ist. Ab Mai 2009 kam es daher zu intensiven Arbeiten, auf den Abbruch einiger Gebäude auf dem Areal folgen die Erdarbeiten. Das abgetragene Erdreich (in Summe 150 000 Tonnen, die in unterschiedlichen Tiefen liegen) kann teilweise wieder verwendet werden, teilweise wird es zuvor gereinigt. Der Rest muss speziell entsorgt werden. „Wir wollen dies im Konsens mit allen Beteiligten umsetzen und die Belastungen für die Anrainer so gering wie möglich halten“, betont DI Bernd Stögner, zuständiger Projektleiter in der Salzburg AG. Dabei kommen modernste Techniken zum Einsatz, die die Lärm, Staub und Verkehrsbelastungen so gering wie möglich halten sollen.

Großbaustelle führt zu Belastungen

Während der Arbeitszeiten war von max. 100 Lkw-Fahrten pro Tag auszugehen. Die Zu- und Abfahrtsrouten führten entweder über die Strubergasse - Rudolf-Biebl-Straße - Ignaz-Harrer-Straße - Siebenbürgerstraße hin zur Westautobahn oder über Strubergasse - Gaswerkgasse - Ignaz-Harrer-Straße - Saint-Julien-Straße - Lastenstraße zur Containerverladung am Salzburger Güterbahnhof. Neben dem Verkehrsaufkommen kann es auch zu Geräusch- oder eventuell auch zu Geruchsentwicklungen kommen. Keinesfalls kommt es jedoch zu wie auch immer gearteten Gesundheitsgefährdungen.

Ombudsmann als Anlaufstelle, Ausstellung zur Geschichte

Die Salzburg AG hatte für die Dauer der Sanierungsarbeiten eine eigene Ombudsstelle eingerichtet, um eine spezielle Kontaktmöglichkeit anzubieten. Während der üblichen Bürozeiten war Ombudsmann Dr. Gerd Dornauer mit seinem Team erreichbar; jeden ersten und dritten Dienstag im Monat gab es eine Sprechstunde vor Ort in der ehemaligen Stadtwerke-Kantine. Dort befand sich auch die Ausstellung zur Geschichte des Areals.

Quelle

  • Salzburg AG

Weblinks

Mitteilung auf der Homepage der Salzburg AG