Rangierbahnhof Gnigl

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Das Nordende des Güterbahnhofs von Itzling aus
Der Güterbahnhof Gnigl
Gnigler Bahnhofanlage mit Rangierbahnhof, Ansicht von der Schwabenwirtsbrücke. Links der Abrollberg.

Der Rangierbahnhof Gnigl in der Stadt Salzburg ist im Wesentlichen nach 1902 entstanden. Er wurde laufend erweitert, bis er 1939 einer der größten Rangierbahnhöfe Österreichs wurde.

Allgemeines

Der Güterbahnhof besteht aus einem Aufstellbahnhof (dem Zusammenstellen der Züge dienend) mit 26 Gleisen und drei Gleisen für den Durchzugsverkehr der Fernzüge und der S-Bahn. Der gesamte Rangierbahnhof reicht dabei vom östlichen Teil von Itzling bis nach Parsch. Der nörliche Teil des Rangierbahnhofes mit seinen 29 Gleisen ist dabei gut einen Kilometer lang, der deutlich schmälere Südteil mit 9 Gleissträngen besitzt die gleiche Länge. .

Geschichte

Im Raum des heutigen Rangierbahnhof stand bis 1902 u.a. der Schillinghof, ein alter landwirtschaftlicher Gutshof Er gehörte dem Erzstift St. Peter, vorher, bis ins 14. Jahrhundert den Herren von Radeck (Plainberg). Die Schillinghofstraße erinnert noch heute an das Gut, und in dieser Straße das ehemalige Gasthaus Rangierbahnhof (heute Pizzeria Rangie) an den Verschubbahnhof.

Bei Arbeiten im Jahr 1902 kam es zu einer deutlichen Absenkung des Grundwasserspiegels im Bereich von (Nieder-)Gnigl, was in Folge zum Versiegen zahlreicher Brunnen führte[1].

1927/28 wurde der Betrieb dann elektrifiziert. Das ehemalige Heizhaus für Dampflokomotiven ist heute eine Betriebswerkstätte. Markante Merkmale des Bahnhofs sind der von der Schwabenwirtsbrücke gut sichtbare Abrollberg und ein Drehlokschuppen.

Auf der Ostseite des Rangierbahnhofs stand in der Aglassingerstraße bis Herbst 2003 das Stationsgebäude Bahnhof Gnigl, der von den Regionalzügen vom Süden zum Hauptbahnhof angefahren wurde. Seit 22. Oktober 2003 wurde die dortige Haltestelle etwas weiter südlich unter die Schwabenwirtsbrückedie verlegt S-Bahn Haltestelle Salzburg Gnigl. Nördlich des alten Bahnhofs die neue Haltestelle Salzburg Sam eingerichtet.

Im Jahr 1918 wurden nächst dem Gnigler Bahnhof Notlazarette für Verwundete des Ersten Weltkriegs errichtet. Später, bis in die 1980er Jahre wohnten darin noch viele Eisenbahnerfamilien, unter anderem der Magazinmeister und deren Familien. Heute befinden sich auf den ehemaligen Gründen die Schrebergärten des OEBB-Gartenvereins und auch Grünland neben der neuen S-Bahn Haltestelle Salzburg Gnigl. In den Schrebergärten steht seit 2008 nur mehr ein Häuschen, das den alten Gebäuden ähnlich sieht.

Bilder

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Quellen

  • digitale historische Stadtpläne 1890 und 1920 von Reinhard Medicus
  • Peter Walder-Gottsbacher: Gnigl in alten Ansichten, Band 2 Kultur:Stadt Salzburg Europäische Bibliothek Zaltbommel, Niederlande 2002, Bild 6 + 7

Einzelnachweis

  1. Quelle Gnigl in alten Ansichten Band 2, Peter Walder-Gottsbacher, 2002, Europäische Bibliothek, Zaltbommel, Niederlande