Tauernringfahrt

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Die Tauernringfahrt war eine motorsportliche Veranstaltung, die in den 1930er-Jahren und in der Nachkriegszeit stattfand.

Geschichte

Zwischenkriegszeit

Bei der Tauernringfahrt am 22. September 1935 war Franz Stengl der offizielle Zeitnehmer. Start war auf dem Mozartplatz in der Altstadt der Stadt Salzburg. Die Fahrt führte von Salzburg über St. Gilgen, Bad Ischl ins Salzkammergut, dann über den Pass Gschütt auf der Salzburger Dolomitenstraße nach Radstadt und Untertauern zur Bergprüfungsstrecke bis zur Tauernhöhe. VBon dort erstreckte sich die Weiterfahrt durch das Ennstal bis Schloss Traulenfels und abzweigend gegen Aussee, Pötschenhöhe, Ischl zum Ziel in St. Gilgen.

Der Sinn der Fahrt lag in der Erzielung einer Regelmäßigkeit bei Zurücklegung langer Strecken. Für die Fahrt war zur Verleihung des "Tauernringes" die Bedingung gestellt, die einmal gewählte, durch die erste Geheimkontrolle festgestellte Durchschnittsgeschwindigkeit (mindestens 40, höchstens 50 Stundenkilometer) einzuhalten und die Bergprüfuug zu bestehen. Verschiedene Geheimkontrollen, bei denen die offiziellen Zeitnehmer, Grafinger aus Gmunden und Doktor Krebs aus Rottenmann ihres Amtes walteten, waren maßgebend für die Wertungsberechnung der Fahrt, Mit staunenswerter Präzision wurde die Bergprüfung am Tauern gefahren, bei der Dipl.-Optiker Ludwig Hau und Justizsekrelär Stengl als offizielle Zeitnehmer amtierten. Am Ziel in St. Gilgen begrüßte Ing. Schlögel namens des Präsidiums des ö.T.E. Salzburg die Fahrer.

Ergebnisse

  • Motorräder Solomaschinen bis 350 cm³:
  1. Hans Cehowsky, Rudge, 119 Guitpunkie
  2. Josef Hofmann, Puch, 98 Gutpunkte
  3. Anton Grießler, N.S.U., 24 Schlechtpunkte
  4. Mat­thias Ponz, A.J.S., 85 Schlechtpunkte
  • Motorräder Solomaschinen über 350 cm³:
  1. Josef Mössinger, Norton, 19 Schlechtpunkte
  2. Ludwig Leser, Ardie, 60 Schlechtpunkte
  3. Paul Koppenwallner, Royal Enfield, 144 Schlechtpunkte
  4. Karl Schindlauer, Motosacoche, 257 Schlechtpunkte
  • Motorräder mit Beiwagen:
  1. Julian Kästner, B.M.W., 79 Schlechtpunkte
  2. Hans Schmierl, Zündapp, 102 Schlechtpunkte
  3. Franz Riedl, BSA, 195 Schlechtpunkte
  • Automobile:
  1. Alexander Wahl, Steyr Super 120, 107 Gutpunkte
  2. Konrad Bogl, B.M.W. 54 Schlechtpunkte

Nachkriegszeit

Am 27. Juni 1954[1] wurde Albert Brenter 3. in der Klasse bis 125 cm³, der Sieger der Tauernringfahrt hieß Edi Kranawetvogl. Bei der Tauernringfahrt 1955 wurde Erwin Lechner Dritter.

Quellen

Einzelnachweis

  1. hier finden sich unterschiedliche Datumsangaben. Im Archiv der Salzburger Nachrichten wird eine Tauernringfahrt für den 30. Mai sowie den 4. Juli angekündigt, jedoch keine für den 27. Juni.