Anfänge (Überblick)

Aus Salzburgwiki
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Die Geschichte Salzburgs ist stark von der Landschaft geprägt worden, die das Land in zwei sehr unterschiedliche Gebiete teilt:

Einerseits das kleinere, gut zugängliche und wirtschaftlich bedeutendere "Land vor dem Gebirg" mit der Stadt Salzburg, dem Flachgau und dem Tennengau sowie dem heute bayerischen Rupertiwinkel. Andererseits das "Land inner Gebirg" mit Pongau, Pinzgau und Lungau, das nur dünn besiedelt und schlecht zugänglich war.

Da letzteres Gebiet schwer überwacht werden konnte, haben fast alle Aufstände und Protestbewegungen wie die Bauernkriege oder der Geheimprotestantismus ihr Zentrum in den Gebirgsgauen gehabt. Die Stadt Salzburg hat ihre politische und wirtschaftliche Ausnahmeposition ihrer Lage am "Wegekreuz der Ostalpen" zu verdanken, wo schon seit römischer Zeit die Straße über den Radstädter Tauern mit der Voralpenstraße nach Linz und Wien sowie der Salzach als schiffbarem Fluss zusammentraf.

Die ersten Siedlungen

Bereits in der Altsteinzeit vor ca. 50.000 Jahren haben Menschen im Land Salzburg gelebt. In der Schlenken-Durchgangshöhle bei Hallein und am Oberrainerkogel bei Unken im Pinzgau stieß man auf ihre Spuren.

In der Jungsteinzeit (4.000 - 1.900 v. Chr.) vollzog sich der für die Entwicklung der Menschheit entscheidende Übergang vom umher streifenden Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern. Fast das gesamte Land wurde erschlossen und besiedelt. Frühe und dauerhafte Höhensiedlungen trugen im Stadtbereich von der Stadt Salzburgder Rainberg, der dem Mönchsberg südlich vorgelagert ist, und der Hellbrunner Berg.

Die Epoche der Bronzezeit (1900 - 1250 v. Chr.) bescherte Salzburg als Zentrum des Kupferbergbaus in den Ostalpen eine erste wirtschaftliche Blüte: In Mitterberg bei Mühlbach am Hochkönig und in den benachbarten Bergbaugebieten wurden bis ca. 700 v. Chr. mehr als 20.000 Tonnen Kupfer gefördert.